Fotos: Ochsenfoto

medi bayreuth kann den FC Bayern München letztlich nur ein wenig ärgern

HEROES OF TOMORROW unterliegen dem amtierenden Meister mit 75:91

Ohne Mannschaftskapitän Bastian Doreth, der krankheitsbedingt kurzfristig passen musste, hat medi bayreuth am 22. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga gegen den amtierenden deutschen Meister aus München eine Heimniederlage hinnehmen müssen. In der mit 3.400 Zuschauern ausverkauften Oberfrankenhalle unterlagen die HEROES OF TOMORROW am Sonntagnachmittag dem FC Bayern München Basketball mit 75:91 (35:48).

Die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner bot dem Team aus der Landeshauptstadt dabei einen guten Fight. Den doch schon deutlichen Pausenrückstand hatte man mit viele Leidenschaft, Kampfgeist und schönem Teambasketball bis zum Ende des dritten Abschnitts nochmals komplett aufholen können. Kurzzeitig schien eine Sensation möglich, doch die Bayern erwiesen sich im Schlussabschnitt zu abgezockt und gewannen das Spiel letztlich verdient und nahmen die Punkte aus der Oberfrankenhalle mit nach München.

Das sagt Nate Linhart (medi bayreuth):

“Es war ein harter Kampf! Wir haben ihnen gut Paroli geboten, allerdings hat es dann letztendlich leider nicht gereicht. Der FC Bayern hat einen sehr tiefen Kader und konnte dies auch nutzen. Wir haben Basti natürlich schmerzlich vermisst, aber es war schön, wieder auf Juice zählen zu können. Ich hoffe, dass wir mit viel Elan am Mittwoch in die Partie kommen werden. ”

Warum es so lief, wie es lief:

Die Voraussetzungen für ein Duell mit dem amtierenden Meister hätten für medi bayreuth sicherlich besser sein können. Ohne Kapitän Bastian Doreth, dafür aber wieder mit James Woodard, kamen die HEROES OF TOMORROW nur schwer in die Partie. Es fehlte ein wenig der Biss und so zogen die Bayern, vor allem dank Vladimir Lucic, auf 11:2 davon.

Im Anschluss hatte es zunächst den Anschein, als könnten die Bayern genau mit diesem Vorsprung die Partie ganz locker von vorne weg beherrschen. Mit einem 35:48 Rückstand ging es für medi bayreuth in die Halbzeitpause.

Jetzt aber bekamen auch die Bayern zu spüren, warum es in Bayreuth OberfrankenHÖLLE heißt. Mit den Fans im Rücken drehte medi bayreuth nun so richtig auf und verkürzte den Rückstand Punkt für Punkt. Mit großem Herz kamen die Burschen von Raoul Korner wieder heran und glichen die Partie beim 60:60 zum Ende des dritten Abschnitts aus.

Es hatte nun sogar den Anschein, als wäre für medi bayreuth nochmals alles möglich, doch die Bayern schlugen eindrucksvoll zurück. Eine 3:18-Serie zum 63:78 (36.) brachte die Entscheidung und den 19. Saisonsieg für die Münchner.

Vor allem die schwache Dreierquote auf Seiten von medi bayreuth von nur vier Treffern bei 23 Versuchen war einfach zu schwach, um dem Meister letztlich gefährlich werden zu können.

Die Trainerstimmen:

Oliver Kostic (Head Coach FC Bayern Basketball): “Dieser Sieg ist gerade nach der langen Woche extrem wichtig für uns. Unsere Jungs haben buchstäblich ihren letzten Funken Energie hier gegeben, um eine gute Leistung zu präsentieren und im Moment ist das das Wichtigste für uns. Außerdem war es von Vorteil für uns, dass Koponen nach drei Wochen Pause zurück ins Team gekehrt ist. Wir haben nun langsam wieder einen Kader, mit dem man ordentlich trainieren und natürlich auch spielen kann. Zusammengefasst war es ein gutes Spiel und ein wichtiger Sieg für uns. Glückwunsch an meine Mannschaft. Ich drücke Raoul Korner und seiner Mannschaft für Mittwoch die Daumen und hoffe, dass sie die Partie im FIBA Europe Cup gewinnen werden.“

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Glückwunsch an Bayern zum letztendlich verdienten Sieg. Schaut man auf den Statistikbogen, ist auffallend, dass wir mit nur 18% von der Dreipunktelinie wahrscheinlich nur schwer gegen ein physisch überlegenes Team gewinnen können. Wir haben uns gerade im dritten Viertel stark, aggressiv und beinahe schon heroisch in die Partie zurückgekämpft und konnten auf 60:60 ausgleichen. Gerade der dritte Spielabschnitt war der, vor dem ich etwas Bedenken hatte, da ich befürchtete, dass der FC Bayern noch einmal einen Gang zulegen würde, so wie sie es gegen Oldenburg getan haben. In diesem Viertel ist ihnen das nicht gelungen. Leider verliert man dann mit jedem Pfiff, der dann gegen dich kommt, mehr Substanz, als man eigentlich müsste. München nutze die physische Überlegenheit unter dem Korb sehr gut aus und hat in dieser Phase sehr gut exekutiert. Letztendlich haben sie die Partie dadurch verdient gewonnen. Kompliment trotzdem an meine Mannschaft, wir haben heute im Rahmen unserer Möglichkeiten alles gegeben. Natürlich können wir mehr Würfe treffen oder das ein oder andere Foul lassen, das uns wehgetan hatte, aber kämpferisch kann man keinem einen Vorwurf machen. Unser kompletter Fokus liegt nun auf der Partie am Mittwoch. Ich hoffe, dass nicht nur der FC Bayern uns die Daumen drückt, sondern ganz Bayreuth und dass die Fans zahlreich in die Halle kommen. Ich weiß nicht genau, ob alle wissen, wie historisch dieser Tag werden könnte, da ein Bayreuther Basketballteam europäisch noch nie unter den Top 4 in irgendeinem internationalen Wettbewerb war. Das streben wir am Mittwoch an und darauf richtet sich unser ganzer Fokus.”

medi bayreuth vs. FC Bayern Basketball 75:91 (14:23 - 21:25 - 25:12 - 15:31)

medi bayreuth: ROBINSON 15 (5 Rebounds), Feneberg, WOODARD 13 (6 Assists), SEIFERTH 6, MEISNER 12 (5 Rebounds), Alford 5, Perschnick, Travis 14 (5 Rebounds), Bruinsma 4, Pryszcz, LINHART 6.

FC Bayern Basketball: BRAY 9, King 3, Koponen 4, MONROE , LUCIC 12, LO 6, Zipser 14, Flaccadori 0, BARTHEL 15 (5 Rebounds), Sisko 3 (7 Assists), Radosevic 7.

Der Ausblick:

Head Coach Raoul Korner sprach von einer historischen Chance für den Bayreuther Basketball. Um diese, den Einzug ins Halbfinale des FIBA Europe Cups, realisieren zu können, brauchen die HEROES OF TOMORROW am kommenden Mittwoch, 11. März um 18:30 Uhr, die lautstarke Unterstützung ihrer Fans. Dann geht es im Viertelfinalrückspiel im FIBA Europe Cup gegen das rumänische Team von U-BT Cluj-Napoca.