Fotos: Basketball Champions League

medi bayreuth hat in der Champions League die "Round of 16" fest im Visier

Gegen Ljubljana wollen die Heroes Of Tomorrow im Playoff-Rennen nachlegen

Drei Wochen nach dem grandiosen Sieg bei SIG Strasbourg steht morgen Abend um 20 Uhr nun das erste Champions League Spiel im neuen Jahr auf dem Programm der Heroes Of Tomorrow. Zu Gast am 10. Spieltag ist dabei der 16-fache slowenische Meister Petrol Olimpija Ljubljana.

Der Tabellensiebte der BCL-Gruppe C kommt mit einem neuen Head Coach in die Oberfrankenhalle. Erst gestern haben sich die Slowenen von ihrem bisherigen Trainer Gasper Okorn getrennt, dessen Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Der Nachfolger Okorns heißt Zoran Martic, der somit noch vor seiner für Donnerstag geplanten offiziellen Vorstellung das Team von Petrol Olimpija bereits in der Partie in der Oberfrankenhalle betreuen wird. Der 52-jährige Slowene trainierte in der Vorsaison den polnischen Klub Trefl Sopot und erhielt in Ljubljana einen Vertrag bis Saisonende.

Für medi bayreuth hat das neue Jahr mit zwei Siegen in der Bundesliga hervorragend begonnen. Natürlich will das Team von Head Coach Raoul Korner 2018 auch in der Champions League mit einem Erfolgserlebnis beginnen. Ein Sieg gegen die Slowenen wäre dabei ein weiterer großer Schritt in Richtung der sogenannten "Round of 16". Die Chancen zwei weitere Zähler auf die Habenseite zu bringen, stehen gut, zumal das Team von Head Coach Raoul Korner schon im Hinspiel als Sieger vom Platz gehen konnte. In Sloweniens Hauptstadt siegten die Heroes Of Tomorrow mit 90:77, aber natürlich wird man das Rückspiel in Bayreuth dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Bastian Doreth & Co. hoffen auf dem Weg zum 7. Saisonsieg in der Champions League wieder auf eine gut gefüllte Oberfrankenhalle und die gewohnt mitreißende Unterstützung ihrer Fans.

Das sagt Raoul Korner:

"Ein Trainerwechsel birgt immer eine gewisse Unsicherheit für die gegnerische Mannschaft. Du weißt nicht, wie die taktische Ausrichtung unter dem neuen Trainer sein wird und wie viel er schon verändert hat. Eins ist immer der Fall und zwar, dass Teams mit einem neuen Trainer kurzfristig Energie freisetzen, die dann auch wieder verpufft, aber für uns ist das natürlich jetzt sicher relevant. Trotzdem glaube ich aber nicht, dass sich die taktische Grundausrichtung der Mannschaft grundlegend ändert.

Jordan Morgan ist sicherlich ein großer Faktor in ihrem Spiel. Allerdings ist er bei ihnen auf seiner Position doch eher allein auf weiter Flur, während wir zwei Leute haben, die wir ihm entgegenstellen können. Das ist unser großer Vorteil. Weiter gilt es die gefährlichen Distanzschützen entsprechend zu verteidigen.

Im Idealfall könnten wir nach den beiden Heimspielen jetzt gegen Ljubljana und dann in einer Woche gegen Bandirma das Thema Playoffs in der Tasche haben und uns dann darauf konzentrieren, unsere Ausgangsposition möglichst gut zu gestalten. Heimspiele sind in der Champions League ganz besonders wichtig und vor allem dieses gegen ein Team, das Straßburg und auch Estudiantes geschlagen hat. Sie wissen, wie man Spiele gewinnt, das zeigen auch ihre 16 Meistertitel. Diese Tatsache darf man nie unterschätzen. Daher ist allerhöchste Konzentration gefordert.”

Die Top-Performer von Petrol Olimpija Ljubljana:

Punkte, Rebounds & Effektivität: Im Hinspiel war Jordan Morgan (Nr. 9) mit 18 Punkten zweitbester Werfer seiner Mannschaft und kam damit auch auf seinen Saisonschnitt von 17,9 Zählern. Der 203 cm große Center hat auch bei den Rebounds teamintern die Nase vorne. Durchschnittlich sammelt er 8,3 (Hinspiel 6) abprallende Bälle ein, 2,0 davon unter dem offensiven Brett. Unter anderem sorgen auch 1,4 Steals dafür, dass der 26-jährige US-Amerikaner einen Effektivitätswert von 21,0 aufweist. Der Schlüsselspieler der Slowenen ist in der gesamten Basketball Champions League drittbester Rebounder und zweiteffektivster Akteur.

Assists: Bei den Vorlagen profitiert Jordan Morgan oft von den Zuspielen des seit 2014 für Ljubljana spielenden Gregor Hrovat (Nr. 15). Der Slowene, der im Hinspiel mit nur zwei Punkten und einer Vorlage sein bislang schwächstes Spiel in der BCL hatte, erzielt im Schnitt 10,1 Zähler und legt 3,5 Mal den Ball auf seine Mitspieler ab. Damit ist der 23-Jährige der beste Assistent des 16-fachen slowenischen Meisters.

Bisheriger Saisonverlauf:

Mit drei Siegen aus bislang acht absolvierten Partien liegen die Slowenen in der Tabelle der Gruppe C auf Platz sieben. Dabei beträgt der Rückstand auf Rang sechs zwei, auf Rang eins lediglich drei Zähler.

Nach einem 0:3 Fehlstart gab es den ersten Sieg auswärts bei Movistar Estudiantes (81:75), Anfang Dezember folgten zwei Heimsiege über Schlusslicht ROSA Radom (80:72) sowie SIG Straßburg (78:77). Zuletzt unterlag Petrol Olimpija Ljubljana in einem Low Scoring Game gegen den nächsten medi-Gegner, Banvit Bandirma, in eigener Halle mit 57:65.

Die weiteren Partien des 10. BCL-Spieltages in Gruppe C:

Umana Reyer Venezia vs. ROSA Radom (Di.)

Estudiantes Madrid vs. SIG Strasbourg (Di.)

Banvit BK Bandirma vs. AEK Athen (Mi.)

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Bevor es in der easyCredit Basketball Bundesliga wieder um Punkte geht, stehen zwei Heimspiele in der Basketball Champions League auf dem Programm. Zunächst findet die Partie gegen Petrol Olimpija Ljubljana statt. Jump ist am Mittwoch um 20 Uhr. Karten sind wie gewohnt unter tickets.medi-bayreuth.de erhältlich. Im Stream kann das Spiel bei livebasketball.tv und DAZN verfolgt werden. Auch Radio Mainwelle meldet sich mit Live-Einblendungen im laufenden Programm. Genau eine Woche später wird dann in der Oberfrankenhalle die Partie gegen Banvit BK Bandirma ausgetragen.