Fotos: Christian Becker

medi bayreuth erwartet alles andere als leichte Pflichtaufgabe gegen Vechta

Heroes Of Tomorrow gehen hoch konzentriert ins Heimspiel gegen den Aufsteiger

Wenn am 28. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga der Tabellenvierte den Tabellensiebzehnten empfängt, kann man für das Heimteam durchaus von einer Pflichtaufgabe sprechen. Dabei sollte man es aber tunlichst vermeiden, die Begriffe “Pflicht” und “leicht” zu verwechseln. Einfache Aufgaben gibt es in dieser  ausgeglichenen BBL keine und das gilt somit auch für die Partie von medi bayreuth gegen RASTA Vechta.

Wie schwer es ist, eine Partie zu gewinnen, in die man nicht von Beginn an mit voller Konzentration und Intensität gestartet war, hat das Team von Head Coach Raoul Korner im letzten Heimspiel gegen Tübingen bereits am eigenen Leib erfahren müssen. Genau diese Erfahrung sollte den Heroes Of Tomorrow eine Lehre gewesen sein, den Aufsteiger aus Vechta am Samstag ab 18:00 Uhr nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn dieser von den bisherigen zwölf Auswärtsspielen nur das in Frankfurt gewinnen konnte. Wie gefährlich das Team von Cheftrainer Doug Spradley sein kann, hat es erst kürzlich beim Heimsieg über die EWE Baskets Oldenburg unter Beweis gestellt.

Für die Heroes Of Tomorrow wird es einmal mehr darum gehen, sich voll und ganz auf ihr Stärken und ihr eigenes Spiel zu konzentrieren, um gut in die Partie zu starten und die Fans in der Oberfrankenhalle schnellstmöglich geschlossen hinter sich zu bekommen. Zusätzliche Motivation für Bastian Doreth & Co. sollte die Tatsache sein, dass man mit einem Sieg die Qualifikation für die Playoffs perfekt machen könnte.

Das Spiel zwischen medi bayreuth und RASTA Vechta wird präsentiert von Motor Nützel und der Neueröffnung des Kompetenzzentrums für Audi Sport am 8. April in der Nürnberger Straße 95. Diesen Termin sollten sich alle medi-Fans schon einmal vormerken, denn ab 14 Uhr werden die Heroes Of Tomorrow zur Autogrammstunde vor Ort sein.

Das sagt Raoul Korner

“Vechta ist eine Mannschaft, die ums Überleben kämpft und jede Mannschaft, die ums Überleben kämpft ist eben auch in der Lage Kräfte freizusetzen, die man vorher nicht erwarten konnte. Schon allein diese Konstellation macht Vechta gefährlich. Zudem verfügen sie über einen Kader mit viel Erfahrung und viel individueller Qualität, der durchaus in der Lage ist, Spiele zu gewinnen. Bislang haben sie das ein oder andere Spiel auch knapp oder unglücklich verloren, strotzen sicherlich nicht vor Selbstvertrauen, aber mit dem Mut der Verzweiflung ist dennoch viel möglich.

Auf der anderen Seite sind das genau die Spiele, die wir gewinnen müssen, wenn wir eben Vierter bleiben wollen und das haben wir ja zu unserem Ziel erklärt.

Wir müssen schauen, dass wir möglichst gut in das Spiel hinein kommen und von Beginn an defensiv stabil und mit einer gewissen Dominanz und Physis auftreten.”

Die Stützen im Team von RASTA Vechta

Frank Gaines ist der beste Schütze im Team der Niedersachsen. Der 26-jährige Shooting Guard stand in 24 der bisherigen 25 Spiele in der Starting Five und erhält mit durchschnittlich über 28 Minuten Einsatzzeit die meisten Spielanteile. Gaines, der aus Polen nach Vechta kam, dankt es mit 15,1 Zählern pro Spiel. Dazu kommt er auf 2,4 Rebounds und 2,5 Assists.

Bester Rebounder des nach einem Bob Marley-Song benannten Clubs ist Devin Searcy, der schon für Würzburg und Bremerhaven in der BBL auflief. Der 27-jährige Center hat bereits 117 Bundesliga-Spiele absolviert und verzeichnet in dieser Saison 6,6 Rebounds sowie 10,1 Punkte pro Einsatz (3 Double-Doubles).

Mit durchschnittlich 9,9 Zählern pro Spiel ist Christian Standhardinger in dieser Saison einer der besten deutschen Werfer der Liga. Nur Tim Ohlbrecht (Ulm, 12,4) und Isaiah Philmore (Tübingen, 10,4) sammeln im Durchschnitt mehr Punkte pro Einsatz als der 27-jährige Power Forward. Außerdem holt der aus Weißenfels gekommene Standhardinger im Schnitt 5,9 Rebounds.

Der Aufsteiger kämpft gegen den direkten Wiederabstieg

Die Verantwortlichen der Reiterstädter haben sich die zweite Saison in der easyCredit BBL sicher anders vorgestellt als in der Spielzeit 2013/2014, als Vechta am Ende wieder in die ProA abstieg. Der frühere Bayreuther Coach Andreas Wagner, der Vechta in der Vorsaison zurück ins Oberhaus coachte, musste im Februar nach 14 Niederlage in Serie gehen - zuvor wurden schon mehrere Spieler ausgetauscht. Zum zweiten Mal in dieser Saison wird daher Douglas Spradley als Head Coach in der Oberfrankenhalle an der Seitenlinie stehen: Bis Ende 2016 war der US-Amerikaner Trainer von s.Oliver Würzburg, nun soll er die Niedersachsen vor dem Abstieg retten.

Durch einen überraschenden Sieg über Oldenburg hat der Aufsteiger aus Vechta vor zwei Wochen zwei ganz wichtige Punkte geholt - und braucht weitere Siege, um im Idealfall die Basketball Löwen aus Braunschweig noch abzufangen. Sieben Chancen haben die Niedersachsen dafür noch, unter anderem findet auch noch das Kellerduell gegen Braunschweig statt.

Das Hinspiel

40 Minuten harte Arbeit waren für medi bayreuth am 2. Spieltag notwendig, um das Hinspiel in Vechta mit 74:65 für sich zu entscheiden. Zur Pause führten die Niedersachsen damals mit vier Zählern, ehe ein fulminantes drittes Viertel, das die Heroes Of Tomorrow mit 22:8 für sich entscheiden konnten, eine Vorentscheidung brachte. Beste Scorer für Vechta waren Moses Ehambe mit 16 und Frank Gaines mit 13 Punkten. Für medi bayreuth brachten es Trey Lewis (17), Kyan Anderson und De’Mon Brooks (beide 14) auf zweistellige Punktausbeuten.

Ewige Bundesliga-Bilanz

3 Spiele – 2 Siege / 1 Niederlage

in Bayreuth: 1-0 / in Vechta: 1-1

Letzter Heimsieg:

2. März 2014 - medi bayreuth vs. RASTA Vechta 82:70 (39:37)

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Das Spiel gegen Aufsteiger RASTA Vechta wird wie gewohnt bei Telekom Basketball im HD-Stream übertragen. Auch Radio Mainwelle und Radio Galaxy Bayreuth berichten live und in voller Länge. Karten gibt es unter tickets.medi-bayreuth.de.