Foto: Camera4 / Eberhard Thonfeld

medi bayreuth empfängt ALBA BERLIN zum Topspiel des 9. Spieltages

Heroes Of Tomorrow wollen mit einem Sieg die Albatrosse überflügeln

Das Spitzenspiel des 9. Spieltages in der easyCredit Basketball Bundesliga findet am Samstag in der Oberfrankenhalle in Bayreuth statt. Ab 20:30 Uhr empfangen dort die aktuell auf Tabellenposition fünf stehenden Heroes Of Tomorrow den Tabellenzweiten, ALBA BERLIN. Beide Teams mussten im bisherigen Saisonverlauf jeweils erst zwei Niederlagen hinnehmen.

Während medi bayreuth im Heimspiel gegen Jena sowie in Frankfurt den Kürzeren zog, unterlagen die Albatrosse am zweiten Spieltag in eigener Halle gegen die Eisbären Bremerhaven sowie am letzten Spieltag, ebenfalls zuhause, gegen den FC Bayern München. Auswärts hingegen demonstrierten die Hauptstädter bislang ihre in dieser Saison zurückgewonnene Stärke. Siegen in Ulm, beim MBC und in Göttingen folgte ein 77:75 Sieg beim amtierenden deutschen Meister in Bamberg, wodurch das Team von Trainer Alejandro Garcia Reneses auswärts bislang noch ungeschlagen ist.

Um den Albatrossen am Samstagabend erstmals auswärts in dieser Saison die Flügel zu stutzen, benötigt medi bayreuth unumstritten eine Topleistung über die gesamte Spielzeit. Dabei zählen Bastian Doreth & Co. natürlich fest auf die lautstarke und einzigartige Unterstützung ihre Fans in der höchstwahrscheinlich ausverkauften Oberfrankenhalle.

Das sagt Head Coach Raoul Korner:

„Es war zu erwarten, dass sich Berlin nach der verkorksten letzten Saison wieder fangen würde. Sie haben die richtigen Schlüsse gezogen und das neue Team sehr homogen zusammengestellt. Alba ist ein Team, das nur sehr schwer ausrechenbar ist. Zum einen, weil Peyton Siva in dieser Saison so richtig aufblüht und zum anderen, weil sie einen aggressiven, simplen, aber extrem intelligenten Basketball spielen. Ihr Spiel beruht stark auf dem Lesen von verschiedenen Situationen und dem Interpretieren, was ihnen die Defensive des Gegners bietet. Das geht natürlich nur, da sie über sehr intelligente Spieler verfügen, allen voran Luke Sikma und Marius Grigonis.

Defensiv spielen sie zudem sehr aggressiv und verteidigen das Pick & Roll auf eine Art und Weise, wie man es bislang in Deutschland noch nicht gesehen hat. Das stellt jedes Team vor gewisse Herausforderungen und ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass sie eines der besten Defensiv-Teams der Liga sind, da es noch etwas dauern wird, bis sich alle Mannschaften darauf eingestellt haben.

Alles in allem ist Berlin eine gut funktionierende und ausbalancierte Mannschaft mit individuell sehr guten Spielern und einem extrem starken Kollektiv. Sie werden mit viel Selbstvertrauen hier in Bayreuth auftreten. Für uns wird es unter anderem darum gehen, daheim endlich mal von Beginn an voll da zu sein.”

Die Key-Player der Berliner

Peyton Siva: Im zweiten Jahr lenkt der 27-jährige Aufbauspieler die Geschicke des Hauptstadtclubs - keine ander Kontingentstelle blieb über den Sommer besetzt. Im Vorjahr konnte der US-Amerikaner (183 cm) auf Grund einer Adduktorenverletzung nur 20 Punkt- und vier Playoff-Spiele absolvieren. Seine Werte von 9,4 Punkten und 4,8 Assists pro Partie kann der 24-fache NBA-Spieler bislang mit 11,3 Zählern sowie 5,6 Vorlagen klar toppen. Im Eurocup sind Sivas Statistiken mit 13,5 Punkten und 6,3 Assists sogar noch besser.

Dennis Clifford: Mit 216 cm ist der neue Big Man der Albatrosse der größte Spieler in der easyCredit BBL. Der 25-jährige US-Amerikaner spielt erstmals in seiner Laufbahn außerhalb seines Heimatlandes, wo er im Vorjahr für das G-League Team der Golden State Warriors, Santa Cruz, auflief. Nach einer Wadenverletzung im Vorjahr blieb dem Center der Sprung in die NBA in dieser Saison verwehrt, mit seinen bislang 11,7 Punkten und 4,3 Rebounds in der Liga sowie 10,0 Zählern und 5,2 Rebounds im Eurocup ist Clifford aber auf einem guten Weg, vielleicht schon in der kommenden Spielzeit in der besten Liga der Welt aufzulaufen.

Luke Sikma: Als spanischer Meister kam Luke Sikma aus Valencia an die Spree. Der 28-jährige Power Forward, Sohn von NBA-Legende Jack Sikma (über 1200 Spiele für Seattle und Milwaukee), begann seine Profilaufbahn in der zweiten spanischen Liga bei La Palma, wohin ihn der heutige ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda holte. Es folgte ein Jahr in Burgos ehe Sikma zum Top-Team Teneriffa ging, wo er zwischen 2013 und 2015 spielte. Anschließend folgte der Wechsel nach Valencia. Bei ALBA unterschrieb der 203 cm große Amerikaner einen Vertrag über zwei Jahre. Mit 9,7 Punkten, 6,3 Rebounds (Bestwert im Team) und 3,9 Assists bewies er bislang seine Vielseitigkeit.

Was haben die Albatrosse auf den deutschen Positionen zu bieten?

Hinter Dennis Clifford kann Coach Aito Garcia Reneses mit Bogdan Radosavljevic auf einen starken deutschen Center zurückgreifen. Der 213 cm große, 2016 aus Tübingen gekommene Big Man kommt im Schnitt auf 6,6 Punkte in rund elf Minuten Spielzeit.

Im Alter von 27 Jahren gehört Joshiko Saibou (188 cm) in der kommenden Woche erstmals zum Gesamtkader der deutschen Nationalmannschaft. Der bislang 174-fache Bundesliga-Spieler kehrte vor der Saison nach Stationen in Trier, Gießen, Crailsheim und Würzburg in seine Heimatstadt zurück, die er 2011 verlassen hatte. Mit durchschnittlich 7,8 Zählern und 1,4 Assists ist er ein verlässlicher Aufbauspieler, wenn Peyton Siva auf der Bank sitzt. Außerdem führt Saibou teamintern mit 1,8 Steals.

Nach Saibou ist Akeem Vargas (beide 27) zweitältester Spieler im Team der Albatrosse. Mit 189 Spielen in der easyCredit BBL ist er der erfahrenste Akteur im Team, er weist zudem 43 Einsätze in der Nationalmannschaft auf. Der 192 cm große Shooting Guard ist das Urgestein im Team, seit 2013 gehört er zum Kader. Vargas zählt nicht zu den besten Scorern, ist aber seit vielen Jahren einer der härtesten deutschen Verteidiger der Liga.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Das Spitzenspiel zwischen den Heroes Of Tomorrow und ALBA BERLIN beginnt am Samstag um 20:30 Uhr. Restkarten sind online unter www.tickets.medi-bayreuth.de oder an der Abendkasse noch erhältlich. Für alle, die nicht live in der Halle dabei sein können, übertragen Telekom Sport im Stream sowie Radio Mainwelle live im Radio.