Foto: Christian Haberkorn

Am Sonntag empfangen die HEROES OF TOMORROW unberechenbare Rheinländer

Mit viel Selbstvertrauen geht medi ins schwierige Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn

Nach dem Erreichen der zweiten Runde im FIBA Europe Cup durch den Auswärtssieg am Mittwoch in Pristina, sind die HEROES OF TOMORROW an diesem Sonntag wieder in der easyCredit Basketball Bundesliga gefragt. Für das Team von Head Coach Raoul Korner steht dabei eine sehr wichtige Partie auf dem Programm. Am Sonntag um 18:00 Uhr empfängt man die seit fünf Bundesligaspielen sieglosen Telekom Baskets aus Bonn in der Oberfrankenhölle.

Nachdem die Mannschaft rund um Kapitän Bastian Doreth erst Donnerstagabend aus dem Kosovo zurückgekehrt ist, fiel die Vorbereitung auf das Spiel gegen das Team von Head Coach Thomas Päch, welches in der Basketball Champions League selbst am Dienstag noch in Dijon ran musste, wieder einmal relativ knapp aus. Trotz oder vielleicht gerade wegen der schnellen Abfolge der Spiele in den letzten Wochen, haben die HEROES OF TOMORROW ihren Rhythmus gefunden. Vor allem in eigener Halle will man dort anknüpfen, wo man gegen die Basketball Löwen Braunschweig aufgehört hat, um den treuen medi-Fans die zweite Humba in Folge präsentieren zu können.

Ebenso wie die HEROES OF TOMORROW konnten sich auch die Bonner unter der Woche Rückenwind im internationalen Wettbewerb holen (78:66 Sieg bei JDA Dijon). In der Champions League läuft es aktuell richtig gut für den deutschen Vertreter. Mit vier Siegen (unter anderem gegen die letztjährigen Bayreuther Gegner Neptunas Kleipeda und Besiktas Istanbul) und zwei Niederlagen belegen sie derzeit Platz eins in ihrer Gruppe. Ganz anders sieht es allerdings in der heimischen Basketball Bundesliga aus. Mit nur einem Sieg aus sechs Spielen rangiert der Playoff Viertelfinalist der vergangenen Saison nur auf Platz 15. Nachdem sie zum Saisonstart gegen die FRAPORT SKYLINERS noch knapp die Nase vorne hatten, gingen die folgenden Partien gegen Ludwigsburg, Crailsheim, Vechta, Bamberg und zuletzt in Oldenburg allesamt verloren. Besonders die beiden deutlichen Heimniederlagen gegen Crailsheim (82:114) und Bamberg (81:106) überraschten.

Dabei versprühten die Bonner im Sommer, nach ihrem Umbruch, noch viel Zuversicht. Immerhin mussten sieben Spieler (darunter Publikumsliebling Josh Mayo) und ein Trainer ersetzt werden. Mit Stephen Zimmerman, Benjamin Simons, Trey McKinney-Jones, Benjamin Lischka, Branden Frazier, Gabriel de Oliveira und Joshiko Saibou war man sich sicher, die richtigen Akteure für den Spielstil von Neu-Head Coach Thomas Päch gefunden zu haben. Der ehemalige Assistenztrainer von ALBA BERLIN schafft es aber nicht konstant, seine Mannschaft zu Höchstleistungen anzutreiben. Im Magenta Sport BBL Pokal war ihm dies aber zweifellos gelungen. Das Auswärtsspiel beim FC Bayern München Basketball war das bisherige Saisonhighlight. In einem packenden Pokalfight setzten sich die Telekom Baskets sensationell mit 85:84 durch und zeigten, was mit ihrer Mannschaft möglich sein kann.

Das sagt Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth):

„Bonn hat einen sehr tiefen Kader mit zehn Spielern, bei denen kein Qualitätsverlust beim Wechseln zu spüren ist. Bisher haben sie eine Saison gespielt, die man reinen Gewissens als sehr up and down bezeichnen kann. Auf der einen Seite haben sie beim FC Bayern im Pokal ein Do-or-die-Spiel auf eine wirklich tolle Art und Weise gewonnen. Auf der anderen Seite haben sie zuhause hingegen teilweise sehr deutliche Niederlagen kassiert, sich aber dann doch immer wieder aufgerafft, um dann im nächsten Spiel einen überraschenden Sieg zu landen. Als Außenstehender weiß man so als nicht, was einen da letztlich erwartet. Wir werden uns aber auf das beste in dieser Saison bisher gesehene Bonn vorbereiten.”

Fotos: Jörn Wolter

Die Key Player der Telekom Baskets Bonn

#9 Point Guard Branden Frazier

Erst zu Beginn dieser Saison wechselte der 27-jährige US-Amerikaner aus der spanischen ACB (San Pablo Burgos) an der Rhein. Dass sich der gebürtige New Yorker allerdings auch im kühleren Deutschland wohlfühlt, zeigen seine beachtlichen Statistiken. Im Schnitt erzielt der 190 Zentimeter große Point Guard 12,3 Punkte und erreicht, dank seiner knapp vier Assists pro Partie und durchschnittlich drei Rebounds, einen Effektivitätswert von 11,6.

#23 Small Forward Benjamin Simons

Ebenfalls aus der spanischen ACB, nämlich von Rio Naturo Monbus Obradoiro, holten sich die Bonner Verstärkung in Form des 28-jährigen Benjamin Simons. Der US-amerikanische Scharfschütze erzielt im Durchschnitt 10,7 Punkte für seine Mannschaft und kann vor allem durch seine Schnelligkeit und Agilität überzeugen. Brandgefährlich ist der 203 Zentimeter große Small Forward von der Dreipunktelinie, fast jeder zweite seiner Würfe (48,3%) trifft ins Schwarze.

#12 Center Martin Breunig

Seit 2017 geht der gebürtige Leverkusener auf Korbjagd für die Telekom Baskets und das durchaus erfolgreich. Durchschnittlich 9,6 Punkte trägt der 27-Jährige zu den Resultaten seiner Mannschaft bei. Dabei kann er vor allem durch seinen Nahdistanzwurf überzeugen, der mit einer 66-prozentigen Erfolgsquote als äußerst treffsicher bezeichnet werden kann. Insgesamt kommt Breunig auf einen Effektivitätswert von 11,0, was ihn, nach Branden Frazier, auf die zweite Position in dieser Rubrik in seinem Team bringt.

Live dabei in der Oberfrankenhölle

Ein paar Sitzplatzkarten für das Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn sind noch verfügbar. Diese sind, wie natürlich auch die Stehplatztickets, online unter tickets.medi-bayreuth.de oder am Spieltag selbst noch an der Abendkasse zu erwerben.

Für alle medi-Anhänger, die es am Sonntag nicht in die Oberfrankenhölle schaffen, bietet MagentaSport wie immer die Möglichkeit an, das Spiel der HEROES OF TOMORROW als sogenanntes Courtside-live-Spiel in HD auf allen gängigen Endgeräten zu empfangen. 

Sollte die parteiische Hörfunkübertragung bevorzugt werden, ist man bestens bei DUNK.FM aufgehoben. Das gemeinsame medi-bayreuth-Fan-Portal des Nordbayerischen Kuriers und Radio Mainwelle berichtet ebenfalls live und in voller Länge aus der Oberfrankenhölle. Die Berichterstattung beginnt um 17:50 Uhr.