Fotos: Jörn Wolter

Spiel um Platz 4: Heroes Of Tomorrow erwarten die Telekom Baskets Bonn

Gibt es im Duell zwischen medi und den Rheinländern wieder einen Krimi?

Bayreuth gegen Bonn - eine Paarung, bei der in den letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften immer für Spannung bis in die letzten Sekunden gesorgt war. Wird dem auch morgen bei der Partie des 22. Spieltages in der easyCredit Basketball Bundesliga so sein, wenn die Telekom Baskets Bonn diesmal ab 19 Uhr in der Bayreuther Oberfrankenhalle zu Gast sein werden?

Beim Blick auf die Tabelle ist auf jeden Fall davon auszugehen, denn im Aufeinandertreffen des Tabellenvierten mit dem Fünften geht es natürlich um diese für die Playoffs so wichtige vierte Position, die in der ersten Runde ja das Heimrecht bedeuten würde. Egal wie das Spiel morgen endet, die Heroes Of Tomorrow werden auch nach diesem Spieltag Rang vier inne haben. Ein Sieg im Match gegen die Rheinländer würde den Vorsprung des Teams von Head Coach Raoul Korner auf den Tabellennachbarn jedoch weiter auf bereits drei Niederlagen anwachsen lassen.

Wenige Tage vor dem TOP FOUR in Ulm und der darauf folgenden Länderspielpause wird die Begegnung von medi bayreuth gegen Bonn zudem das letzte Heimspiel der Heroes Of Tomorrow für Geschäftsführer Philipp Galewski sein, der ja Ende Februar den Bundesligisten verlassen wird.

Das sagt Head Coach Raoul Korner:

„Bonn ist ein Team, das über immense offensive Firepower verfügt, wie sie erst vergangene Runde gegen Ludwigsburg erneut unter Beweis gestellt haben. Sie spielen mit viel Energie, suchen den schnellen Distanzwurf, oder bringen den Ball zu Gamble ans Brett. Mit Zubcic haben sie zudem einen klassischen „Stretch 4er“ verpflichtet, der durch seinen gefährlichen Distanzwurf das Feld weit macht.

Für uns wird es darum gehen, das Tempo aus ihrem Spiel zu nehmen, sowie die Achse Mayo-Gamble zu kontrollieren. Es geht um Platz 4 und den wollen wir mit allen Mitteln verteidigen.”

Die Top-Performer der Telekom Baskets:

Punkte & Effektivität: Als Glück im Unglück erwies sich die Verpflichtung von Tomislav Zubcic (Nr. 6). Der 212 cm große Power Forward/Center wurde wenige Tage nach dem Hinspielsieg gegen die Heroes Of Tomorrow als Ersatz für den am Knie langzeitverletzten Jordan Parks an den Rhein geholt, wo der 28-jährige Kroate sofort einschlug. In den zehn Spielen mit Zubcic feierten die Telekom Baskets sieben Siege mit durchschnittlich 15,9 Punkten des von Trabzonspor (Türkei) gekommenen Neuzugangs. Dieser kommt unter anderem auch auf 5,2 Rebounds und eine Effektivität von 17,6 - Rang sieben in der easyCredit BBL.

Rebounds: Ligaweit auf Position sechs rangierte der beste Rebounder der Telekom Baskets, Julian Gamble (Nr. 9). Der 208 cm große, kraftvolle Center der Rheinländer kann im zweiten Jahr in Bonn seine Statistiken nochmals steigern. Mit 6,5 Rebounds pro Spiel, dazu 13,0 Zählern und 1,6 Blocks (Rang 2 in der Liga) ist der Publikumsliebling eine der tragenden Stützen im Konzept von Predrag Krunic.

Assists: Bester Vorlagengeber im Bonner Team ist ein deutscher Spieler, Anthony “TJ” DiLeo (Nr. 11). Auch der 27-jährige Shooting Guard trägt im zweiten Jahr das magentafarbene Trikot. Auch er konnte seine persönlichen Werte nochmals steigern. Im Vorjahr stand der in Düsseldorf geborene und in den USA aufgewachsene DiLeo viermal in der Starting Five, bislang 16 Mal. Er dankt es mit durchschnittlich 3,1 Assists sowie 7,5 Punkten.

Der bisherige Saisonverlauf:

Im Vorjahr belegten die Telekom Baskets am Saisonende den siebten Tabellenplatz, aktuell rangiert die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic zwei Positionen weiter oben und wäre, würde die Saison jetzt vorbei sein, der Playoff-Gegner der Heroes Of Tomorrow. Bislang konnten die Bonner 13 ihrer 21 absolvierten Spiele für sich entscheiden.

Zu den bisherigen Höhepunkten zählt sicher das 86:74 über Ulm zu Saisonbeginn, welchem ein 3:0 Saisonstart folgte. Anschließend gab es Niederlagen in Berlin (69:90) und überraschend gegen den MBC (84:81). Auch in Jena verlor der “ewige Zweite”, dafür gab es Siege über die Playoff-Aspiranten aus Würzburg (78:75) und Bayreuth (85:82).

Klaren Niederlagen in München (50:78) und Bamberg (65:83) binnen zwei Tagen folgten deutliche Erfolge über Oldenburg (90:68) und in Göttingen (91:65). Im Kalenderjahr 2018 verloren die Telekom Baskets nur zwei Partien und zwar gegen Bremerhaven (75:86) und am Samstag im Karnevalsspiel gegen Ludwigsburg (105:109). Besonders beeindruckend war hingegen Ende Januar der klare 106:69 Erfolg über Meister Bamberg. Außerdem wurden auch das Rückspiel in Oldenburg gewonnen (86:82), was den gewonnenen direkten Vergleich zur Folge hat.

Live dabei in der Oberfrankenhalle

Für die Partie gegen die Telekom Baskets sind noch einige Sitzplatz- sowie ausreichend Stehplatzkarten verfügbar. Wie gewohnt könnten diese unter tickets.medi-bayreuth.de erworben werden. Wer das Spiel nicht live vor Ort verfolgen kann, der hat die Möglichkeit, im Stream bei Telekom Sport und Entertain sowie im Radio bei Radio Mainwelle einzuschalten. Jump in der Oberfrankenhalle ist am Mittwoch, 14. Februar, um 19:00 Uhr.