Foto: Christian Haberkorn

Heroes Of Tomorrow wollen auch in der Basketball Bundesliga wieder jubeln

Im Heimspiel gegen die GIESSEN 46ers soll für medi bayreuth der 5. Saisonsieg her

Mit dem Heimspiel am Sonntag gegen die GIESSEN 46ers geht für medi bayreuth der erste Monat der neuen Saison mit der Doppelbelastung aus Basketball-Bundesliga und Champions League zu Ende. Wettbewerb übergreifend ist die Partie gegen die Hessen bereits das zehnte Spiel für die Heroes Of Tomorrow in den letzten 30 Tagen.

Während man in der Champions League mit drei Siegen aus drei Spielen nach wie vor eine weiße Weste vorweisen kann und richtig gut unterwegs ist, will das Team von Head Coach Raoul Korner genau diesen Schwung nun auch erneut auf das Parkett in den Spielen der easyCredit BBL übertragen. Kurzum soll im Heimspiel am Sonntag um 17:30 Uhr gegen die GIESSEN 46ers im siebten BBL Spiel der fünfte Saisonsieg her.

Einfach wird es gegen das Team von Trainer Ingo Freyer dabei sicherlich nicht. Hatten die 46ers zu Beginn der Saison lediglich durch die Verpflichtung des zweimaligen Liga-MVPs John Bryant für Schlagzeilen gesorgt, sind die Hessen zuletzt richtig gut in Fahrt gekommen. Mit drei Siegen in Folge (Ludwigsburg, Bremerhaven, Tübingen) machten John Bryant & Co. nun auch auf dem Spielfeld von sich Reden.

Für medi wird es abermals darauf ankommen, von Beginn an mit Leidenschaft und Intensität ins Spiel zu starten, um gleich vom Tip-Off an die Fans in der Oberfrankenhalle hinter sich zu bekommen.

Im Anschluss an die Partie geht es dann zur traditionellen After Game Party ins Bayreuther Winterdorf. Bei der Autogrammstunde werden alle Spieler und Coaches der Heroes Of Tomorrow dabei sein.

Das sagt Head Coach Raoul Korner

„Gießen ist so ein wenig Hagen 2.0 oder Hagen reloaded. Sie spielen mit sehr hohem Tempo und suchen vor allem von jenseits der Dreipunktelinie immer wieder den schnellen Abschluss. Dazu haben sie John Bryant so ein wenig als Kontrapunkt unter dem Korb, den sie immer wieder in Halbfeldsituationen aufposten. Durch seine guten Passqualitäten findet er von dort auch immer wieder die Werfer und bringt so ein wenig Balance in ihr Offensivspiel hinein.

Wir müssen versuchen das Tempo des Spiels zu kontrollieren und die Dreipunktelinie gut zu verteidigen. Im Endeffekt müssen wir dieses Spiel über die Verteidigung für uns entscheiden. Wir wollen ganz klar wieder zurück in die Gewinnerspur.”

Die Key-Player der 46ers

Max Landis: Der 24-jährige Point Guard ist der Topscorer der Hessen. Mit bislang 15,8 Zählern sowie einer Dreierquote von 50% (12/24) hat der US-Amerikaner (188 cm) großen Anteil daran, dass die 46ers ihre letzten drei Spiele gewinnen konnten. Der aus Aalstar (Belgien) gekommene Aufbauspieler verpasste die ersten beiden Saisonspiele, da er sich Ende August im Training den Meniskus gerissen hatte.

John Bryant: Big John is back! Zwischen 2010 und 2016 war Center John Bryant eines der prägenden Gesichter der easyCredit Basketball Bundesliga. Mit seinen 211 cm und der anfangs langen Mähne dominierte der mittlerweile 30-Jährige die Bretter der Liga. 2012 und 2013 wurde er, damals noch in Ulm spielend, MVP der Liga, 2014 Meister mit dem FC Bayern München. Zur Saison 2016/2017 wechselte der Hüne zu Valencia nach Spanien, wo er aber nach nur zwei Spielen wegen seines Gewichts entlassen wurde. Im November half der US-Amerikaner zwei Monate in Monaco (Frankreich) aus, ehe er sich in seiner Wahlheimat München fit hielt - und dabei einiges abnahm. Bislang hat der 255-fache Bundesliga-Spieler zwei Double Double verbuchen können und steuert im Schnitt 10,5 Punkte sowie 8,8 Rebounds für die 46ers bei.

Darwin Davis: Nach zwei Jahren in Slowenien bei Rogaska Crystal wechselte der zweite US-Point Guard im Team der 46ers nach Gießen. Wie Max Landis ist auch Darwin Davis ein gefährlicher Dreierschütze. Er traf bislang 16 Mal von jenseits der 6,75 Meter, wofür er insgesamt 36 Versuche (44%) benötigte. Mit 3,8 Assists ist er zudem aktuell bester Vorlagengeber seines Teams. Der 183 cm große Aufbauspieler ist sehr schnell und passt so ganz hervorragend in die Spielphilosophie von Trainer Ingo Freyer.

Was haben die Gießener auf den deutschen Positionen zu bieten?

Bester deutscher Schütze im Team der 46ers ist nach sechs Spieltagen Benjamin Lischka. Der 28-jährige Power Forward, der im fünften Jahr bei den Hessen spielt, legt im Schnitt bislang 10,5 Punkte auf. Vor zwei Wochen feierte er gegen Bremerhaven mit 19 Zählern eine persönliche Karrierebestleistung.

Vom Lokalrivalen FRAPORT SKYLINERS wechselte der 21-jährige Center Mahir Agva vor der Saison an die Lahn. Er kommt bislang auf 5,3 Zähler pro Spiel. Ihm folgt mit 4,2 Punkten Mauricio Marin, der in München seine ersten Minuten in der Bundesliga sammelte und dann über Nürnberg und Tübingen nach Gießen kam. Hier will der 23-jährige Shooting Guard den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Das dritte Heimspiel der Heroes Of Tomorrow beginnt am Sonntag um 17:30 Uhr - Hallenöffnung ist bereits eine Stunde vorher. Sowohl Sitz- als auch Stehplatzkarten gibt es online unter tickets.medi-bayreuth.de sowie an der Tageskasse. Für alle, die nicht live in der Halle dabei sein können, übertragen Telekom Sport im Stream sowie Radio Mainwelle live im Radio.