Foto: Julian Reckmann

Der Wahnsinn geht weiter! medi bayreuth siegt mit 72:56 in Frankfurt

Heroes Of Tomorrow gelingt 7. Sieg in Serie - auswärts weiter ungeschlagen

medi bayreuth ist nach wie vor nicht zu stoppen! Am 8. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga gelang der Mannschaft von Head Coach Raoul Korner der siebte Saisonsieg. Vor 4.030 Zuschauern gewannen die Heroes Of Tomorrow bei den FRAPORT SKYLINERS mit 72:56 (33:23) und schafften dadurch in der Tabelle spektakulär den Sprung auf Position drei.

Dass die Bayreuther auch im vierten Auswärtsspiel der Saison ungeschlagen blieben, lag diesmal vor allem an einer starken Mannschaftsleistung in der Defensive. Die Verteidigungsarbeit, generell die Paradedisziplin der Frankfurter, hatte medi Head Coach Raoul Korner seinem Team als Schlüssel zum Sieg mit auf den Weg gegeben. Genau das setzten die vor Selbstvertrauen nur so strotzenden Heroes Of Tomorrow extrem zielstrebig um und kamen so zu einem überzeugenden Auswärtserfolg.

Während der Partie übernahmen nicht nur die Spieler von medi bayreuth die Regie auf dem Parkett. Auch die circa 100 mitgereisten Bayreuther Fans gaben in der spärlich besetzten Fraport Arena immer wieder lautstark den Ton an und durften am Ende mit ihrem Team den vierten Auswärtssieg in Folge und das insgesamt siebte siegreiche Spiel in Serie enthusiastisch feiern!

Das sagt Steve Wachalski

“Sieben Siege in Serie. Wow, das freut mich ungemein! Wir wussten, was hier in Frankfurt auf uns zukommt und dass es keine Offensiv-Schlacht werden wird. Die Defense hat in diesem Spiel ganz klar dominiert. Wir haben den Frankfurtern ihre Stärken gut weggenommen, von der Dreierlinie haben sie heute ja überhaupt nichts gerissen. Unsere Offense war zwar auch nicht so toll wie in den letzten Spielen, aber das haben wir mit unserer starken Verteidigung wett gemacht."

 

Die Partie kurz zusammengefasst

Frankfurt hatte sich in der Defensive viel vorgenommen. Das klappte auch - zumindest in den ersten Minuten. Zwar gingen die ersten Punkte an medi bayreuth,  bis zum 10:8 (7.) lagen die SKYLINERS in Führung. Zum Ende des ersten Viertels drehten die Heroes Of Tomorrow auf: Trey Lewis mit acht und Assem Marei mit sechs Punkten sorgten für das 18:12 nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Abschnitt baute medi die Führung aus. Nach einem Dreier von Kyan Anderson betrug der Vorsprung beim 26:16 (17.) erstmals zehn Punkte. Diese Differenz lag auch beim 33:23 zur Pause zwischen beiden Teams.

Nach einem ausgeglichenen Start in die zweite Halbzeit bauten die Heroes Of Tomorrow ihren Vorsprung durch Dreier von Trey Lewis und Nate Linhart in der 27. Minute auf 46:32 weiter aus. Auch in der Folge trafen die Heroes Of Tomorrow von jenseits der 6,75 Meter sicher - zweimal Steve Wachalski, dazu Punkte von Assem Marei aus der Nahdistanz sorgten für das 56:41 nach 30 Minuten.

Im Schlussviertel konnten die SKYLINERS den siebten medi-Sieg in Serie nicht mehr gefährden. Nach dem zwischenzeitlichen 48:60 (34.) durch den ehemaligen Bayreuther Ekene Ibekwe, legten die Gäste nochmals nach. De’Mon Brooks schraubte den Vorsprung in der 37. Minute beim 68:48 sogar auf 20 Zähler und spätestens hier zweifelte niemand mehr am zweifelsohne verdienten Bayreuther Sieg.

