Fotos: Jacob Schroeter

Heroes Of Tomorrow wollen bei den Rockets wichtige Auswärtspunkte holen

medi bayreuth gastiert am Sonntag beim Aufsteiger in der Messehalle Erfurt

21 … das ist die magische Zahl vor dem 29. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga. Beim aktuellen Tabellenstand sind es 21 Siege, die definitiv für die Playoff Qualifikation reichen. Soweit die nüchterne Theorie. Wie viele Siege es letztlich tatsächlich sein werden, um den Sprung unter die top acht Teams zu schaffen, interessiert aber nur zweitrangig. Egal ob im Playoff-Rennen oder auch im Abstiegskampf denken die Teams momentan von Spiel zu Spiel.

So auch die nächsten drei Gegner von medi bayreuth, die nun innerhalb der nächsten acht Tage auf dem Spielplan stehen. Während es für Ulm (Gegner von medi am 20.4. in Bayreuth) noch um den Sprung in die Playoffs geht, brauchen Bremerhaven (Gegner von medi am 22.4. in Bayreuth) und auch der nächste Gegner der HeroesOfTomorrow, die auf dem vorletzten Platz stehenden Rockets, jeden Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Vor dem Heimspiel-Doubleheader am kommenden Wochenende, wird die Aufgabe morgen Abend um 20:15 Uhr in Thüringen sicherlich noch etwas schwerer, da man auswärts in der Messehalle in Erfurt antreten muss. Gerade fremden Bundesliga-Hallen (Ludwigsburg in der Basketball Champions League einmal ausgeklammert) waren, was die Ergebnisse angeht, in diesem Jahr noch nicht so recht der Hit für Bastian Doreth & Co. Die letzten fünf Auswärtsspiele (in München, Berlin, Jena, Gießen und Bamberg) wurden alle verloren.

Obwohl auswärts werden die Heroes Of Tomorrow in Erfurt mit lautstarker Unterstützung rechnen dürfen. Die nur knapp 185 Kilometer lange Anreise nach Erfurt werden sicherlich viele medi-Fans auf sich nehmen, um auch in der Ferne ihr Team zum 18. Saisonsieg zu schreien.

Das sagt Raoul Korner:

„Das Spiel in Erfurt ist für beide Seiten von zentraler Bedeutung, dementsprechend intensiv wird es geführt werden. Während es für die Rockets um das nackte Überleben geht, wollen wir im Kampf um die Playoff-Plätze weiter im Rennen bleiben. Der Schlüssel wird für und darin liegen, das Trio Randle, Obasohan, Obst in den Griff zu bekommen und gleichzeitig unsere nominellen Vorteile unter dem Korb auszuspielen.“

Die Top-Performer der Erfurter

Punkte & Assists: Anfang März verstärkten sich die Raketen mit einem erfahrenen Point Guard. Der 30-jährige Jerome Randle (Nr. 9) kam von der anderen Seite des Globus. Zuletzt spielte er für die Sydney Kings. Der US-Amerikaner, der auch die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt, spielte schon in den USA, der Türkei, in Israel und der Ukraine. Außerdem in Belgien, Litauen, Frankreich und zuletzt in Australien. Bislang wurde der 175 cm-Mann sechsmal eingesetzt, dabei markierte Randle in durchschnittlich etwas mehr als 31 Minuten 18,7 Punkte und 5,0 Assists. Gegen Bremerhaven (18 Punkte) und in Göttingen (20) zählte er zu den Matchwinnern.

Rebounds & Effektivität: Der belgische Nationalspieler im Team der Thüringer, Retin Obasohan (Nr. 0), ist einer der Motoren im Spiel des Aufsteigers. Mit seinen erst 24 Jahren ist er ein ausgezeichneter Passgeber (3,6 Assists pro Spiel), der auch weiß, wo der Korb hängt, was 14,3 Zähler pro Partie belegen. Zudem ist er bester Rebounder der Mannschaft. Durchschnittlich 5,3 Rebounds landen in den Händen des flinken Point Guards. Hinzu kommen 2,1 Steals, was einen Effektivitätswert von 15,7 bedeutet, ebenfalls Team-Bestwert.

Der bisherige Saisonverlauf

Dass die Premierensaison der Erfurter nicht leicht werden würden, war in der Organisation von Anfang an klar. Zum von Anfang an herrschenden Kampf um den sportlichen Klassenerhalt gesellten sich zum Jahreswechsel auch monetäre Probleme: Hauptsponsor Oettinger kündigte seinen Vertrag vorzeitig, weswegen das Team seitdem nur noch Rockets heißt.

Im vierten Erstliga-Spiel durften die Thüringer zum ersten Mal jubeln, als ein 96:71 Sieg in Gießen gelang. Trotz einiger knapper Spiele dauerte es bis zum 10. Spieltag, als beim mittlerweile feststehenden Absteiger in Tübingen mit 90:83 erneut ein Auswärtssieg gelang. Am vorletzten Tag des Jahres 2017 glückte dann auch der erste Sieg vor eigenem Anhang, als die BG Göttingen mit 74:63 geschlagen wurde.

Im Endspurt um den Verbleib in der easyCredit BBL gelangen der Mannschaft von Trainer Igor Pavic zuletzt zwei ganz wichtige Siege: Durch das 98:90 über Bremerhaven wurde die Hinspielniederlage wett gemacht und der direkte Vergleich gewonnen. In Göttingen gab es am letzten Wochenende zudem ein 88:75. Auch hier spricht der Vergleich nun für den Aufsteiger, der als 17. der Tabelle aktuell noch einen Sieg Rückstand auf diese beiden Teams hat.

Live dabei in der Messe Erfurt

Das erste Spiel von medi bayreuth in Erfurt beginnt am Sonntag, 15. April, zur ungewohnt späten Spielzeit um 20:15 Uhr. Grund ist die Live-Übertragung im Free TV bei Sport1. Natürlich wird das  von Stefan Koch kommentierte Spiel für alle Daheimgebliebenen wie gewohnt auch bei Telekom Sport und Entertain ausgestrahlt. Alle Fans der Radioübertragungen können darüber hinaus selbstverständlich die Frequenz von Radio Mainwelle wählen.