Fotos: Basketball Champions League

medi bayreuth empfängt Radom zum Champions League Rückrundenstart

Heroes Of Tomorrow wollen mit einem Sieg auf einen Playoff-Platz vorrücken

Am 8. Spieltag in der Basketball Champions League ist ein weiterer Sieg für medi bayreuth eigentlich schon Pflicht, will man das ausgegebene Ziel in Form des Erreichens der Playoffs nicht gefährden. Schon allein, wenn man auf die noch anstehenden und von der Papierform deutlich schwereren Aufgaben, wie zum Beispiel in Straßburg oder auch gegen Banvit voraus blickt, muss die Partie gegen den polnischen Vertreter ROSA Radom unbedingt gewonnen werden. Ohne überheblich werden zu wollen, sollte dies durchaus machbar sein für das Team um Kapitän Bastian Doreth, das schließlich auch das Hinspiel in Radom letztlich souverän und deutlich mit 96:79 gewinnen konnte.

Im Rückspiel am Mittwoch um 20:00 Uhr in der Oberfrankenhalle ist aber nicht einmal gesagt, dass medi bayreuth ein Sieg reichen würde, um auf einen der ersten vier Plätze in Gruppe C vorzurücken. Die Tabellensituation könnte sich nach diesem Spieltag sogar um eine weitere Stufe zuspitzen, denn es wäre in der Tat möglich, dass bis zu fünf Mannschaften mit exakt 13 Zählern punktgleich an der Spitze stehen könnten. 

Bei den Heroes Of Tomorrow wird nach überstandener Verletzung Assem Marei zurück in die Mannschaft kommen. Aufgrund der Regularien in der Champions League, muss Head Coach Raoul Korner dabei nicht einmal auf einen Spieler verzichten. Während in der Bundesliga ja nur sechs ausländische Spieler spielberechtigt sind, können in Champions League Spielen in einem 12er-Kader bis zu sieben ausländische Spieler aufgeboten werden.

Spielbeginn zur ersten Partie der Rückrunde in der Basketball Champions League ist am Mittwochabend um 20:00 Uhr. Tickets sind noch online unter tickets.medi-bayreuth.de oder an der Abendkasse erhältlich.

Das sagt Raoul Korner:

"Das Spiel gegen Radom ist für uns ein ganz wichtiges Spiel, gerade im Hinblick auf die mögliche Playoff-Qualifikation. Es ist schon fast ein Pflichtsieg für uns, so brutal das gegen ein so starkes Team wie ROSA Radom auch klingen mag. In eigener Halle dürfen wir aber jetzt ganz einfach nichts mehr anbrennen lassen.

In Polen haben wir zwei Gesichter gezeigt. Im ersten Viertel wurden wir buchstäblich an die Wand gespielt, was uns Lehre genug sein sollte. Ab dem zweiten Viertel haben wir dann aber auch gezeigt, wie man diese Partie angehen muss und genau darum wird es auch am Mittwoch gehen. Wir müssen von Beginn an fokussiert und physisch sehr präsent sein. Radom ist eine Mannschaft, die gut Basketball spielen kann, wenn man sie lässt. Daher müssen wir so gut verteidigen, dass sie nicht in ihren Rhythmus kommen und dann sollten wir eine gute Chance haben, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.

Mit Ryan Harrow, der im Hinspiel noch nicht dabei war, haben sie einen Aufbauspieler, der ein ganz wichtiger Faktor in ihrem Spiel ist. Gerade auf der Aufbauposition haben sie im Hinspiel, in der Phase als wir zurückgekommen sind, doch massive Fehler gemacht. Harrow gibt ihnen Stabilität und ist zudem ein Spieler, der extrem aufs Tempo drückt, seinen eigenen Wurf kreieren kann und vor allem Kevin Punter in der Offensive unterstützen und somit auch etwas entlasten kann.”

Die Top-Performer von ROSA Radom:

Punkte: Mit durchschnittlich 18 Punkten pro Spiel ist Kevin Punter (Nr. 0) mit Abstand bester Schütze der Polen. Auch im Hinspiel war er mit 22 Zählern Topscorer. Unter allen Teams der Basketball Champions League reicht diese Performance des 24-Jährigen für Rang vier. Der US-Shooting Guard ist Dreh- und Angelpunkt im Offensiv-Spiel der Polen und nimmt mit bislang 149 Würfen über ein Drittel mehr Schüsse als Michal Sokolowski (91).

Rebounds: Der seit 2014 für ROSA Radom spielende Michal Sokolowski (Nr. 24) ist der Akteur mit der meisten Einsatzzeit. Fast 33 Minuten steht der 25-jährige Pole auf dem Parkett. Dabei gelingt es dem 195 cm großen Small Forward, die meisten Rebounds zu holen. Im Schnitt sichert er sich 6,7 abprallende Bälle, 5,7 davon unter dem eigenen Korb.

Assists: Bester Ballverteiler im Team der Polen ist US-Point Guard Ryan Harrow (Nr. 55). Der 26-Jährige spielte schon zum Ende der abgelaufenen Saison für Radom, wechselte dann im Sommer zu Pieno Zvaigzdes nach Litauen. Dort absolvierte er allerdings nur fünf Partien und ging zurück in die zentralpolnische Stadt. Harrow, der im Hinspiel noch nicht zum Kader gehörte, absolvierte bislang fünf BCL-Spiele und ist mit einem Wert von 3,6 bester Vorlagengeber.

Effektivität: Der tschechische Nationalspieler Patrik Auda (Nr. 1) ist der effektivste Spieler im Team von ROSA Radom. Dem Power Forward gelingen im Schnitt 13,4 Punkte und 6,0 Rebounds, was, kumuliert mit den anderen relevanten Statistiken, einen Wert von 15,1 ergibt.

Bisheriger Saisonverlauf:

Wie schon im Vorjahr steht ROSA Radom aktuell am Tabellenende der Gruppe C. In der Hinrunde gelang den Polen lediglich ein Sieg. Am fünften Spieltag gab es in eigener Halle ein knappes 49:48 gegen Banvit BK. Auswärts gab es drei Niederlagen, in Madrid verlor man 68:78, in Athen 92:96 und in Ljubljana 72:80.

Im Hinspiel holte medi nach einem Fehlstart von 16:33 im ersten Viertel ab dem zweiten Abschnitt auf und gewann letztlich verdient mit 96:79, wobei Andreas Seiferth mit 24 Punkten zum Topscorer der Heroes Of Tomorrow avancierte.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Alle, die am Spieltag nicht in der Oberfrankenhalle dabei sein können, haben die Möglichkeit, das Spiel im Stream auf livebasketball.tv und DAZN live mitzuverfolgen. Auch Radio Mainwelle berichtet in Live-Einblendungen vom Champions League Spiel zwischen den Heroes Of Tomorrow und ROSA Radom.