Fotos: Per Bille / FIBA

HEROES OF TOMORROW kassieren deutliche Niederlage zum Start der 2. Runde

medi bayreuth unterliegt im FIBA Europe Cup bei den Bakken Bears mit 92:110

Mit einer Auswärtsniederlage ist medi bayreuth am Mittwochabend in die zweite Runde im FIBA Europe Cup gestartet. Im Gastspiel beim dänischen Rekordmeister, den Bakken Bears, unterlag die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner vor rund 750 Zuschauern mit 92:110 (37:56).

Vor allem beim Rebound hatten die HEROES OF TOMORROW den Bakken Bears an diesem Abend nichts entgegenzusetzen. Angeführt von Ryan Evans (26 Punkte und 13 Rebounds) und Michel Diouf (22 Zähler, neun Rebounds) landeten die Gastgeber einen absolut verdienten Sieg zum Start der zweiten Gruppenphase.

Das sagt James Woodard (medi bayreuth):

“Die Energie, mit der wir heute hier gespielt haben, war absolut indiskutabel. Die Bakken Bears waren viel besser als wir. Sie haben ausgezeichnet gespielt und den Sieg absolut verdient. Wir konnten ihrer Physis heute ganz einfach nichts entgegensetzen und haben daher auch verdient verloren. Jetzt gilt es nach vorne zu blicken und sich zu verbessern.”

Das sagt Michel Diouf (Bakken Bears):

“Ich denke, dass wir die Partie heute über die Verteidigung gewonnen haben, denn das war unser Hauptaugenmerk. Unser Trainerteam hat uns bestens auf den Gegner vorbereitet, so dass wir gegen alles gewappnet waren. Ich habe heute gut von der Dreierlinie getroffen, aber es war auch Glück dabei. Eigentlich ist das nicht gerade das, was der Trainer von mir will, aber heute bin ich jenseits der 6,75 Linie heiß gelaufen.”

Warum es so lief, wie es lief:

Man wollte nicht wieder so schlecht in die Partie starten wie zuletzt gegen ALBA BERLIN. Leider aber blieb es jedoch bei diesem Vorsatz, denn bereits nach etwas mehr als sechs Minuten hatte man beim 9:21 exakt den Spielstand und somit auch Rückstand erreicht, wie zuletzt im Heimspiel gegen die Albatrosse. Insgesamt lief das Team von Head Coach Raoul Korner den Bakken Bears über die gesamte Spielzeit stets hinterher.

Beim 28:48, knapp drei Minuten vor der Halbzeit, kamen bei so manchem schon Erinnerungen an den Start in die erste Gruppenphase und das Gastspiel beim BK Ventspils auf. Besonders unter den Körben (9:23 Rebounds zur Halbzeit) hatte medi bayreuth massive Probleme gegen die extrem athletischen Dänen. Am Ende ging das Reboundduell mit 21:42 verloren. Allein Evans und Diouf holten auf Seiten der Bakken Bears mehr Rebounds als die gesamte medi-Mannschaft.

Neben dem stark aufspielenden Ryan Evans, erwischte auch Centerspieler Michel Diouf einen Sahnetag. Hatte der Centerspieler in der gesamten ersten Gruppenphase in sechs Spielen gerade einmal vier von 14 Versuchen von jenseits der 6,75-Meter-Linie versenkt, schlugen gegen medi bayreuth fünf seiner sieben Dreier-Versuche im Korb ein.

Angetrieben von einem toll rackernden Bastian Doreth konnte medi im letzten Abschnitt den Rückstand zwar nochmals auf zehn Punkte (77:87/35.) verkürzen, der Kapitän hatte jedoch zu wenig Unterstützung, um der Partie nochmals eine Wendung geben zu können. 

Die Trainerstimmen:

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Unsere Leistung heute war nicht akzeptabel. Vor allem in der ersten Halbzeit war unsere Defensive katastrophal und so machten wir den Gegner stark und konnten letztendlich nie wirklich dagegen halten. Am deutlichsten zeigte sich das im 1-gegen-1 Verhalten und beim Rebound. Dort waren wir komplett auf verlorenem Posten. Die Bakken Bears haben unsere Reboundzahl verdoppelt. Das ist ein Witz. Wir sind von einem Team abgestraft worden, das mit sehr viel Energie und Leidenschaft gespielt hat und extrem motiviert war. Genau darauf, dass ein Team aus einer kleineren Liga gegen eine deutsche Bundesliga-Mannschaft immer überaus motiviert ist, haben wir vor dieser Partie immer wieder hingewiesen - offenbar leider erfolglos. So war tatsächlich ein Niveauunterschied zu sehen, allerdings in die falsche Richtung.”

Steffen Wich (Head Coach Bakken Bears): “Wir konnten heute in allen vier Vierteln eine überzeugende Leistung darbieten, da wir mit der richtigen Mentalität und Einstellung in die Partie gegangen sind. Es freut mich zu sehen, dass meine Mannschaft den Gameplan umsetzen konnte und ich bin stolz darauf, mit welchem Einsatz die Spieler ans Werk gegangen sind. Ich denke es ist nicht selbstverständlich, dass man 110 Punkte gegen einen starken Gegner erzielt.”

Bakken Bears vs. medi bayreuth 110:92 (25:16 - 31:21 - 23:27 - 31:28)

Bakken Bears: Efianayi 0, DARBOE 13, EVANS 26 (13 Rebounds), Ortiz 0, JUKIC 21, ONGWAE 15, DIOUF 22 , Neidhardt, Sahlertz 0, Galloway 6, Hilliard 5 (7 Assists), Laerke 2.

medi bayreuth: ROBINSON 4 (6 Assists), Jones 9, WOODARD 10 (5 Rebounds), Doreth 16, SEIFERTH 12, Meisner 10, Alford 20, TRAVIS 7, LINHART 5, Grüttner Bacoul 0.

Der Ausblick:

Jetzt steht für die HEROES OF TOMORROW erst einmal ein spielfreies Wochenende an, ehe am kommenden Mittwoch, 18. Dezember, die nächste Partie im FIBA Europe Cup auf dem Programm steht. Zu Gast in der Oberfrankenhölle ist um 18:30 Uhr der portugiesische Traditionsverein SL Benfica Lissabon.