Fotos: Ochsenfoto

Geschafft! medi steht in der Gruppenphase der Champions League

HEROES OF TOMORROW besiegen Polski Cukier Torun mit 86:73

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende gelingt den HEROES OF TOMORROW der Einzug in die Gruppenphase der Basketball Champions League. Nach dem 73:73 im Hinspiel beim polnischen Pokalsieger Polski Cukier Torun gewann die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner das Rückspiel vor 2.589 Zuschauern am Donnerstagabend in der Bayreuther Oberfrankenhalle mit 86:73 (40:41).

In Addition beider Spiele konnten die HEROES OF TOMORROW somit das Duell gegen den polnischen Vertreter mit 159:146 für sich entscheiden und den noch vakanten Platz in der Champions League Gruppe D erkämpfen.

Das sagt Andreas Seiferth:

“Erstmal freue ich mich, dass wir dieses Jahr wieder in der Champions League spielen dürfen. Es war kein leichtes Spiel, mit dem ungewöhnlichen Unentschieden in Polen im Rücken, aber wir haben gesehen, dass wir dann die tiefere Mannschaft am Ende waren und uns hier auch zu Gute kam, dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr komplett waren. Darauf können wir aufbauen. Wir freuen uns jetzt alle auf das Spiel am Sonntag in Berlin.”

Der Spielverlauf:

Von Beginn an ließen beide Mannschaften keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie in diesem Do-or-die-Spiel in die Gruppenphase der Champions League einziehen wollten. So entwickelte sich ein intensives und spannendes Spiel, in dem zunächst die Polen ihre Nerven besser im Griff hatten. Vor allem durch Aaron Cel konnte sich Torun einen zwischenzeitlichen acht Punkte Vorsprung herausspielen. Ab Mitte des Viertels kam aber auch medi immer besser ins Spiel und sicherte sich, angeführt von einem bärenstarken Adonis Thomas, die Führung nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Viertel entwickelte sich ein Spiel mit Runs auf beiden Seiten mit mehreren Führungswechseln. Waren es zunächst die HEROES OF TOMORROW, die sich leicht abzusetzen schienen, konterte die Mannschaft vom besten Polen an diesem Abend, Rob Lowery, ihrerseits und zog den Burschen von Raoul Korner wieder davon. medi bayreuth ließ sich aber davon nicht beeindrucken und gestaltete das Spiel bis zur Halbzeit wieder ausgeglichen.

Nach der Pause setzte sich das ausgeglichene Spiel fort. Keiner der beiden Kontrahenten konnte sich entscheidende Vorteile erarbeiten. Dennoch wurden erste Vorteile für medi bayreuth sichtbar. Zum einen die tiefer besetzte Mannschaft, aus der nun besonders Andreas Seiferth und Gregor Hrovat herausstachen, zum anderen war es eine unterdurchschnittliche Freiwurfquote der Polen, die medi eine fünf Punkte Führung nach 30 Minuten bescherte.

Im entscheidenden Viertel konnte medi bayreuth diese Vorteile immer mehr ausnutzen. Angetrieben von einem wurfstarken Kapitän Bastian Doreth (3/3 Dreier), setzte sich medi immer weiter ab. Im ersten Spiel nach seiner Verletzung konnte nun auch Hassan Martin wichtige Akzente setzen. Ebenso trugen auch Lukas Meisner mit zwei wichtigen Steals und ein enorm effektiver Kassius Robertson (bester +/- Wert aller Spieler) entscheidend zum Sieg bei. Am Ende stand somit ein überzeugender 86:73 Sieg auf der Anzeigetafel, der den Einzug in die Gruppenphase der Champions League bedeutet. Diese beginnt bereits am nächsten Dienstag, 9. Oktober um 20 Uhr, mit dem ersten Heimspiel gegen Besiktas Sompo Japan Istanbul, an die man in Bayreuth noch beste Erinnerungen aus der vergangenen Saison haben dürfte.

Der Teamvergleich:

Die Champions League Gruppen:

Neben medi bayreuth konnten sich in der Qualifikation auch die Teams von Fribourg Olympic (SUI), Nanterre 92 (FRA), Nizhny Novgorod (RUS), UCAM Murcia (ESP) und Telenet Giants Antwerp (BEL) durchsetzten und sich einen Platz in der Gruppenphase erspielen.

Grafik: Basketball Champions League

Trainerstimme:

Raoul Korner (medi bayreuth): “Ich glaube, das zwei Faktoren ausschlaggebend waren:  Zum einen unsere Tiefe. Wir konnten heute erstmals auf den gesamten Kader zurückgreifen. Man hat gesehen, dass jeder der elf eingesetzten Spieler heute seinen Beitrag geleistet hat und damit einen wichtigen Beitrag zum Sieg. Das war der erste Grund. Bei Torun haben sie sich auf acht bis neun Leute beschränken müssen, daher ist dann am Ende vielleicht etwas die Luft ausgegangen, da das Spiel so intensiv war.

Der zweite große Faktor waren sicherlich die Fans, die uns noch einmal, gerade gegen Ende, gepusht haben und uns das gegeben haben, was man braucht, wenn die Beine müde sind und das ist diese extra Portion Energie und dafür ein großes Dankeschön!”

medi bayreuth vs. Polski Cukier Torun 86:73 (23:20 - 17:21 - 22:16 - 24:16)

medi bayreuth: THOMAS 13 , Robertson 12 (5 Assists), Stockton 3, DORETH 11, Seiferth 14, Martin 8, Wachalski 0, HROVAT 13 (5 Rebounds), Meisner 0, DIMEC 4, BROOKS 8 (5 Rebounds), Krug.

Polski Cukier Torun: LOWERY 19 (5 Rebounds / 4 Assists), ?nieg 4, CEL 13, Sulima 0, WISNIEWSKI 14, Ratajczak, Diduszko 2 (5 Rebounds), MBODJ 5, Karnowski 8, GRUSZECKI 8, Perka 0.

Der Ausblick:

Vor dem Start der Gruppenphase in der Basketball Champions League am kommenden Dienstag mit dem Heimspiel gegen Besiktas Sompo Japan Istanbul (Spielbeginn ist um 20:00 Uhr), steht nun zuvor am kommenden Sonntag noch ein echter Härtetest auf dem Programm der HEROES OF TOMORROW. Im BBL-Pokal geht es für medi bayreuth in die Bundeshauptstadt zu ALBA BERLIN. Spielbeginn in der Max-Schmeling-Halle ist am Sonntag um 15 Uhr.