medi Bayreuth – Heroes of Tomorrow verpassen vierten Auswärtssieg

Heroes Of Tomorrow verpassen vierten Auswärtssieg der Saison

Nichts ist es letztlich geworden mit den Revancheplänen von medi bayreuth im Gastspiel bei den Basketball Löwen Braunschweig: Vor rund 2.300 Zuschauer unterlag die Mannschaft von Head Koch Michael Koch am 33. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga in der Volkswagen Halle mit 88:96 (40:51) bei den Niedersachsen und das, obwohl man drei Minuten vor dem Ende nach einem zwischenzeitlichen 18 Punkte-Rückstand erstmals in Führung gegangen war.

Nichts ist es letztlich geworden mit den Revancheplänen von medi bayreuth im Gastspiel bei den Basketball Löwen Braunschweig: Vor rund 2.300 Zuschauer unterlag die Mannschaft von Head Koch Michael Koch am 33. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga in der Volkswagen Halle mit 88:96 (40:51) bei den Niedersachsen und das, obwohl man drei Minuten vor dem Ende nach einem zwischenzeitlichen 18 Punkte-Rückstand erstmals in Führung gegangen war.

Diesmal gelang es den Heroes Of Tomorrow jedoch nicht, wie noch eine Woche zuvor im Heimspiel gegen Würzburg, diese spät im Spiel eroberte Führung bis zum Schuss zu behaupten. Stattdessen schlugen die Basketball Löwen zurück und holten sich den alles in allem verdienten Sieg und somit Tabellenposition zehn. Für medi bayreuth ging es hingegen in der Tabelle aufgrund des zeitgleichen Bonner Heimsieges gegen Ludwigsburg wieder auf Platz zwölf zurück.

Das sagt Daniel Mullings

“Wir sind nur langsam ins Spiel gekommen. Es hat uns anfangs die Energie gefehlt, die wir ansonsten haben, und so waren wir gleich von Beginn an immer in Rückstand. Wir mussten uns ständig wieder zurückarbeiten. Im dritten Viertel hatten die Braunschweiger dann mit Derek Needham einen sehr heißen Spieler, der ihnen einen Boost gegeben hat. Mit seinen Punkten hat er sie hier nahezu alleine getragen. Dennoch haben wir es dann im vierten Viertel geschafft, uns wieder heranzukämpfen und sogar in Führung zu gehen. Dann aber haben wir den Ball ich glaube zwei oder drei Mal verloren und auch unnötige Fouls begangen. So ist uns das Spiel letztlich doch verloren gegangen.”

medi macht 18 Punkte Rückstand wett

Die Hausherren kamen etwas besser aus den Startlöchern und erspielten sich eine schnelle 13:8 Führung (3.). Diesen Vorsprung behaupteten die Niedersachsen zunächst. Erst in der Schlussphase des ersten Abschnitts kam medi dann wieder näher, als Kapitän Bastian Doreth das 20:22 erzielen konnte. Nach einem insgesamt sehr offensiv geprägten Auftaktviertel lagen die Bayreuther mit 23:26 zurück.

Auch im zweiten Viertel waren die Hausherren stets vier oder fünf Punkte voraus. Nachdem Kenneth Horton in der 19. Minute auf 40:44 verkürzte, schien es auch mit diesem Abstand in die Halbzeitpause zu gehen. Die Löwen legten jedoch noch einmal nach und ein 7:0 Lauf, abgeschlossen durch einen Dreier des früheren Bayreuthers Nicolai Simon, bedeutete das 51:40 nach 20 gespielten Minuten.

Zum Auftakt der zweiten Halbzeit drehten die Niedersachsen nun richtig auf. Allen voran Derek Needham! Dem US-Amerikaner gelangen in nur 82 Sekunden drei Dreier. Keaton Grant legte in der 23. Minute das 62:44 nach und stellte so die höchste Führung der Hausherren in der gesamten Partie her. Michael Koch reagierte und nahm eine Auszeit, worauf es in der Folge für medi wieder besser lief. Punkt um Punkt kämpfte man sich heran, wobei besonders Rückkehrer Daniel Mullings mit viel Energie dafür sorgte, dass der Rückstand in der 29. Minute wieder auf unter zehn Punkten geschmolzen war. Ein verwandelter Freiwurf von Andreas Seiferth bedeutete das 64:69 vor dem letzten Abschnitt.

Auch zu Beginn des Schlussviertels legten die Braunschweig besser los und baute ihren Vorsprung wieder auf 77:68 (33.) aus. Mit einem 11:1 Lauf schlug medi allerdings zurück, eroberte in der 37. Minute beim 79:78 die Führung und schien nun in der Lage, die Partie an sich reißen zu können. Schon im Gegenzug holte Centerhühne Kenneth Frease aber die Führung zurück, die die Braunschweiger routiniert behaupteten und bis zum Spielende und einem 96:88 Heimsieg nicht mehr hergaben.

