Fotos: Ochsenfoto

Revanche geglückt! HEROES OF TOMORROW lassen Bakken Bears keine Chance

medi bayreuth besiegt die Dänen 105:82 und holt sich auch den direkten Vergleich

Mit einem souveränen Heimsieg hat medi bayreuth am 4. Spieltag in der 2. Gruppenphase des FIBA Europe Cups eine großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Vor 2.201 Zuschauern in der Bayreuther Oberfrankenhalle besiegte die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner am Montagabend die Bakken Bears aus Dänemark mit 105:82 (58:43) und holte sich so nicht nur den dritten Sieg im vierten Gruppenspiel, sondern auch den in der Endabrechnung vielleicht noch wichtigen direkten Vergleich gegen die Dänen, die das Hinspiel in Aarhus mit 110:92 für sich entscheiden konnten.

Mit diesem Sieg erspielte sich die Mannschaft von Raoul Korner einen Matchball auf den Gruppensieg. Sollte medi bayreuth am Mittwoch in einer Woche das Gastspiel bei SL Benfica gewinnen, wäre den HEROES OF TOMORROW schon vor dem letzten Spieltag der Gruppensieg und damit auch der Einzug ins Viertelfinale des FIBA Europe Cups nicht mehr zu nehmen.

Das sagt James Robinson (medi bayreuth):

“Uns war klar, wie wichtig diese Partie für uns sein würde. Wir hatten jetzt eine gute Trainingswoche hinter uns und noch immer im Kopf, was passierte, als wir vor ein paar Wochen in ihrer Halle gespielt hatten. Es fühlte sich toll an, auf`s Parkett zu kommen und so gut zu spielen, um auch den direkten Vergleich für uns entscheiden zu können. Ich glaube, dass wir eine ganz gute Leistung gezeigt haben und hoffe, dass wir darauf aufbauen können.”

Warum es so lief, wie es lief:

Von der ersten Sekunde an konnte man in der Oberfrankenhalle spüren, dass die deutliche Niederlage der HEROES OF TOMORROW im Hinspiel in Aarhus mehrfach Thema in der Vorbereitung auf das Rückspiel gewesen war. Hoch konzentriert und extrem motiviert begannen Doreth, Woodard, Linhart, Meisner und Seiferth das Spiel für medi bayreuth. Die Starting Five hinterließ in der gesamten ersten Halbzeit einen extrem starken Eindruck, da zum einen das Zusammenspiel im Angriff bestens funktionierte und man auch in der Defensive im Kollektiv erfolgreich agierte. Während man die Kreise von Topscorer Ryan Evans geschickt einengte, lief der Ball in der Offensive und medi erspielte sich schnell eine solide Führung (24:14).

Auch im zweiten Viertel blieb das Team von Raoul Korner stets in Front und baute seinen Vorsprung über 31:21, 50:40 auf 56:43 bis zur Halbzeitpause aus. Besonders auffällig war im zweiten Viertel Evan Bruinsma, der an beiden Enden des Feldes Akzente setzen konnte.

Bei immer so um die zehn Punkte belief sich der Bayreuther Vorsprung dann auch bis Mitte des dritten Viertels (63:53), ehe medi nochmals einen Gang zulegte. Ein 14:3 Run brachte Bastian Doreth & Co. mit 77:56 (30. Minute) in Führung und auf einmal bestand sogar die Chance, nicht nur das Spiel, sondern auch den direkten Vergleich für sich zu entscheiden.

Nun ging ein weiterer Motivationsschub durch das Team der HEROES OF TOMORROW und man zog bis sechs Minuten vor dem Ende auf 90:62 (höchste Führung) davon. Die Gäste kamen zwar nochmals zurück und lagen beim 74:92 (37.) in der Addition beider Spiele wieder gleichauf, doch medi ließ sich nicht beirren und holte sich am Ende verdient die Punkte und auch den sogenannten Tie-Breaker im Vergleich mit dem 16-fachen dänischen Meister.  

