Hier sollte der ein oder andere Neu drin sein!

HEROES OF TOMORROW auf Spielersuche in den Vereinigten Staaten von Amerika

Raoul Korner und Matt Haufer machen sich auf zur NBA Summer League in Vegas

Alle Jahre wieder. Der Trip in die Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt zur NBA Summer League ins Spielerparadies von Las Vegas, ist für medi Head Coach Raoul Korner seit Jahren ein ebenso fester Termin im Kalender, wie das Trainingslager mit seiner neuformierten Mannschaft zum Start der Saisonvorbereitung in Innsbruck. In diesem Jahr wird der österreichische Cheftrainer erstmals von seinem sportlichen Leiter, Matt Haufer, in den US-Bundesstaat Nevada begleitet, wo sich beide auf die Suche nach den noch fehlenden Spielern für das Team der HEROES OF TOMORROW für die Saison 2019/20 machen werden. Kurz vor der Abreise in die Staaten haben wir mit Matt Haufer über die Spielersuche und die To Dos in Las Vegas gesprochen.

Matt, bevor wir nach Amerika blicken … wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Recruiting-Prozess?

“Bisher bin ich mit dem Recruiting doch sehr zufrieden, denn es sind auf den einzelnen Positionen bisher unsere absoluten Wunschspieler, die wir verpflichten konnten. Man sieht das ja auch daran, dass wir sie schon so früh verpflichtet haben. James Woodard zum Beispiel war der allererste Spieler überhaupt, mit dem ich an Raoul herangetreten bin. Insgesamt haben wir sehr schnell bei der Teamzusammenstellung angefangen. Jetzt dauert es hingegen wieder etwas, denn nach den Spieler, die aus kleineren Ligen kommen und somit vielleicht bei manch anderem Klub noch etwas unter dem Radar lagen, schaut man sich jetzt unter anderem unter den Spielern um, die beispielsweise bei der Summer League auftreten und einfach noch die NBA im Kopf haben. Da muss man einfach auch etwas Geduld haben und deshalb ist es ganz logisch, dass unser anfangs doch rasantes Recruiting jetzt wieder etwas langsamer geworden ist.”

Am Sonntag geht es für dich und Raoul nach Las Vegas. Was steht auf euren Zettel?

“Beim Blick auf unser Team lässt sich ein ganz einfaches To Do finden, nämlich lass uns drei Spieler finden. Natürlich werden wir diese drei Spieler nicht alle bei der Summer League finden, aber es sind ja auch viele Agenten da, mit denen wir uns austauschen über Spieler, die in Las Vegas überhaupt nicht eingreifen. Aber klar geht es darum, die drei noch offenen und auch sehr wichtigen Spots noch zu besetzen, wir reden ja hier über unseren kompletten Starting Front-Court mit den Positionen 3, 4 und 5. 

Darüber hinaus geht es auch darum, Spieler zu beobachten, die in ein oder zwei Jahren vielleicht für uns von Interesse sein werden. Klar geht es auch darum Kontakte zu knüpfen, zu netzwerken und um Infos und Fakten für die Datenbank zu sammeln.”

Wieviel Basketball steht pro Tag so auf dem Programm?

Wir werden so viele Spiele wie möglich von der NBA Summer League selbst natürlich verfolgen. Da dann auch entsprechend bewaffnet mit Kaderlisten zu den einzelnen Spielern mit Stärken und Schwächen hineingehen. zudem gibt es daneben auch noch eine Vielzahl an Camps von Agenturen, wo man sich auch noch zusätzlich Spieler anschauen kann, die keinen Platz in der NBA Summer League bekommen haben. 

Es wird mit Sicherheit keine Urlaubsreise werden, ich bin auch kein ultimativer Fan von der Stadt Las Vegas. Acht bis zehn Stunden Basketball pro Tag aber werden es mit Sicherheit allein in der Halle werden. Dazu kommen dann noch die Treffen mit Agenten und Scouts, die man übers Jahr ganz einfach nur kontaktiert aber eben nie sieht und meistens doch noch die ein oder andere Information über Spieler haben, an die man hier aus Deutschland so einfach gar nicht kommen kann.”

Womit kommt ihr aus Las Vegas zurück?

Schön wäre es natürlich, wenn wir drei exzellente Spieler mitbringen könnten, die uns auf den jeweiligen Position weiterbringen. Man muss aber doch ganz klar sagen, dass es in Vegas nicht mehr so ist, wie noch vor einigen Jahren. Damals fand man hier noch eine richtig große Auswahl an Spielern vor, aber mittlerweile sind es beim Blick auf die 13, 14 Spieler umfassenden Kaderlisten der NBA-Teams schon von vornherein sieben oder acht Spieler die man streichen kann, da sie entweder bereits einen festen NBA-Vertrag haben, gedraftet wurden oder eben mit sogenannten two-way-contracts an die jeweiligen NBA-Klubs gebunden sind. Es bleiben letztlich also pro Team gerade einmal zwei bis vier Spieler übrig, bei denen man eine realistische Chance hat, diese zu verpflichten.”

Mit Eric Mika, Trey Lewis, Gabe York, Kassius Robertson und Adonis Thomas werdet ihr in der Summer League gleich mehrere bekannte Spieler wiedersehen!

Man hätte in der Tat eine medi ALLSTARS Truppe zusammenstellen können, die mit Sicherheit auch nicht jedes Spiel in der Summer League verlieren würde. Das ist schon auch toll zu sehen. Man sieht, dass der Weg nach Bayreuth kein schlechter ist und genau das versuchen Raoul und ich natürlich auch immer wieder bei den Agenturen zu platzieren. Wir können mittlerweile nachweisen, dass Spieler bei uns eben ihren nächsten Karriereschritt machen können. Genau das ist mit unserer HEROES OF TOMORROW-Philosophie ja auch unser Anspruch. Neben den Spielern, die du bereits angesprochen hast, ist auch Hassan Martin ein hervorragendes Beispiel. Er hat in der letzten Saison hier in der Summer League wirklich richtig abgeliefert, sich dann für medi bayreuth entschieden und nun, obwohl er so lange verletzt war, einen extrem guten Vertrag bei einer sehr guten Mannschaft unterschreiben können. Diesen Ruf, dass sich Spieler für spätere Aufgaben eben hervorragend positionieren können, haben wir uns mittlerweile erarbeitet und vielleicht hilft er uns ja auch diesmal, um einen Coup landen zu können.”