Heroes Of Tomorrow starten ins Abenteuer Champions League

medi bayreuth im ersten Gruppenspiel zu Gast bei Rosa Radom in Polen

Mit viel Rückenwind durch den perfekten Saisonstart in der easyCredit Basketball Bundesliga nimmt medi bayreuth am Dienstag das Abenteuer Basketball Champions League in Angriff. Zum Auftakt der Gruppenphase steht für die Heroes Of Tomorrow die Reise nach Polen an, wo man am Dienstag um 18:30 Uhr zu Gast bei Rosa Radom ist.

Verzichten muss Head Coach Raoul Korner beim BCL-Auftakt auf John Cox, der aufgrund von muskulären Problemen in Bayreuth geblieben ist und in Radom von Marius Adler ersetzt wird.

Die Polen mussten in der Qualifikation erst in der dritten Runde ran, wo sie es mit den Belgiern von Telenet Giants Antwerpen zu tun hatten. Hier bereiteten die Belgier, die auf ihrem Weg in die dritte Runde zunächst BC Lulea (SWE) und auch die Russen von Nizhny Novgorod ausgeschaltet hatten, auch den Polen einige Probleme. Nach einer 69:75 Niederlage im Hinspiel gewann Rosa Radom das Heimspiel mit 83:70 und zog so in die BCL-Gruppenphase ein.

Im Vorjahr wurden die seit 2013 von Wojciech Kami?ski betreuten Polen in der Hauptrunde der PLK Tabellenfünfter und schieden im Playoff-Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Polski Cukier Torun aus. Größter Erfolg des Teams, das rund 100 Kilometer südlich von Warschau beheimatet ist, ist der Gewinn des polnischen Pokals in der Saison 2015/2016. In der gleichen Spielzeit wurde Radom Vizemeister. Zwei Jahre zuvor trug mit Danny Gibson ein Ex-Bayreuther (2010-2012 beim BBC) das Trikot des 2003 gegründeten und seit 2012 erstklassigen Teams.

Radom spielt in dieser Spielzeit zum dritten Mal international: In der Saison 2015/2016 nahm man am FIBA Europe Cup teil (ausgeschieden in der zweiten Gruppenphase, unter anderem gegen den späteren Gewinner FRAPORT SKYLINERS), im Vorjahr an der neu gegründeten Champions League. Hier schied die Mannschaft in der Gruppenphase aus und verlor unter anderem zweimal gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Das sagt Head Coach Raoul Korner

“Die Vorfreude auf die Champions League ist bei uns allen schon sehr groß, auch wenn dieser Wettbewerb mit viel Reisen, viel Flugzeug, viel Bus und viel Hotel verbunden ist. Auch wenn es zu Beginn mit der Bundesliga insgesamt sehr viele Spiele sind, glaube ich, dass es überschaubar ist. Wir haben zweimal diese ungünstige Konstellation, dass nach einem Champions League-Auswärtsspiel noch eine Bundesliga-Auswärtspartie kommt, aber ansonsten ist das recht vernünftig machbar. Der Schlüssel für uns wird ganz einfach darin liegen, dass wir gesund bleiben und uns weder Krankheiten noch Verletzungen dezimieren.

In der Champions League ist es ganz wichtig, die Heimspiele zu gewinnen. Das gilt für uns, aber auch für die Polen natürlich genauso. Deshalb ist jedes Auswärtsspiel, das du irgendwo entführen kannst ein Riesen-Plus. Vielleicht können wir ein wenig das Überraschungsmoment nutzen, da wir in der Champions League ja doch eine ähnliche Rolle haben werden, wie wir sie in der letzten Saison in der Bundesliga auch hatten, nämlich die des No-Name-Teams, das niemand so recht auf der Rechnung hatte.

Rosa Radom spielt seit Jahren international und in eigener Halle. Ich rechne aber schon damit, dass wir zumindest eine Außenseiterchance haben.”

Das sagt Teamkapitän Bastian Doreth

“Wir stehen vor einer ganz schwierigen Woche. Nach dem Spiel in Ulm starten wir am Dienstag bei Rosa Radom in die Champions League. Da freuen wir uns alle sehr darauf! Am Freitag geht es dann weiter in Oldenburg. Das sind alles zwar sehr starke Teams und schwere Spiele für uns, so wie wir bislang in dieser Saison jedoch als Mannschaft aufgetreten sind, brauchen wir vor niemandem Angst zu haben!”

Die Key-Player der Polen

Patrik Auda: Mit 18,5 Punkten, 5,5 Rebounds und einem Wert von 22 war der Tscheche in den beiden Quali-Spielen der effektivste Spieler in Reihen der Polen. Der 28 Jahre alte und 206 cm große Power Forward spielte von 2010 bis 2014 am College von Seton Hall, ehe er im Folgejahr für Polfarmex Kutno erstmals in der polnischen Liga aktiv war. Nach einem Jahr zog es ihn weiter zu AZS Koszalin, ehe Auda in der abgelaufenen Spielzeit in der zweiten spanischen Liga für Bàsquet Manresa auf Korbjagd ging. Im Sommer spielte der Power Forward für Tschechien bei der Eurobasket, wo er in fünf Vorrundenspielen 11,6 Zähler markierte.

Kevin Punter: Erst im vergangenen Sommer begann die Profikarriere des 24-jährigen Shooting Guard. Der US-Amerikaner begann die Saison beim griechischen Erstligisten Lavrio, ehe er Ende März nach Antwerpen (Belgien) zu jenem Team wechselte, das er nun mit Radom in der Qualifikation bezwingen konnte. Hierbei erzielte der 190 cm große Punter im Schnitt 17,0 Punkte.

Robert Witka: Der 206 cm große Power Forward ist der Routinier im Team von Rosa Radom. Mit seinen 36 Jahren hebt der Pole den Altersschnitt des Teams, das insgesamt gesehen mit einem Durchschnitt von 24 Jahren doch noch recht jung ist. Dafür gibt Witka dem Team natürlich viel Erfahrung: Seit 1997 spielt er in der ersten polnischen Liga, in der er schon drei Meisterschaften feiern konnte. Bis 2006 war er für Anwil Wloclavek aktiv, von 2006 bis 2010 für Turow Zgorzelec und von 2010 bis 2013 für Asseco Gdynia . Der Veteran absolviert nun seine fünfte Saison im Trikot von Rosa Radom.

Live dabei beim Champions League Auftakt in Polen

Das erste internationale Spiel von medi bayreuth kann im Stream via Livebasketball.TV verfolgt werden. Auch auf Radio Mainwelle kann die Partie live in Einblendungen mitverfolgt werden. Zudem gibt es aktuelle Informationen aus Radom auf der Facebook-Seite von medi bayreuth.