Insgesamt präsentierte medi bayreuth seinen Fans erneut eine starke Teamleistung. Das gute Zusammenspiel bescherte medi an diesem Abend immer wieder beste Wurfmöglichkeiten, die man mit guten Quoten für satte 105 Punkte nutzte. Doch auch in der Verteidigung stand man gut und holte sich mit 38:31 Rebounds den Vergleich unter den Brettern (im Hinspiel waren es 42:21 Rebounds für die Dänen). 

Am Ende hatten die HEROES OF TOMORROW in allen Kategorien die besseren Wurfquoten und so fiel es auch nicht ins Gewicht, dass sich medi im Vergleich zu den Dänen fünf Ballverluste mehr erlaubte.

Die Trainerstimmen:

Steffen Wich (Head Coach Bakken Bears): “Das war eine schmerzhafte Niederlage für uns. Bayreuth wollte den Sieg definitiv mehr als wir. Offensichtlich waren die 18 Punkte aus dem Hinspiel ihr Ziel und es war klar, dass sie mehr Energie als wir hatten. Im Grunde war unsere Defensive heute gar nicht vorhanden. Unsere Defense war heute extrem schlecht und 105 Punkte tun auf jeden Fall weh. Wenn man sich den Scouting Bogen so betrachtet, fällt auf, dass wir sogar 21 Würfe mehr als Bayreuth genommen haben, aber wir waren dennoch nicht in der Lage, den Ball im Netz unterzubringen. Es war einfach einer dieser Tage, die man schnell vergessen möchte, bei denen wir auf der einen Seite in der Defensive zu schlecht waren und auf der anderen den Ball nicht im Korb unterbringen konnten.”

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Glückwunsch an mein Team zum deutlichen, aber dennoch eigentlich knappen Sieg. Das Hinspiel ist uns schon sehr nahe gegangen und hat durchaus Spuren hinterlassen. Dementsprechend wenig Motivation meinerseits bedurfte es in der Vorbereitung. Ich glaube, dass wir insgesamt die Aufgabe ordentlich erledigt haben. Auf der offensiven Seite ist die Maschine im Moment sehr gut geölt, das konnte man auch heute wieder gut sehen. Wir bewegten den Ball gut und konnten, dank gut herausgespielter Würfe, hochprozentig abschließen. Auch am defensiven Ende war es uns in dieser Partie möglich, immer wieder gut zu agieren. Es war uns heute möglich, den Gegner unter 90 Punkte zu halten, was ja für uns jetzt auch kein alltägliches Ergebnis ist. Letztendlich bin ich froh, dass wir diese Partie, welche eigentlich so deutlich aussieht, trotzdem knapp gewinnen konnten, denn der direkte Vergleich stand noch einmal auf den Spiel, aber zum Glück war es uns möglich, diesen trotzdem noch für uns zu entscheiden.”

medi bayreuth vs. Bakken Bears 105:82 (29:21 - 27:22 - 22:15 - 27:24)

medi bayreuth: Robinson 7 (8 Assists),  WOODARD 23, DORETH 7, SEIFERTH 16 (7 Rebounds), MEISNER 14, Alford 6, Travis 6, Bruinsma 14, Pryszcz, LINHART 12, Grüttner Bacoul 0.

Bakken Bears: Efianayi 0, DARBO 3, EVANS 6, ORTIZ 6, JUKIC 19, Ongwae 6, DIOUF 13 (8 Rebounds), Bjoernebo Neidhardt, Sahlertz 0, Galloway 3, Hilliard 15 (7 Assists), Laerke 11.

Der Ausblick:

Am kommenden Sonntag dürfen die HEROES OF TOMORROW dann wieder im heimischen Wettbewerb, der easyCredit Basketball Bundesliga, angreifen. Zu Gast in der Oberfrankenhalle zum Abschluss der Hinrunde ist der Tabellenvierte, die EWE Baskets Oldenburg. Jump zum 17. Spieltag ist um 15:00 Uhr.