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Heroes Of Tomorrow am „Rickey-Day“ zu Gast in Oldenburg

medi bayreuth will nächsten großen Schritt im Kampf um Platz vier machen

Gerade einmal 48 Stunden nach dem nervenaufreibenden Heimsieg nach Verlängerung gegen Frankfurt müssen die Heroes Of Tomorrow am Samstagabend erneut ran. Rund 600 Kilometer von der heimischen Oberfrankenhalle entfernt ist medi bayreuth am 31. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga zu Gast bei den EWE Baskets Oldenburg. Mit einem Auswärtssieg könnte das Team von Head Coach Raoul Korner dabei einen möglicherweise bereits vorentscheidenden Schritt in Richtung Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde tun. Die Aufgabe gegen den deutschen Meister von 2009 wird jedoch eine extrem schwere, da auch die Donnervögel jeden Sieg im Kampf um die Teilnahme an der Post-Season benötigen. Sprungball in der EWE Arena ist am Samstagabend um 20:30 Uhr.

Das sagt Raoul Korner

“Das Spiel in Oldenburg wird sicherlich eine Mammut-Aufgabe und zwar gleich aus mehreren Gründen. Zum einen, weil wir doch viel mentale wie auch physische Substanz im Spiel gegen Frankfurt gelassen haben. Zum anderen ist es eine der längsten Auswärtsfahrten und da ist es mit der Regeneration nicht so gut bestellt. Oldenburg hat da den Vorteil, dass sie schon einen Tag früher gespielt haben. Für sie geht es noch um die Playoff-Qualifikation, Oldenburg ist da noch im Kampf mitten drin. Für uns geht es nach wie vor um Platz vier im Duell mit Bonn, die jetzt vier lösbare Aufgaben vor der Brust haben. Wir brauchen also zumindest noch zwei Siege und da würde ein Auswärtssieg natürlich ganz gut tun. Die ganze Situation mit diesem Doppelspieltag ist für uns auch ein wenig eine Playoff-Generalprobe mit dieser hohen mentalen und physischen Belastung. Perfekt also, um schon einmal vorzutesten für eine Playoff-Serie."

Die Stützen im Team der EWE Baskets Oldenburg

Kein Weg führt an ihm vorbei: Rickey Paulding. Zu Ehren des langjährigen Mannschaftskapitäns steht die Partie gegen die Heroes Of Tomorrow ganz im Zeichen des 34-Jährigen, der seit zehn Jahren für die Niedersachsen spielt und am Ostersamstag zum 390. Mal (!) das Oldenburger Trikot überstreift. Der älteste Spieler im Kader führt die Mannschaft nicht nur durch seinen unermüdlichen Einsatz an. Auch nach Punkten liegt Paulding mit im Schnitt erzielten 16,1 Zählern vorne.

Noch gut erinnert man sich in Bayreuth an Center Brian Qvale, der in der Saison 2013/2014 für medi bayreuth spielte. Seit zwei Jahren ist er nun ein ganz wichtiger Faktor unter beiden Brettern für die Oldenburger. Neben 15 Punkten pro Spiel gehört er mit 6,2 Rebounds zu den zehn besten Akteuren der Liga in dieser Kategorie. Außerdem ist Qvale dritteffektivster Spieler mit einem durchschnittlichen Wert von 17,5.

Qvale in der Effektivität kaum etwas nach steht Chris Kramer. Der Shooting Guard, der im bereits fünften Jahr für die Niedersachsen spielt, kommt im Schnitt auf einen Wert von 17,2 und rangiert somit ligaweit direkt hinter Qvale. Auch er ist einer der Energizer im Team, der immer wieder einmal für einen wichtigen Dreier gut ist. Neben elf Punkten pro Einsatz kommt er auf starke 5,5 Rebounds und ist mit 6,4 Assists bester Vorlagengeber seiner Mannschaft (Platz zwei in der easyCredit BBL).

Oldenburg droht aus dem Playoff-Rennen auszuscheiden

Erstmals seit der Saison 2011/2012 droht den EWE Baskets das Verpassen der Playoffs. Nach Hauptrundenrang zwei im Vorjahr stehen die Donnervögel aktuell nur auf Platz neun. Bislang holten die Niedersachsen 15 Siege aus 28 Spielen, genau so viele wie die MHP RIESEN Ludwigsburg (7.) und die GIESSEN 46ers (8.). Im direkten Dreiervergleich haben die Oldenburger allerdings gegenüber den beiden Kontrahenten das Nachsehen.
Das Restprogramm hat es dabei in sich: Nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen medi bayreuth geht es noch dreimal auf Reisen. Die Stationen heißen München, Jena und Bonn. 
In den letzten Wochen gab es Licht (Siege über Berlin und Ludwigsburg) aber auch Schatten (Niederlagen in Gießen, Würzburg und Vechta). Vor
 allem auf fremdem Parkett taten sich die Oldenburger dabei immer wieder schwer und gewannen nur vier von bislang 13 Spielen. Durch die Heimstärke (elf Siege aus 15 Spielen) ist die Mannschaft von Mladen Drijencic trotzdem noch auf Schlagdistanz zu einem der Playoff-Plätze.

Das Hinspiel

Das erste Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison war geprägt von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Während die Gäste aus Oldenburg den ersten Abschnitt klar beherrschten und mit einer zwölf-Punkte-Führung in die Halbzeit gingen, gehörte die zweite Hälfte eindeutig den Heroes Of Tomorrow. Mit großer Leidenschaft drehten Bastian Doreth & Co. die Partie letztlich noch zu ihren Gunsten und siegten am Ende mit 80:71 (35:47). Beste Werfer der Gäste waren Brian Qvale mit 22 sowie Rickey Paulding und Vaugh Duggins mit je 15 Zählern. Für medi trafen Nate Linhart mit 17 und Andreas Seiferth mit 12 Punkten am besten.

Ewige Bundesliga-Bilanz

17 Spiele – 8 Siege / 9 Niederlagen
in Bayreuth: 6-3 / in Oldenburg: 2-6
Letzter Auswärtssieg: 17. Oktober 1987 - Oldenburger TB - Steiner Bayreuth 82:127 (34:65)

Live dabei in der EWE Arena

Einmal mehr wird ein Spiel von medi bayreuth von Telekom Basketball im Courtside-Format übertragen. Beim Spiel bei den EWE Baskets Oldenburg, das am Ostersamstag, 15. April, um 20:30 Uhr beginnt, erhalten die Fernsehzuschauer einen noch besseren Einblick rund um den Spieltag. Natürlich übertragen auch Radio Mainwelle und Radio Galaxy Bayreuth die Partie live und in voller Länge.

Fotos: Ulf Duda