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Im Pokalachtelfinale ist für medi bayreuth Endstation

HEROES OF TOMORROW unterliegen bei ALBA BERLIN mit 68:88

Die HEROES OF TOMORROW sind im Achtelfinale des BBL Pokals ausgeschieden. In der Max-Schmeling-Halle verlor medi bayreuth am Sonntagnachmittag gegen den deutschen Vizemeister, ALBA BERLIN, vor 6.851 Zuschauern mit 68:88 (34:50). Wie schon im Vorjahr war für die HEROES OF TOMORROW somit auch in dieser Saison im Pokal gegen ALBA Endstation. Unterlag man damals im Halbfinale, musste sich das Team von Head Coach Raoul Korner diesmal in der ersten Runde den Albatrossen geschlagen geben.

Das sagt Kapitän Bastian Doreth:

„Ich denke, dass wir das phasenweise hier heute ganz gut gemacht haben. Wir wussten natürlich, dass es eine schwere Aufgabe werden wird. Hätten wir unsere guten Phasen im Spiel etwas weiterziehen können, dann wäre das Spiel sicherlich knapper gewesen. So ist es letztlich doch ein wenig zu deutlich.

Wir hatten leider ein paar Nachlässigkeiten in unserem Spiel, wodurch wir blöde und leichte Punkte kassiert haben. ALBA ist im Moment wohl die beste deutsche Mannschaft und das haben sie uns phasenweise auch gezeigt.

Die Hauptsache ist jetzt, dass es De’Mon möglichst schnell wieder gut geht und wir dann am Dienstag gegen Besiktas wieder als Team zusammenfinden. Was ich aber auch sehr positiv sagen kann ist, dass die Stimmung in der Kabine jetzt nicht katastrophal war, sondern jeder den Blick schon wieder auf Dienstag gerichtet hat. Das ist auch genau der richtige Weg mit so einem Spiel umzugehen.“

Der Spielverlauf:

Zu Beginn des Spiels war es für beide Mannschaften schwer, im neu gestalteten Pokalmodus Rhythmus aufzunehmen. Technische Probleme mit der 24-Sekunden-Uhr in der Ausweich-Heimspielstätte von ALBA BERLIN, der Max-Schmeling-Halle, führten zu einer ungewöhnlich langen Spieldauer von 40 Minuten im ersten Viertel. Mit diesen Schwierigkeiten kam medi bayreuth zunächst besser zurecht. Angeführt von David Stockton konnten sich die HEROES OF TOMORROW einen kleinen Vorsprung herauswerfen. Mitte des Viertels entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe, bei dem sich keines der Teams absetzen konnte und somit ging man mit einem Remis in die Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt zogen die Mannen von Coach Aito vor allem in der Defense die Zügel so richtig an und zwangen die Burschen von Head Coach Raoul Korner zu teils sehr schwierigen Würfen. Da ALBA seine spielerische Linie, trotz des kurzfristigen Ausfalls von Joshiko Saibou und der frühen Foulbelastung von Peyton Siva, halten konnte, setzten sie sich Punkt um Punkt ab und lagen schon zur Halbzeit beinahe spielentscheidend in Front.

De’Mon Brooks verletzt

Die Schrecksekunde des Spiels für medi bayreuth ereignete sich dann 5:29 vor Ende des dritten Viertels, als De’Mon Brooks nach einem Angriff der Berliner plötzlich in der eigenen Zone liegen blieb. Vorausgegangen war ein Zusammenprall zwischen Andreas Seiferth und Rokas Giedraitis, in dessen Folge der Litauer mit dem Hinterkopf gegen den Kopf des Bayreuther Power Forwards prallte. De’Mon Brooks, der für einen Moment sogar das Bewusstsein verloren hatte, lag mehrere Minuten auf dem Spielfeld, konnte dann aber gestützt von Physiotherapeut Kevin Schneider auf seinen eigenen Beinen das Spielfeld verlassen. Zur genauen Untersuchung wurde der US-Amerikaner umgehend in Berlin ins Krankenhaus gebracht, wo man eine leichte Gehirnerschütterung diagnostizierte.

