Foto: Ulf Duda

Heroes Of Tomorrow erwartet in Oldenburg ein “harter Brocken”

medi bayreuth will aktuelle Siegesserie bei den EWE Baskets weiter ausbauen

Er wird zwangsläufig kleiner werden, der Kreis der ungeschlagenen Teams in der easyCredit BBL, wenn medi bayreuth am 4. Bundesliga-Spieltag zu Gast bei den EWE Baskets Oldenburg sein wird. Beide Mannschaften sind mit einem perfekten Start von drei Siegen in Serie in die Saison gestartet und so kommt es am Freitag (13.10.) um 19 Uhr in der EWE Arena nun zum Spitzenspiel des Tabellendritten beim Zweiten.

Die Siegesserie der Heroes Of Tomorrow hat sich durch den Erfolg in der Basketball Champions League am Dienstag bei Rosa Radom sogar auf vier Spiel erhöht. Die Oldenburg hingegen mussten bei ihrem BCL-Start eine Niederlage hinnehmen. Gegen den russischen Vertreter von Enisey Krasnoyarsk (86:89) verlor die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic erstmals.

Mit Qvale, Kramer, Duggins, Mihailovic, Lockhart, Mädrich und Freese hat der Vizemeister viele Spieler ziehen lassen. Den Verantwortlichen der Donnervögel ist es aber gelungen, um Routinier Rickey Paulding eine neue Mannschaft zu formieren, die man auch in dieser Saison mit Sicherheit wieder ganz weit vorne erwarten muss.

Auch wenn im Vergleich zum Gastspiel in Ulm, die Favoritenrolle diesmal sogar noch deutlicher auf Seiten der Gastgeber liegt, gehen die Heroes Of Tomorrow selbstbewusst und unbeeindruckt in die Partie, um im vierten Saisonspiel bereits den dritten Auswärtssieg nach Bayreuth zu holen.

Wie schon beim Champions League Auftakt in Radom, muss medi Head Coach Raoul Korner jedoch auch in Oldenburg auf John Cox verzichten. Die lange Anreise nach Niedersachsen wäre für die muskulären Probleme des 36-Jährigen aktuell eher kontraproduktiv, so die medizinische Abteilung von medi bayreuth. Aus diesem Grund befindet sich John Cox in Bayreuth in intensiver Behandlung, wo man bis Sonntag einen Einsatz im Heimspiel gegen Science City Jena zu realisieren versucht.

Das sagt Head Coach Raoul Korner

„Die Oldenburger Mannschaft wurde im Vergleich zum Vorjahr an wichtigen Positionen doch wesentlich verändert. Meiner Ansicht nach sind sie dadurch individuell sogar noch besser geworden und verfügen jetzt noch über variablere Scoringmöglichkeiten. Rasid Mahalbasic gibt ihnen neben seiner enormen Präsenz zudem sehr gute Passqualität von der Center-Position, die sie bislang nicht hatten. Bryon Allen ist ein Amerikaner, der aus allen Lagen scoren kann und mit Mickey McConnell haben sie einen Point Guard, der sowohl das Spiel organisieren, als auch den Ball wirklich gut werfen kann. Dazu gibt ihnen Tadda qualitativ hochwertige Minuten auf beiden Enden des Feldes. Insgesamt sehe ich somit eine stärkere Mannschaft, als sie das letztes Jahr waren. Um Rickey Paulding, der ja bekanntlich auch nicht älter wird, ist zudem ein Grundkern des letztjährigen Teams geblieben. Das wird für uns schon ein harter Brocken.”

Die Key-Player der Oldenburger

Mickey McConnell: In große Fußstapfen tritt Mickey McConnell. Der US-Amerikaner löst nach fünf Jahren Chris Kramer im Spielaufbau ab. Mit dem 28-Jährigen haben sich die EWE Baskets einen erfahrenen Point Guard geholt, der auch schon in Deutschland aktiv war: Der 183 große Absolvent der Saint Mary’s University spielte in der Saison 2014/2015 für die Telekom Baskets Bonn. Danach zog es McConnell nach Frankreich (Châlons-Reims) und Spanien (Obradoiro). Für den Vizemeister erzielte er bislang im Schnitt 13,0 Punkte und legte 3,7 Assists auf. McConnell war am College übrigens auch ein hervorragender Baseball-Spieler. 2011 wurde er sogar von den Los Angeles Dodgers gedraftet.

Rasid Mahalbasic: Trotz seiner erst 26 Jahre hat der neue Center im Oldenburger Team - Nachfolger des Ex-Bayreuthers Brian Qvale - schon viel Erfahrungen in Europa sammeln können. Mit gerade einmal 19 Jahren stattete ihn das türkische Spitzenteam von Fenerbahce Istanbul mit einem Vertrag über sechs Jahre aus, welcher allerdings 2012 aufgelöst wurde. Die meiste Zeit wurde der österreichische Nationalspieler nach Bursa (Türkei) und Split (Kroatien) ausgeliehen. Danach zog es den 211 cm-Mann von Slowenien über Polen, Tschechien, Kasachstan, Russland, erneut in die Türkei und zuletzt über Spanien (Sevilla) nach Oldenburg. Seine Bilanz aus drei Spielen: 16,0 Punkte, 7,7 Rebounds.

Bryon Allen: Der erste Oldenburger Neuzugang auf den Kontingentstellen war Byron Allen. Warum dies so war, bewies der aus Nymburk (Tschechien) gekommene US-Amerikaner in den ersten drei Saisonspielen. Im Schnitt sammelte er 21,3 Punkte. Im Auftaktspiel in Göttingen startete er mit 30 Zählern (5 Dreier). Dazu kommen starke 7,0 Rebounds und 5,3 Assists. Der Shooting Guard ist auch in der Defensive extrem stark und schließt bislang die Lücke, die Vladimir Mihailovic und Vaughn Duggins hinterlassen haben, problemlos.

Was haben die Oldenburger auf den deutschen Positionen zu bieten?

Bereits im dritten Jahr steht der 28-jährige Small Forward Philipp Schwethelm bei den Niedersachsen unter Vertrag. Nicht zuletzt seine Dreierstärke macht den früheren Nationalspieler (6,7 PpS.) zu einer gefährlichen Option im Angriff der Donnervögel. Gleiches gilt für einen aktuellen Nationalspieler, der ebenso wie auch Schwethelm, über Ulm den Weg nach Oldenburg gefunden hat. Karsten Tadda sucht nach einem Jahr bei ratiopharm ulm eine neue Herausforderung. Mit seinen 28 Jahren und fünf Meisterschaften mit Bamberg bringt Tadda (4,0 PpS.) jede Menge Erfahrung ins Team

Live dabei in der EWE Arena

Auch beim dritten Auswärtsspiel der Saison werden einige Fans - trotz des Spieltermins am Freitag - mit in der großen EWE Arena in Oldenburg vor Ort sein. Das Spitzenspiel wird natürlich im Stream und Radio übertragen: Wie gewohnt berichten Telekom Sport bzw. Radio Mainwelle und Radio Galaxy Oberfranken live. Jump ist um 19 Uhr.