Fotos: Basketball Champions League / Ochsenfoto

HEROES OF TOMORROW besiegen Petrol Olimpija Ljubljana mit 82:71

Platz 6 für medi nach dem Sieg von Klaipeda jedoch nicht mehr erreichbar

In ihrem letzten Heimspiel in der diesjährigen Champions League Saison haben die HEROES OF TOMORROW am Mittwochabend nochmals einen Sieg feiern dürfen. Gegen den slowenischen Serienmeister, Petrol Olimpija Ljubljana, siegte das Team von Head Coach Raoul Korner mit 82:71 (42:43) und erkämpfte sich so im 13. BCL-Saisonspiel den insgesamt fünften Erfolg.

Die 2.237 Zuschauer in der erneut gut gefüllten Oberfrankenhalle sahen eine kampfbetonte Partie, in der die Gäste aus Slowenien vor allem beim Rebound zunächst klare Vorteile hatten. Der insgesamt schwachen Wurfquote der Mannschaft von Trainer Sasa Nikitovic war es aus Bayreuther Sicht jedoch zu verdanken, dass medi bayreuth auch nach einer Schwächephase zu Beginn des zweiten Viertels mit knapp fünf Minuten ohne jeglichen Punkt, nur einen einzigen Zähler Rückstand zur Pause hatte. Angeführt von Kapitän Bastian Doreth und dem wieder einmal bärenstarken De’Mon Brooks legten die HEROES OF TOMORROW in der zweiten Halbzeit einen Gang zu. Langsam aber kontinuierlich setzte man sich nun Punkt um Punkt von den Slowenen ab und baute die Führung bis auf 69:57 knapp sechs Minuten vor Spielende aus.

Am Ende stand ein verdienter Sieg des Teams von Head Coach Raoul Korner zu Buche, der in der Tabelle der Champions League Gruppe D jedoch keinerlei Auswirkungen mehr für medi bayreuth hat. Da Neptunas Klaipeda sein Auswärtsspiel in Patras mit 82:69 gewinnen konnte, kann man die Litauer auch mit einem Sieg am letzten Spieltag in der Svyturio Arena nicht mehr einholen und wird die Gruppenphase auf Platz sieben beenden.

Das sagt Lukas Meisner:

„Zunächst einmal bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich glaube, dass es gerade nach dem letzten schweren Monat ein sehr wichtiger Sieg für uns war. Wir haben heute eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, allerdings hatten wir offensichtliche Probleme in der Defensive beim Rebound. Insgesamt denke ich aber, dass wir die bessere Mannschaft waren und dementsprechend den Sieg verdient haben.

Der Spielverlauf:

Im letzten Heimspiel der diesjährigen Basketball Champions League gegen Petrol Olimpija Ljubljana musste medi bayreuth erneut ohne Andreas Seiferth auskommen, so dass Head Coach Raoul Korner der gleichen Starting Five wie am vergangenen Sonntag gegen die Bayern das Vertrauen schenkte. Zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die HEROES OF TOMORROW leichte Vorteile auf ihrer Seite hatten. Über Adonis Thomas, Kassius Robertson und De’Mon Brooks kamen man immer wieder zu guten Abschlüssen. Ljubljana hielt vor allem dank starker acht Offensivrebounds dagegen. Da Bayreuth aber die wesentlich bessere Feldwurfquote hatte, gingen die ersten zehn Minuten mit 24:18 an medi.

Im zweiten Spielabschnitt sollte sich an den bis dato gemachten 24 Bayreuther Punkten lange Zeit nichts ändern. In der Offensive wollten die Würfe plötzlich nicht mehr fallen und in der Defensive hatte man den Slowenen lange Zeit nicht viel entgegenzusetzen. Wiederholt kamen sie durch Marvin Jones zu einfachen Korberfolgen, so dass Raoul Korner nach einem 0:11 Lauf gezwungen war, seine erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte Wirkung und Kapitän Bastian Doreth konnte nach fast fünf Minuten per Dreier die ersten Bayreuther Zähler des zweiten Abschnitts markieren. Die HEROES OF TOMORROW lagen jetzt zwar immer knapp im Hintertreffen, waren aber wieder auf Augenhöhe mit ihrem Gegner. Mit einem knappen 42:43 Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel konnte die Mannschaft von Sasa Nikitovic ihren Vorsprung zunächst behaupten. Auf jeden Versuch von medi, den Rückstand aufzuholen, hatten sie die passende Antwort. medi bayreuth intensivierte jetzt aber zusehends seine Verteidigungsarbeit, wodurch man keine leichten Korberfolge mehr zuließ. So konnte Adonis Thomas Mitte des Viertels die Führung für sein Team wieder zurück erobern. Auf Seiten der Slowenen gelang jetzt nicht mehr viel, so dass schon ein solides Spiel auf Bayreuther Seite genügte, um sich bis zur Viertelpause auf 60:55 abzusetzen.