Danach ging nochmals ein Ruck durch die Mannschaft. Die Verteidigung griff energischer zu und in der Offensive fielen plötzlich die Würfe. Einzig die deutliche Reboundüberlegenheit der Berliner und ein paar leichtfertig vergebene Offensivaktionen verhinderten, dass die HEROES OF TOMORROW den Rückstand noch deutlicher verkürzen konnten.

Dieses Aufbäumen wehrte die Mannschaft vom besten Berliner, Niels Giffey, im vierten Viertel jedoch ab und machte den Sack schnell zu. So ließen die Albatrosse keinen Zweifel mehr daran aufkommen, wer ins Viertelfinale des BBL-Pokals einziehen sollte. Dank einer über die gesamte Spielzeit starken Trefferquote aus dem Feld und einer klaren Reboundüberlegenheit (40:23), ging ALBA BERLIN als verdienter Sieger vom Parkett.

Der Teamvergleich:

Trainerstimmen:

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “In 20 Minuten dieses Spiels haben wir für die Phase der Saison, in der wir uns gerade befinden, sehr gut gespielt. Aber um gegen ALBA zu gewinnen, muss man 40 Minuten gut spielen. Im zweiten Viertel gab es einen Knacks für uns. Dann hat ALBA begonnen, uns mit seinem enormen Tempo zu überrollen. Aber wir haben uns nicht hängen lassen und zurück gefightet. Im dritten Viertel haben wir einen guten Job gemacht, haben ALBA nicht mit der gleichen Energie weiterspielen lassen und sind nochmal auf elf Punkte rangekommen. Ich denke, dass wir auch einiges Positives aus dem Spiel ziehen können.“

Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): “Wir hatten zu Beginn unsere Probleme, den richtigen Rhythmus zu finden. Bayreuth war taktisch sehr gut auf uns eingestellt. Im zweiten Viertel haben wir dann die richtige Intensität im Rebound und im Tempo entwickelt. Daher bin ich sehr zufrieden. Ich möchte auch Coach Korner meinen Respekt für seine Arbeit aussprechen und das mit einem Beispiel verdeutlichen. Kurz vor dem Endel als das Spiel schon verloren war, hat er trotzdem noch eine Auszeit genommen, um sein Team nochmal einzustellen und weiter zu verbessern.“

ALBA BERLIN vs. medi bayreuth 88:68 (19:19 - 31:15 - 14:17 - 24:17)

ALBA BERLIN: SIVA 10, Giffey 18, Mattisseck, Schneider 11, CHAPMAN 8, HERMANNSSON 7 (6 Assists), Wagner 3,  Ogbe 4, GIEDRAITIS 12, Drescher, SIKMA 4 (9 Rebounds / 6 Assists), Peno 11 (6 Assists).

medi bayreuth: THOMAS 17, ROBERTSON 7 (3 Assists), STOCKTON 11 (3 Assists), Doreth 0, SEIFERTH 4 (3 Rebounds), Martin 11 (3 Rebounds), Wachalski 3, Hrovat 10, Meisner 0, BROOKS 5, Raivio 0 (3 Rebounds).

Der Ausblick:

Bereits übermorgen geht es für die HEROES OF TOMORROW weiter. Am ersten Spieltag in der Gruppenphase der Basketball Champions League empfangen Bastian Doreth & Co. den türkischen Vertreter Besiktas Sompo Japan Istanbul in der Oberfrankenhalle. Spielbeginn am Dienstagabend ist um 20:00 Uhr. Tickets sind online unter www.tickets.medi-bayreuth.de, im Fanshop in der Brunnenstraße oder am Spieltag natürlich an der Abendkasse erhältlich.