Drei Fakten zum Spiel

Trey Lewis: Wieder einmal war Trey Lewis der Mann der Partie. Mit 17 Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists hatte der 24-Jährige entscheidenden Anteil am siebten Saisonsieg in Serie. Noch bemerkenswerter als diese Zahlen ist die Freiwurfbilanz des Guards. Immer, wenn er an die Freiwurflinie schreitet, können die Anschreiber die Punkte schon auf dem Spielberichtsbogen eintragen. In Frankfurt waren es diesmal bei sechs Versuchen sechs Treffer. Alle 31 Freiwürfe, die Lewis in dieser Saison bislang werfen durfte, gingen allesamt in den gegnerischen Korb!

Dreier: Schon vor der Partie sprach die Bilanz von der Dreierlinie klar für medi bayreuth. Im Saisonverlauf netzten Wachalski & Co. 41 Prozent ihrer Würfe ein, die Hessen nur 33 Prozent. In diesem Spiel war der Unterschied von jenseits der 6,75 Meter ein entscheidender Faktor. Während die Heroes Of Tomorrow 48 Prozent ihrer Dreier trafen (11/23), konnten die Fans der Hausherren nur einmal über einen Distanzwurf jubeln: Lediglich Topskorer Kwame Vaughn traf einen der insgesamt 14 Versuche der SKYLINERS.

Rebounds: Auch wenn die Bilanz am Ende nur 35:30 für medi lautete, so war die medi-Dominanz unter beiden Brettern spürbar. Vor allem unter dem eigenen Korb räumten Marei, Seiferth & Co. eindrucksvoll ab. Nur ein Offensivrebound war in Halbzeit eins auf Seiten der Hausherren zu verzeichnen. Assem Marei (8) und Andreas Seiferth (6) hatten die Lufthoheit klar auf ihrer Seite. Frankfurts Center Mike Morrison holte zwei Rebounds, Mahir Agva kam zu keinem einzigen.

Trainerstimmen

Raoul Korner (medi bayreuth): “Wir sind mit viel Respekt hierher gekommen. Frankfurt gehört zu den in der Defensive am besten geordneten Teams der ganzen Liga. Daher war uns bewusst, dass wir hier kein Offensivfeuerwerk abfackeln werden, sondern auch über die Defensive ins Spiel kommen müssen. Zu Beginn ist uns das teils teils gelungen. Da wir aber den Rebound gut kontrollieren konnten, sind wir im Spiel geblieben. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Schützen gut gefunden und die haben glücklicherweise auch ihre Würfe hochprozentig getroffen. Alles in allem war es ein wichtiger Auswärtssieg für uns, der gezeigt hat, dass wir auch über die Defensive in ein Spiel kommen können.”

Klaus Perwas (FRAPORT SKYLINERS): “Glückwunsch an Raoul und sein Team. Bayreuth spielt seit Saisonbeginn guten Basketball und tritt mit viel Selbstbewusstsein auf. Unsererseits war es heute keine gute Leistung. Die Defensive war zwar ordentlich, aber im Angriff haben wir noch zu viele Abstimmungsschwierigkeiten. Auch am Tempo und Rhythmus müssen wir noch arbeiten und Fehler abstellen.”

 

FRAPORT SKYLINERS vs. medi bayreuth

56:72 ( 12:18 - 11:15 - 18:23 - 15:16 )

 

FRAPORT SKYLINERS: VAUGHN 12 (4 Assists), Ibekwe 11 (8 Rebounds), MORRISON 10, ROBERTSON 9 (8 Rebounds, 4 Steals), SHIELDS 4, ILZHÖFER 4, Agva 3, Merz 2, Graves 1, Zeeb 0, Bonga 0.

Dreier: Vaughn 1.

medi bayreuth: LEWIS 17 (6 Assists), Marei 13 (8 Rebounds), Wachalski 9, LINHART 8 (6 Assists), ANDERSON 7, SEIFERTH 6, Amaize 5, BROOKS 5, Doreth 2.

Dreier: Lewis 3, Wachalski 3, Linhart 2, Anderson 1, Amaize 1, Brooks 1.

Schiedsrichter: Panther, Neubecker, Brendel.

Alle Statistiken unter http://www.easycredit-bbl.de/de/n/spielberichte/2016-17/nachbericht/2016-11-06-fra-bay