Fotos: Marcus Förster

Frankenderby: medi-Trommler Jürgen Schwarz zum 250. Mal in Folge aktiv

HEROES OF TOMORROW gegen s.Oliver Würzburg ohne Chance

Seit nunmehr 250 Spielen, ohne Unterbrechung versteht sich, gibt er alles, um sein Team lautstark mit der Trommel unterstützen zu können. Egal ob Bundesliga oder Champions League, egal wie viel Zeit, Geld und auch Kilometer quer durch Europa vonnöten waren - Jürgen Schwarz war bei den letzten 250 Partien von Bayreuths Basketballern immer mit am Start und hat sein Team bei Sieg oder Niederlage stets lautstark mit der Trommel unterstützt.

Dieses großartige Jubiläum voll machte der 52-Jährige am Dienstagabend, am 32. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga beim Heimspiel der HEROES OF TOMORROW gegen s.Oliver Würzburg, welches die Unterfranken vor 3.003 Zuschauern in der Bayreuther Oberfrankenhalle ungefährdet mit 99:84 (53:36) gewinnen konnten.

Die Partie war recht schnell entschieden, denn die Gäste beherrschten das Geschehen gleich von Beginn an und lagen bereits zur Pause weit voraus. medi kam nach dem Seitenwechsel zwar mit viel Schwung zurück aufs Parkett, doch diese Phase dauerte nur wenige Minuten, ehe die Unterfranken das Spiel erneut kontrollieren und sich weiter absetzen konnten. 25 Punkte betrug die Gästeführung Mitte des letzten Viertels, die Entscheidung in diesem Spiel zu Gunsten der Würzburger war jedoch bereits viel früher gefallen. 

Die Leistung seines Teams in der ersten Halbzeit bezeichnete medi-Head Coach Raoul Korner als einen Witz und eine Frechheit, weshalb er in der Pressekonferenz nach der Partie Trommler Jürgen Schwarz, wie auch allen anderen medi-Fans in der Halle seinen höchsten Respekt zollte: “Hut ab, dass sie das Team das gesamte Spiel über angefeuert haben und auch am Ende noch an der Bande standen, um abzuklatschen und zu applaudieren.”

Der Spielverlauf: 

Mit einigen Überraschungen wartete Head Coach Raoul Korner vor dem Spiel gegen s.Oliver Würzburg auf. So stand erneut Eric Mika anstelle von Hassan Martin sowie erstmals auch Nik Raivio in der Starting Five. Außerdem erhielt nach langer Pause auch David Stockton wieder eine Chance. Für ihn pausierte diesmal Gregor Hrovat. Obwohl medi die Anfangsphase nicht völlig verschlief (5:4 nach zwei Minuten), kamen die Unterfranken trotzdem schnell und besser in die Partie. Beim 20:10 war ihr Vorsprung bereits zweistellig und betrug am Ende des ersten Viertels noch immer acht Zähler (30:22).

Im zweiten Abschnitt lief es für die HEROES OF TOMORROW nicht wirklich besser. Nach kurzer Zeit war der Rückstand wieder bei über zehn Punkten. Das Team von Kapitän Bastian Doreth hatte dem schnellen und intensiven Spiel der Würzburger nicht viel entgegenzusetzen. Dementsprechend ging es mit 36:53 aus Bayreuther Sicht in die Halbzeit. 

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der HEROES OF TOMORROW. Mit einem 8:0 Lauf verkürzte medi bayreuth bis auf 46:56. In der Folge gab es sogar Möglichkeiten, noch näher an die Gäste heranzurücken. Aufgrund von Ballverlusten und leichtfertig vergebenen Chancen von medi, entschieden die Unterfranken aber selbst dieses Viertel mit 21:19 für sich.

Auch im letzten Spielabschnitt konnte Würzburg, dank der stark aufspielenden Xavier Cooks und Skyler Bowlin, die Führung stets souverän behaupten. Das Team von Head Coach Raoul Korner war nicht mehr in der Lage eine Aufholjagd zu starten und verlor letztendlich die Partie mit 84:99.

Der Teamvergleich:

Die Trainerstimmen:

Denis Wucherer (Head Coach s.Oliver Würzburg): “Ich bin natürlich zufrieden und froh, dass unsere Jungs heute auf Knopfdruck die richtige Einstellung und vor allem Energie gefunden haben, um heute gegen ein Bayreuther Team, was ich natürlich auch schon anders erlebt habe, so aufzutreten. Den Grundstein haben wir in der ersten Halbzeit gelegt, da wir ein gutes Teamspiel gezeigt haben. Wir hatten 13 Assists und haben über 40 Minuten, obwohl wir oft mit kleiner Aufstellung gespielt haben, sehr gut gereboundet. Über die gesamte Spielzeit geht der Sieg heute natürlich in Ordnung. Mich freut es, dass wir am Freitag vor den eigenen Fans gegen Bonn weiterhin die Chance haben, in die Playoffs zu kommen.” 

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Herzlichen Glückwunsch zum Sieg und natürlich auch zum Geburtstag. Ich bin jetzt seit 20 Jahren Profitrainer und ich habe mich noch nie so für eine Leistung geschämt wie heute. Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war ein Witz, eine Frechheit. Es spottet jeglicher Beschreibung. Jedes Wort wäre dafür zu wenig. Mir ist es zu tiefst unangenehm. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken und würde es am liebsten jetzt noch tun. Ich habe höchsten Respekt vor unseren Fans, denn ich wäre in der Halbzeit gegangen, hätte gepfiffen oder etwas geworfen. Sie haben uns trotzdem das ganze Spiel über noch angefeuert und am Ende standen sie sogar noch an der Bande und haben applaudiert. Ich erspare Ihnen und mir weitere Worte, denn alles was zu sagen ist, wurde von den Spielern in den 40 Minuten gesagt, dem ist nichts weiter hinzuzufügen.”

medi bayreuth vs. s.Oliver Würzburg  84:99 (22:30 - 14:23 - 19:21 - 29:25)

medi bayreuth: MIKA 16 (8 Rebounds), Thomas 4, ROBERTSON 4, Anderson 0, Stockton 19, DORETH 7 (8 Assists), Seiferth 3, Wachalski, Meisner 4, BROOKS 13, RAIVIO 14, Krug 0.

s.Oliver Würzburg: Hadenfeldt 0, COOKS 15 (8 Rebounds), BOWLIN 18, Fischer 2, Albus 4, Koch 6, WELLS 14 (6 Assists), OLIVER 13, MORRISON 14, Hoffmann 0, Loesing 13.

Der Ausblick:

Am kommenden Freitag, 10. Mai, steht das letzte Heimspiel der HEROES OF TOMORROW in dieser Saison an. Um 19:00 Uhr kommt es zum Derby gegen den oberfränkischen Rivalen, Brose Bamberg.

Tickets für die Partie sind online unter tickets.medi-bayreuth.de oder im Fanshop in der Brunnenstraße 7 in Bayreuth erhältlich.