Fotos: Basketball Champions League

Champions League Saisonfinale geht für medi mit 73:83 in Klaipeda verloren

HEROES OF TOMORROW beenden BCL-Gruppe D mit fünf Siegen auf Platz sieben

Es ist für medi bayreuth bei fünf Siegen und Platz sieben in Gruppe D der Basketball Champions League geblieben. Am letzten Spieltag der Gruppenphase unterlag das ohne die verletzten De’Mon Brooks, Steve Wachalski und Hassan Martin angetretene Team von Head Coach Raoul Korner bei Neptunas Klaipeda mit 73:83 (33:43).

Die Litauer konnten nach dem Spiel gleich doppelt feiern, denn dank ihres Sieges sowie der Niederlage nach Verlängerung von Filou Oostende gegen SIG Strasbourg, reichte es für Neptunas noch zum Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften in der Champions League.

Das sagt Adonis Thomas:

„Zunächst meinen Glückwunsch an Neptunas. Sie haben ein gutes Spiel abgeliefert. Ich glaube, dass wir in dieser Champions League Saison als Team gewachsen sind. Wir haben gekämpft, hatten viele Verletzungen, aber wir haben viel Energie gegeben. Wir hatten unsere Höhen und Tiefen. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir in der Champions League Saison ganz gut gespielt haben. Unsere Gruppe war eine der stärksten. Ich denke, dass wir eigentlich gute Arbeit geleistet haben, wenn man sich die gesamte BCL-Saison betrachtet. Herzlichen Glückwunsch an Neptunas. Wir blicken jetzt nach vorne, um unsere Saison in der BBL stark zu beenden.”

Der Spielverlauf:

Für das letzte Spiel der diesjährigen Basketball Champions League Saison musste Head Coach Raoul Korner wieder einmal seine Starting Five umbauen. Statt des verletzten De’Mon Brooks rückte Lukas Meisner in die Startformation. Von Beginn an merkte man BC Neptunas Klaipeda an, dass es für die Gastgeber noch um das Erreichen der Playoffs ging. Mit viel Einsatz und druckvoller Verteidigung machten sie medi bayreuth das Leben schwer. Insbesondere Ex-BBL Spieler Kyle Weaver war kaum zu stoppen. Da auf Bayreuther Seite noch nicht viel zusammen lief (7 Turnover), lagen die HEROES OF TOMORROW nach dem ersten Viertel mit 12:19 im Rückstand.

Im zweiten Spielabschnitt konnte medi das Fehlen von De’Mon Brooks dann besser kompensieren. Die Mannschaft von Kapitän Bastian Doreth achtete nun deutlich besser auf den Ball und fand offensiv mehr Möglichkeiten, in gute Wurfpositionen zu kommen. Allerdings vergab man zu viele dieser Chancen, um Klaipeda stärker unter Druck setzen zu können. Die Litauer blieben so beständig in Führung und konnten dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung (bereits 9 Spieler punkteten bis zur Halbzeit) einen 43:33 Vorsprung behaupten.

Nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Die HEROES OF TOMORROW lieferten den Gastgebern nun ein Spiel auf Augenhöhe, schafften es aber nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Vor allem die schwache Dreierquote verhinderte, dass medi in Schlagdistanz kommen konnte. So reichten Klaipeda, angeführt von Routinier Tomas Delininkaitis, einige solide Spielzüge, um idie Führung konstant bei zehn Punkten zu halten. Mit 53:62 aus Bayreuther Sicht ging es in den Schlussabschnitt.

Hier bot sich weiter das gleiche Bild wie schon in den vorangegangenen Vierteln. Obwohl es für die HEROES OF TOMORROW um nichts mehr ging, kämpfte das Team von Head Coach Raoul Korner weiter vorbildlich. Besonders Eric Mika, der am Ende ein Double-Double (17 Punkte, 11 Rebounds) vorweisen konnte, und Gregor Hrovat taten sich hier hervor. Selbst als sich die Litauer sieben Minuten vor Schluss auf 16 Punkte abgesetzt hatten, gab sich medi nicht auf. Schnell wurde der Rückstand wieder verkürzt. Für die große Aufholjagd reichte es aber nicht mehr. Schlussendlich verloren die HEROES OF TOMORROW das letzte Spiel dieser BCL-Saison mit 73:83.

Der Teamvergleich:

Trainerstimmen:

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Auch von meiner Seite, herzlichen Glückwunsch an Neptunas zum Sieg. Für uns war es vor allem mental ein sehr schwieriges Spiel. Denn egal was man dem Team sagt, wussten wir, dass es für uns heute um nichts mehr gehen würde. Andererseits wollten wir natürlich auch professionell auftreten und so gut spielen, wie es uns möglich ist. Außerdem wollten wir auch unsere Verletzten kompensieren, wie zum Beispiel De’Mon Brooks, der uns heute schmerzlich gefehlt hat. Ich bin der Meinung, dass die Burschen, die ihn vertreten haben, alles gaben, was ihnen möglich war und einen ganz guten Job gemacht haben.

Insgesamt war das wohl so ein wenig unsere gesamte Champions League Geschichte. Sobald wir ein wenig in Fahrt gekommen waren, hat sich wieder jemand verletzt und das war im Endeffekt der Grund, wieso es nicht mit dem Weiterkommen geklappt hat. Wie Adonis schon gesagt hat, war es eine sehr starke Gruppe. Um hier weiterzukommen, hätten wir in voller Besetzung und mit sehr guter Leistung auftreten müssen. Der erste Punkt war absolut nicht der Fall und der zweite traf leider auch nicht immer zu 100 Prozent zu. Deshalb war es einfach nicht genug und wir müssen die Saison jetzt abhaken. Herzlichen Glückwunsch an alle aus unserer Gruppe, die es geschafft haben weiterzukommen. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sind.”

Kazys Maksvytis (Head Coach Neptunas Klaipeda): “Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg. Wir haben in diesem Spiel gekämpft, als wäre es ein Playoff-Spiel, ein Spiel eben, von dem alles abhängen würde. Wir haben versucht alles das zu machen, was wir eben machen konnten. Vielen Dank an meine Spieler und meinen Staff, dass sie so konzentriert gearbeitet haben und wir unser Mögliches getan haben.”

Neptunas Klaipeda vs. medi bayreuth 83:73 (19:12 - 24:21 - 19:20 - 21:20)

Neptunas Klaipeda: WILLIAMS 13 (6 Assists), KISIELIUS 6, Delininkaitis 15, Slavinskas 0, OLISEVICIUS 9, Galdikas 7, Masiulis 0, WEAVER 12,  Beliauskas, Gailius 7, Dambrauskas 4, GRANT 10 (7 Rebounds).

medi bayreuth: MIKA 17 (11 Rebounds), THOMAS 12, ROBERTSON 8, STOCKTON 2 (4 Assists), Doreth 2, Seiferth 9, Hrovat 15, MEISNER 2, Raivio 6, Krug.

Der Ausblick:

Bereits am kommenden Sonntag, 10. Februar, steht für das Team von Head Coach Raoul Korner das nächste Spiel auf der Agenda. Zu Gast in der Oberfrankenhalle ist dann am 20. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga das Überraschungsteam aus Vechta, das, nach acht Siegen in Folge, mit viel Selbstvertrauen im Gepäck die Reise nach Bayreuth antreten wird. Spielbeginn am Sonntag ist um 15:00 Uhr. Tickets sind im Fanshop, in der Brunnenstraße 7 sowie online unter tickets.medi-bayreuth.de noch buchbar.