Im letzten Spielabschnitt machten die HEROES OF TOMORROW schnell klar, dass sie sich dieses Erfolgserlebnis nicht mehr nehmen lassen wollten. Beim Stand von 69:57, knapp sechs Minuten vor dem Ende, war der größte Vorsprung erreicht. Im Anschluss hielt man Ljubljana abgeklärt auf Distanz. Mit starkem Einsatz in der Defense und den richtigen spielerischen Mitteln in der Offensive widerstand medi jedem Versuch einer Aufholjagd der Slowenen. Letztlich setzten sich die Burschen von Raoul Korner dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 82:71 durch.

Der Teamvergleich:

Die Trainerstimmen:

Sasa Nikitovic (Head Coach Petrol Olimpija Ljubljana): „Das war ein schweres Spiel für uns. Meine Mannschaft war motiviert und aggressiv und hat alles gegeben. 23 Offensivrebounds zeigen, wie aggressiv und motiviert wir waren. Unsere Wurfquote lag jedoch bei nur 37 Prozent und nur 20 von 64 Würfen aus dem Zweipunktebereich fanden ihr Ziel. Zudem haben wir leichte Korbleger liegen lassen. Dennoch haben wir dieses Spiel kontrolliert und hatten es in der Hand zu gewinnen. Am Ende der Partie hat das erfahrenere Team gewonnen, da sie in der entscheidenden Phase einige wichtige Dreier gemacht haben. Was soll ich sagen, wir haben wieder verloren, aber wir haben Einsatz gezeigt und waren Bayreuth ein starker Gegner.“

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): „Glückwunsch an meine Spieler zum Sieg. Für uns war es wichtig zu gewinnen, obwohl es am Ende in der Tabelle um nichts mehr ging. Aber die Mannschaft brauchte mal wieder einen Erfolg und auch unsere Fans haben sich den Sieg verdient. Wir waren so nahe dran gegen München und wollten unsere Fans unbedingt mit einem Sieg belohnen. Sie sind zu jedem Champions League Spiel in die Halle gekommen und haben uns die komplette Saison über toll unterstützt. Wir wollten den Wettbewerb zu Hause mit einem Sieg abschließen und das war genau das, was wir gemacht haben. Dies war für unsere Fans! Vielen Dank, dass sie die Halle gefüllt haben. Wir wissen das zu schätzen, denn wir waren eine der wenigen Mannschaften, bei denen die Halle immer gut gefüllt war.

Ein paar Worte noch zum Spiel: In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Probleme in der Defensive. Das erste war, dass wir die Rebounds nicht geholt haben und das zweite, dass wir uns gegenseitig nicht geholfen haben. Deshalb hatte der Gegner am Ende der ersten Halbzeit zu viele Punkte auf dem Scoreboard stehen. Im zweiten Spielabschnitt haben wir noch immer keine Rebounds geholt, aber wir haben uns besser gegenseitig geholfen. Die Kombination aus Krankheit und Foulproblemen auf der Position unter dem Korb ist eine kleine Erklärung für die schlechte Reboundleistung, aber eben nicht die einzige. Ich glaube, wir waren heute einfach nicht physisch genug, um den Ball dort zu bekommen. Trotzdem haben wir einen Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben eine solide zweite Halbzeit gespielt und ich bin froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten.“

medi bayreuth vs. Petrol Olimpija Ljubljana 82:71 (24:18 - 18:25 - 18:12 - 22:16)

medi bayreuth: MIKA 7, THOMAS 22, ROBERTSON 15, STOCKTON 2 (4 Assists), Doreth 12, Wachalski 0, Hrovat 0, Meisner 4, Perschnick, BROOKS 20 (13 Rebounds), Raivio 0, Krug.

Petrol Olimpija Ljubljana: Jones 15, Tratnik 4, Span, LAZIC 16, Samanic 9 (7 Rebounds), SIMONOVIC 4, Lapornik, Badzim 16 (8 Assists), SANON 7, REBEC 0, Radulovic, KASTRATI 0.

Der Ausblick:

Nach dem letzten Champions League Spiel in eigener Halle muss das Team von Raoul Korner am kommenden Samstag, 2. Februar, in die Bundeshauptstadt nach Berlin reisen. Um 18:00 Uhr treffen die HEROES OF TOMORROW in der Mercedes-Benz Arena dann auf den Tabellenvierten der easyCredit Basketball Bundesliga, auf ALBA BERLIN.