Drei Fakten zum Spiel

1) Rebounds: Wie schon so oft, ging auch diesmal das Reboundduell klar an den Gegner. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Löwen unter den Brettern deutlich stärker und sicherten sich 22 Rebounds (medi hatte nur zehn). Am Ende gewannen die Niedersachsen den Kampf um die Abpraller mit 37:26.

2) Needham / Grant: Die beiden Guards der Basketball Löwen drückten jeweils einer Halbzeit ihren Stempel auf. Während Keaton Grant 16 seiner 25 Punkte in den ersten 20 Minuten erzielte, gehörte die zweite Hälfte ganz klar Derek Needham. 25 seiner insgesamt 31 Zähler sammelte er in der zweiten Spielhälfte und verwandelte am Ende sechs seiner acht Dreipunktwürfe.

3) Freiwürfe: Im bisherigen Saisonverlauf konnten die Basketball Löwen im Schnitt nur 66 Prozent ihrer Freiwürfe verwandeln. Gegen medi fanden diesmal jedoch 23 der 28 Würfe von der Linie den Weg in den Korb (82 Prozent). medi schwächte hingegen von der Freiwurflinie mit nur 13 Treffer bei 21 Versuchen (62 Prozent).

Zum Saisonfinale beim Mitteldeutschen BC

Nicht einmal 48 Stunden Vorbereitung bleiben dem Team von medi bayreuth bis zum letzten Spiel der Saison. Am Sonntag tifft man in Weißenfels nun auf den Mitteldeutschen BC. Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen die Wölfe vor eigener Kulisse unbedingt einen Sieg, bei gleichzeitiger Würzburger Schützenhilfe im Spiel in Göttingen, um nicht abzusteigen. Jump in der Stadthalle in Weißenfels ist um 17 Uhr.

Trainerstimmen:

Michael Koch (medi bayreuth): “Glückwunsch an Raoul zum Sieg. Ich denke, die Zuschauer haben ein flottes Spiel mit vielen Offensiv-Aktionen gesehen. Die Verteidigung war bei beiden Teams nicht mehr auf dem allerhöchsten Level, aber das war in Anbetracht der Tabellensituation auch nicht mehr zu erwarten. Ich möchte aber über den Reifeprozess meiner Mannschaft reden. Spiele wie heute haben wir in der Hinrunde noch mit 20, 30 oder wie gegen Braunschweig mit 40 Punkten verloren. Heute haben wir trotz 18 Punkten Rückstand Willen und Ehrgeiz gezeigt und den Rückstand aufgeholt. Am Ende haben individuelle Fehler den Unterschied ausgemacht. Aber die Entwicklung der Mannschaft war deutlich zu sehen und das möchte ich hervorheben.”

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): “Wie Mike sagte, war das Spiel heute eher offensiv orientiert. Defensiv haben wir nicht das umgesetzt, was wir wollten. Aber so war es für die Zuschauer ein Highscore Game. Nach unserer 18-Punkte-Führung haben wir den Fokus verloren und Mullings hat Bayreuth einen Push gegeben. Er hat in dieser Phase auch Derek aus dem Spiel genommen. Aber ich muss meinem Team ein Kompliment machen, dass wir uns bei -1 am eigenen Schopf aus dem Loch gezogen und das Spiel für uns entschieden haben. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber für uns zählt der Sieg. Mein Highlight des Abends ist übrigens unsere Freiwurfquote von 82 Prozent. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das in dieser Saison noch einmal erleben darf.”

Basketball Löwen Braunschweig - medi bayreuth 96:88 (26:23 - 25:17 - 18:24 - 27:24)

Basketball Löwen Braunschweig: Needham 31 (4 Assists), Grant 25, Frease 17, Stevens 7 (9 Rebounds), Simon 6, Nash 4 (4 Assists), Anderson 4, Theis 2, Gertz 0, Amaize 0. Dreier: Needham 6, Grant 2, Simon 1.

medi bayreuth: Seiferth 17, Leslie 16 (7 Rebounds), Horton 14, Mullings 11, Doreth 10, Odum 10, Wachalski 7, Flowers 3, Ziegenhagen 0. Dreier: Horton 2, Doreth 2, Odum 2, Leslie 1, Wachalski 1, Flowers 1.

Wurfquote Feld gesamt: Braunschweig 58% (32/55), Bayreuth 52% (33/64)

Dreierquote: Braunschweig 53% (9/17), Bayreuth 41% (9/22)

Freiwurfquote: Braunschweig 82% (23/28), Bayreuth 62% (13/21)

Rebounds (defensiv/offensiv): Braunschweig 37 (24/13), Bayreuth 26 (13/13)

Turnover/Assists/Steals/Blocks: Braunschweig 20/16/9/6, Bayreuth 14/16/10/1

Fouls: Braunschweig 24, Bayreuth 25