Fotos: Ochsenfoto

22 medi-Ballverluste waren am Ende einfach zu viel im Heimspiel gegen ALBA

HEROES OF TOMORROW unterliegen Berlinern am Ende knapp mit 78:82

Am Ende war es knapp, aber für die Sensation hat es aus Sicht von medi bayreuth am 11. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga nicht gereicht. Zu viele Fehler erlaubte sich die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner am Sonntagnachmittag im Duelle mit ALBA BERLIN und so musste man sich letztlich mit 78:82 (34:45) den Albatrossen geschlagen geben.

Zwar konnten die HEROES OF TOMORROW die Viertel zwei, drei und vier für sich entscheiden, die ersten zehn Minuten waren jedoch mit 21:9 klar an das Team aus der Hauptstadt gegangen, das am Ende einen nicht unverdienten Sieg aus der Oberfrankenhalle entführen konnte.

Mit dem Wissen um die Reisestrapazen der Berliner (ALBA spielte noch am Freitag in der EuroLeague bei Fenerbahce Istanbul) hatte man sich im Lager von medi bayreuth eine gute Chance ausgerechnet, dem Favoriten, wie schon in der Vorsaison, ein Bein stellen zu können. Und in der Tat war diese Chance auch am Sonntagnachmittag da, doch einen nur “unterdurchschnittliche Leistung seines Teams”, so medi Head Coach Raoul Korner in der Pressekonferenz nach dem Spiel, war gegen den Tabellendritten am Ende leider nicht genug.

Das sagt Lucky Jones (medi bayreuth):

“Wir hätten mit etwas mehr Aggressivität in die Partie starten sollen. Eine Mannschaft wie ALBA BERLIN ist ein EuroLeague Team, die über einen sehr guten Kader verfügt. Den haben wir auch, aber wir müssen begreifen, dass wir jede noch so kleine Gelegenheit, die wir bekommen, nützen müssen. Ein paar Mal ist uns das heute gelungen, dann allerdings wiederum nicht. Insgesamt denke ich aber, dass es eine gute Vorstellung von uns war. ”

Warum es so lief, wie es lief:

Das erste Viertel war letztlich der Knackpunkt im Spiel von medi bayreuth. Mit 9:21 gabe die HEROES OF TOMORROW die ersten zehn Minuten an die Albatrosse ab und leisteten sich dabei nicht weniger als neun Ballverluste. Insgesamt fehlte es dem Spiel der Bayreuther zunächst auch an der für eine Sensation zwingend nötigen Bissigkeit.

Diese konnte man dann zwar im Laufe der Partie entwickeln, doch bis auf die Phase um die 16. Minute, als man durch fünf Punkte in Folge von Lucky Jones beim 30:28 kurzzeitig in Front gehen konnte, lag medi bayreuth stets im Rückstand.

Auch die Trefferquoten aus dem Feld (2er: 47,1% / 3er: 29,6%) waren am Ende zu gering, um ALBA BERLIN wirklich gefährlich werden zu können.

Die Trainerstimmen:

Alejandro Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): “Wir haben leider nicht immer mit der benötigten Intensität gespielt. Es waren Phasen dabei, die besser waren und dann wiederum welche, die mir nicht so gefielen. Dennoch bin ich sehr froh, dass wir hier gewonnen haben, denn es ist nicht leicht in Bayreuth zu gewinnen. Außerdem freue ich mich, dass Lorenz Brenneke seinen Weg von der zweiten Mannschaft ins Team gefunden hat. Er hat uns weitergeholfen und wir sind froh ihn zu haben.”

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): „Zunächst Glückwunsch an ALBA BERLIN und Coach Aito zum letztendlich verdienten Sieg. Wenn man sich die Statistiken so ansieht, könnte man davon ausgehen, dass wir die Partie im ersten Viertel bereits verloren haben, denn alle weiteren konnten wir gewinnen. Letztendlich haben wir hier eine große Chance liegen lassen. Wir wussten im Vorfeld, dass eine durchschnittliche Leistung nicht reichen würde, um ALBA BERLIN zu schlagen und eigentlich war es nicht einmal eine durchschnittliche Leistung, die wir heute abrufen konnten. Es waren viele offensive Situationen, die wir nicht gut gelöst haben, teilweise waren wir zu passiv, dann haben wir wieder zu viel gedribbelt. Wir haben die Chancen, die wir hatten, nicht genutzt und letztendlich war es eine unterdurchschnittliche Leistung gegen ein überdurchschnittliches Team, was meistens in einer Niederlage endet.”

medi bayreuth vs. ALBA BERLIN 78:82 (9:21 - 25:24 - 27:21 - 17:16)

medi bayreuth: ROBINSON 0, Jones 8, WOODARD 5, Doreth 4 (3 Assists), SEIFERTH 8 (6 Rebounds), Meisner 15, Alford 18, TRAVIS 10 (6 Rebounds), LINHART 10, Grüttner Bacoul.

ALBA BERLIN: Mason 2, Siva 12, Giffey 15, ERIKSSON 12 (6 Rebounds), Mattisseck 0, Brenneke 2, HERMANNSSON 7 (5 Assists), Ogbe 0, GIEDRAITIS 10, NNOKO 8, SIKMA 14.

Der Ausblick:

Jetzt geht es wieder Schlag auf Schlag für die HEROES OF TOMORROW. Bereits am kommenden Mittwoch gastiert das Team zum Auftakt der 2. Gruppenphase im FIBA EUROPE CUP in Dänemark bei den Bakken Bears. Tip Off in der Vejlby-Risskov Halle ist um 18:30 Uhr.