Fotos: Andreas Burrmann

Ein Hauch von Playoffs: Heroes Of Tomorrow empfangen den Vizemeister

In der Neuauflage des letztjährigen Viertelfinales geht es um Tabellenposition vier

Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga kommt es am Samstag um 18 Uhr in der Bayreuther Oberfrankenhalle zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Viertelfinales zwischen den Heroes Of Tomorrow und den EWE Baskets Oldenburg.

Soweit wie damals sind wir in dieser Saison jedoch noch lange nicht. Zehn beziehungsweise neun Spiele haben die Teams aus Bayreuth und Oldenburg noch vor der Brust, ehe es in der Bundesliga in die alles entscheidende Saisonphase gehen wird. Dennoch kommt der Partie am Samstag besondere Bedeutung zu. Bei einem Blick auf die Tabelle wird schnell deutlich, dass es für die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner im Duell mit den Niedersachsen nicht nur darum geht, den vierten Tabellenplatz zu verteidigen, sondern nach dem Erfolg im Hinspiel (89:88 am 4. Spieltag) mit einem weiteren Sieg auch den direkten Vergleich gegen die EWE Baskets für sich zu entscheiden.

Der amtierende deutsche Vizemeister kommt mit zuletzt drei Siegen in Folge (Jena, Tübingen, Bremerhaven) nach Bayreuth, wo für das Team um Kapitän Rickey Paulding nun jedoch extrem schwere Wochen beginnen werden. Nach dem Gastspiel in der Oberfrankenhalle geht es für die Oldenburger gegen den FC Bayern, nach Ludwigsburg, gegen Würzburg und am 30. Spieltag dann zum Meister nach Bamberg.

Rechtzeitig zum Spitzenspiel gegen die EWE Baskets steht in der Oberfrankenhalle ab diesem Wochenende nun auch die neue Hinterkorb-Tribüne, die rund 450 Zuschauern direkt unter der großen Anzeigetafel künftig bessere Sicht und Plätze bei den Heimspielen der Heroes Of Tomorrow bieten wird.

Das sagt Raoul Korner:

“Die Ausgangssituation ist relativ klar: Wir müssen Platz 4 verteidigen. Im Falle eines Sieges hätten wir den direkten Vergleich und einen Sieg Vorsprung. Im gegenteiligen Fall hätten wir es nicht mehr in der eigenen Hand den Heimvorteil für die Playoffs zu holen und dann würde natürlich auch der generelle Kampf um die Playoffs so richtig losgehen. Insofern sind die nächsten Spiele beginnend mit dem Heimspiel gegen Oldenburg für uns schon extrem wichtig.

Wir wissen natürlich, dass wir in unserer Halle jeden schlagen können. Zudem war der Sieg in Oldenburg ein wirklich schöner, aber davon können wir uns jetzt nichts mehr kaufen. Im Vergleich zur ersten Partie spielen sie jetzt ohne Bryon Allen dafür mit Armani Moore in einer anderen Besetzung. Wenn eine zentrale Figur aus dem Kollektiv herausgenommen, beziehungsweise getauscht wird, verändert sich immer das Gesicht einer Mannschaft, aber der Kern des Oldenburger Teams ist immer noch Rickey Paulding, Rasid Mahalbasic und Mickey McConnell.

Dennoch werden die Schlüssel, um dieses Spiel zu gewinnen, auf dem Parkett dieselben sein wie im Hinspiel und natürlich wird wieder viel von unserem Publikum abhängen.”

Die Top-Performer der EWE Baskets:

Punkte, Rebounds & Effektivität: Bei den Heroes Of Tomorrow gibt ein Österreicher an der Seitenlinie den Ton an - bei den Donnervögeln unter den Brettern. Mit Rasid Mahalbasic (Nr. 24) hat der Nachfolger des Ex-Bayreuthers Brian Qvale voll eingeschlagen. Der 27-jährige Center hat sich zum Dreh- und Angelpunkt im Oldenburger Spiel entwickelt. Dabei kommt dem 211 cm-Mann seine internationale Erfahrung durch Stationen in der Türkei, Kroatien, Slowenien, Polen, Tschechien, Kasachstan, Russland und zuletzt Spanien (Sevilla) zugute. Mahalbasic führt seine Mannschaft gleich in drei wichtigen Kategorien an: bei den Punkten (15,5), den Rebounds (6,5, davon 1,9 Offensivrebounds) und bei der Effektivität (20,5). Bei letzterem Wert ist er drittbester Spieler der Liga, bei den Punkten und Rebounds Siebtbester.

Assists: Als Micky McConell (Nr. 32) nach Oldenburg kam, trat er die Nachfolge von Chris Kramer an, der die Niedersachsen nach fünf Jahren gen Vilnius (Litauen) verlassen hat. Durch eine Spielzeit bei den Telekom Baskets Bonn in der Saison 2014/2015 kannte der Point Guard die easyCredit BBL bereits und dies kommt den EWE Baskets nun zugute. Der 28-jährige US-Amerikaner, der aus Obradoiro (Spanien) an die Hunte kam, ist mit 5,3 Assists pro Spiel bester Vorlagengeber seiner Mannschaft - dies bedeutet ligaweit Rang fünf. Zudem hat er nach Dauerbrenner Rickey Paulding (31:30 Minuten) mit rund 29 Minuten die zweitmeiste Spielzeit im Team und kommt dabei durchschnittlich auf glatte 12,0 Punkte.

Der bisherige Saisonverlauf:

Für den Vizemeister begann die Saison mit drei Siegen (Göttingen, Rockets, Jena) ehe im Hinspiel gegen die Heroes Of Tomorrow ein spannendes 88:89 für die erste Niederlage sorgte. In den folgenden Wochen musste man sich unter anderem in München (74:95) und Frankfurt (82:93) geschlagen geben. Ende November / Anfang Dezember setzte es drei Niederlagen in Serie (gegen Berlin 81:88, in Braunschweig 88:99, in Bonn 68:90), ehe gegen Bamberg ein 81:74 Heimsieg gelang.

Gegen den punktgleichen Tabellenvierten aus Bonn musste das Drijencic-Team auch im Rückspiel, Anfang Februar, den Rheinländern beim 82:86 die Punkte überlassen, was in der Tabelle den schlechteren direkten Vergleich bedeutet. Die letzte Auswärtsniederlage war auch gleichzeitig die letzte Niederlage des Teams, am 22. Spieltag verlor man Mitte Februar bei ALBA BERLIN mit 83:91. Zuletzt gab es dann drei Siege: in Jena (83:74), in Tübingen (92:61) und gegen Bremerhaven (85:73), was unter dem Strich aktuell 16 Siege aus 25 Spielen und Rang sechs bedeutet.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Durch die neue Hinterkorb-Tribüne bietet die Heimspielstätte der Heroes Of Tomorrow nun 3.400 Plätze. Einige davon sind auf dem neuen Schmuckstück noch frei. Karten für diese und andere Plätze für das Topspiel gegen die Donnervögel gibt es auf tickets.medi-bayreuth.de. Wer die Partie nicht live in der Halle verfolgen kann, hat wie immer die Gelegenheit, im Stream bei Telekom Sport und Entertain sowie im Radio bei Radio Mainwelle dabei zu sein. Jump ist am Samstag, 24. März, um 18 Uhr.