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Heroes Of Tomorrow erwartet schwer Pflichtaufgabe gegen Tabellenletzten

medi bayreuth empfängt die stark abstiegsbedrohten WALTER Tigers Tübingen

Am 21. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga wartet am Samstag um 20:30 Uhr die Partie mit dem Tabellenletzten auf medi bayreuth. Beim Blick auf die Tabelle könnte man von einer einfachen Aufgabe ausgehen, denn schließlich bringen die schon etwas abgeschlagen am Tabellenende stehenden WALTER Tigers Tübingen nur einen einzigen Sieg aus ihren bisherigen 20 Saisonspielen mit nach Bayreuth.

Aufgrund dieser Konstellation das Team von Trainer Mathias Fischer auf die leichte Schulter zu nehmen, wäre jedoch ein großer Fehler, denn auch in der letzten Saison waren die Vorzeichen vor diesem Spiel sehr ähnlich. Auch damals kamen die abstiegsgefährdeten Tübinger (damals Tabellenvierzehnter) zu den auf Platz vier stehenden Heroes Of Tomorrow und es entwickelte sich ein wahrer Basketball-Krimi, an dessen Ausgang sich sicherlich noch jeder bestens erinnern kann:

Weniger als eine Sekunde vor dem Ende hatte Barry Stewart die Tigers damals per Dreier mit einem Punkt in Führung geworfen, ehe Nate Linhart nach einer Auszeit De’Mon Brooks mustergültig bediente und der Power Forward einen Wimpernschlag vor der Schlusssirene doch noch den Sieg bringenden Korb zum 82:81 für medi bayreuth erzielen konnte.

Das sagt Head Coach Raoul Korner:

„Das Spiel gegen Tübingen ist eine Partie, die unsere Konkurrenten in der Tabelle bereits siegreich eingefahren haben. Die Aufgabe im Hinspiel haben wir ganz gut gelöst und die Partie nach einem dominanten Start recht souverän nach Hause gespielt. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen für beide Teams massiv verändert. Tübingen sucht im Kampf um den Klassenerhalt so ein wenig nach dem letzten Strohhalm und braucht jetzt Big Wins. In Bayreuth zu gewinnen wäre ein solcher, doch genau das wollen wir verhindern.

Sicherlich sind sie ein gefährlicher Gegner und eine mehr als nur konkurrenzfähige Mannschaft. Mit Bundesliga erfahrenen Spielern wie Ryan Brook, Barry Stewart und Jared Jordan, dazu Rookie Reggie Upshaw, der eine wirklich ausgezeichnete Saison spielt, jetzt noch Javon McCrea auf der 5, mit Malcolm Lee einem Ex-NBA-Spieler auf der Combo-Guard Position sowie mit Sid-Marlon Theis, einem Deutschen, den ich sehr schätze, haben sie von den Namen her keine schlecht besetzte Truppe. Aber manchmal funktioniert es eben einfach nicht so, wie man sich das wünscht.

In Tübingen wartet man auf den Start einer Siegesserie und wir müssen alles daran setzen, dass diese nicht in Bayreuth beginnt.”

Die Top-Performer der WALTER Tigers:

Punkte, Rebounds & Effektivität: Der Rookie im Team der Tübinger stand zu Saisonbeginn noch im Schatten der erfahrenen Kontingentspieler. Dies hat sich jedoch schnell geändert, denn mit seiner offensivstarken und unbekümmerten Spielweise hat sich Reggie Upshaw (Nr. 30 / Foto: Jörn Wolter) schnell in den Fokus gespielt. Der erst 22-jährige Power Forward, der direkt von der Middle Tennessee State University zu den WALTER Tigers kam, führt die Mannschaft gleich in mehreren Kategorien an: Er ist bester Scorer (14,7 Punkte), Rebounder (6,6), Shotblocker (0,7) und damit auch effektivster Spieler (17,5).

Auch Neuzugang Malcolm Lee ist an dieser Stelle zu erwähnen. Der 36-fache NBA-Spieler (Minnesota, Philadelphia), der Mitte Januar zu den WALTER Tigers kam, erzielte in bislang zwei Spielen im Schnitt 15,0 Punkte, gab 6,0 Assists und holte 5,5 Rebounds.

Assists: Auch in seinem siebten Jahr in der easyCredit Basketball Bundesliga, dem dritten in Tübingen, ist Jared Jordan (Nr. 10 / Foto: Christoph Worsch) der Leader bei den Assists, sowohl im Team als auch in der Liga. Der All-Time-Assist-Leader kommt bislang zwar nicht auf seine beeindruckende Zahl von 8,5 Vorlagen aus der Vorsaison heran, legt aber trotzdem stolze 6,3 Mal pro Spiel auf seine Mannschaftskollegen ab. Durch den 33-jährigen Aufbauspieler zählen die WALTER Tigers, nach Assists, zu den drei besten Teams der Liga.

Der bisherige Saisonverlauf:

Der Saisonverlauf der WALTER Tigers ist schnell erzählt. In der 14. Bundesliga-Spielzeit in Serie sind die Tübinger aktuell als Tabellenletzter in akuter Abstiegsgefahr. In bislang 19 Spielen gelang der Mannschaft lediglich ein Sieg. Am 9. Dezember wurde die BG Göttingen (16.) in eigener Halle mit 80:67 geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits Mathias Fischer Trainer der Neckarstädter. Es war der erste Sieg im zweiten Spiel unter dem neuen Coach.

Vor dem Trainerwechsel mussten die Tübinger zehn Niederlagen einstecken - zuviel, um noch an Tyron McCoy, der seit Dezember 2015 Trainer war, festzuhalten. Die Niederlagenserie begann beim 77:87 gegen medi bayreuth am ersten Spieltag und fand ihren Höhepunkt beim 83:90 gegen die Rockets, ebenfalls in eigener Halle.

Auch nach dem ersten und immer noch einzigen Saisonsieg gingen die WALTER Tigers, trotz einiger enger Spiele, immer wieder als Verlierer vom Parkett. Zuletzt unterlag man beim Mitteldeutschen BC mit 88:93.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Für die Partie gegen das Tabellenschlusslicht gibt es noch in allen Kategorien letzte Sitz- sowie Stehplatzkarten unter tickets.medi-bayreuth.de. Jump in der Oberfrankenhalle ist am Samstag, 10. Februar, um 20:30 Uhr. Wer das Spiel nicht live vor Ort verfolgen kann, der hat wie gewohnt die Möglichkeit im Stream bei Telekom Sport und Entertain sowie im Radio bei Radio Mainwelle einzuschalten.