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Der perfekte Sonntag: Vertragsverlängerung von medi folgt Sieg gegen Oldenburg

Bärenstarke HEROES OF TOMORROW schlagen EWE Baskets mit 86:75

Das darf man wohl den perfekten Sonntagnachmittag nennen! Zunächst verlängert das Unternehmen medi seinen Vertrag als Haupt- und Namenssponsor mit Bayreuths Bundesliga Basketballern um zwei weitere Jahre, im Anschluss lassen die HEROES OF TOMORROW einen Heimsieg am letzten Spieltag der Hinrunde in der easyCredit Basketball Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg folgen.

Vor 3.237 Zuschauern in der Oberfrankenhalle bezwang das Team von Head Coach Raoul Korner die Niedersachsen mit 86:75 (47:38) und legte dabei einen Start-Ziel-Sieg aufs Parkett, bei dem die Gäste um Jubilar Rickey Paulding, er bestritt sein 500. Bundesligaspiel für Oldenburg, über die gesamte Spielzeit kein einziges Mal in Führung lagen.

In der Tabelle belegt medi bayreuth mit sieben Siegen und neun Niederlagen nach der Hinrunde Platz elf, punktgleich mit der BG Göttingen. Der Abstand auf die Playoff-Plätze und die Teams aus Bamberg und Ulm (je neun Siege, sieben Niederlagen) beträgt zwei Siege.

Das sagt Bastian Doreth (medi bayreuth):

“Wir haben wahrscheinlich die beste Leistung der bisherigen Saison heute abrufen können. Uns war es möglich, über die kompletten 40 Minuten sehr konzentriert zu agieren, dementsprechend haben wir die Partie auch verdient gewonnen, auch wenn es ein paar Phasen gab, wo wir uns zu einigen Ballverlusten hinreißen ließen. Letztendlich war es aber eine souveräne Leistung unsererseits.“

Warum es so lief, wie es lief:

medi Head Coach Raoul Korner hatte die Partie gegen die Oldenburger für seine Spieler als die letzte Chance der Hinrunde tituliert, doch noch ein großes Team der Liga schlagen zu können. Und genau mit diesem Fokus gingen seine Burschen auch gleich von der ersten Minute an zu Werke. Mit der Startern Doreth, Woodard, Linhart, Meisner und Seiferth legte medi extrem konzentriert los und ging schnell in Führung (18:9/6.). Während sich beide Teams aufgrund des hohen Anfangstempos jeweils fünf Ballverluste erlaubten, verstanden es die HEROES OF TOMORROW im ersten Abschnitt deutlich besser, sich gute Wurfchancen herauszuspielen, die man mit einer guten Trefferquote zu einem 23:19 nach dem ersten Viertel nutzte.

Mit 24:19 konnte medi bayreuth dann auch das zweite Viertel für sich entscheiden und mit einer 47:38 Pausenführung in die Kabine gehen. Der Vorsprung hätte hier sogar noch höher ausfallen können, doch ausgerechnet von der Bayreuther Freiwurfstärke (Saisonschnitt: 83,3%) war an diesem Nachmittag in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Bei 15 Versuchen ließen die HEROES OF TOMORROW sieben liegen.

Nach dem Seitenwechsel zogen beide Mannschaften in der Verteidigung ein wenig an und machten es dem Gegner schwer, zu leichten Punkten zu kommen. medi blieb weiter in Front, auch wenn die Oldenburger immer wieder verkürzen konnten. Jedes Mal allerdings wenn die Donnervögel heran kamen, schlugen Bastian Doreth & Co. im Stil einer absoluten Spitzenmannschaft zurück und bauten der Abstand wieder etwas aus. Ein 8:0 Lauf der Oldenburger zum Ende des dritten Viertels dampfte die Bayreuther Führung nochmals auf 62:56 nach 30 Minuten ein.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts warf Rückkehrer Robin Amaize die Niedersachsen auf nur noch vier Punkte Rückstand (58:62) nochmals näher heran. Reid Travis und Bryce Alford brachten mit fünf Zählern jedoch die prompte Antwort im Gästekorb unter. Dieses Hin und Her ging nun bis drei Minuten vor dem Ende weiter. medi führte 75:72 als nach einem Ballverlust die Gäste mit einem Dreier von Braydon Hobbs die Möglichkeit zum Ausgleich hatten. Während der Oldenburger Point Guard verfehlte, sorgten Woodard und Meisner mit Dreiern auf der anderen Seite zum 81:72 für die Vorentscheidung. 

Insgesamt war es ein hochverdienter Sieg des Teams von Head Coach Raoul Korner, das wieder einmal als starke Einheit aufspielte. Woodard, Bruinsma und Travis waren medis beste Punktesammler, wobei Reid Travis mit seinem Double Double (darunter zwei wichtige Offensivrebounds in der Schlussphase) und einem Wert von 19 effektivster Bayreuther war.

Die Trainerstimmen:

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): “Herzlichen Glückwunsch an Raoul und seine Mannschaft zum verdienten Sieg. Uns war vor der Partie klar, dass es ein schweres Spiel werden würde, da die Halle sehr emotionsgeladen ist und die Zuschauer voll bei der Sache sind. Die erste Reihe hinter unserer Bank war sehr aggressiv, so etwas kenne ich eigentlich nur aus meiner Zeit in Israel oder Holland. Hier muss die BBL etwas nachbessern. Auch die Tatsache, dass die BBL so einen jungen Schiedsrichter zu so einer Partie schickt, ist nicht wirklich standardgemäß. Das muss man jedoch alles mit der BBL klären. Für uns war es jetzt das fünfte Auswärtsspiel. Die erste Halbzeit haben wir nicht mit der nötigen Energie begonnen, was sich auch im Ergebnis widerspiegelte. Wir hatten uns sehr bemüht, waren auch immer nah dran, aber leider hat es letztendlich nicht geklappt. Wir konnten nie in Führung gehen. Die zweite Halbzeit ging von unserer Seite aus in Ordnung. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive konnten wir clevere Entscheidungen treffen. Wir müssen 40 Minuten so Basketball spielen, wie wir es in den letzten 20 Minuten getan haben.”

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Danke für die Glückwünsche. Wir wussten im Vorfeld, dass wir ein sehr gutes Spiel unsererseits benötigen, um einen Gegner wie Oldenburg schlagen zu können und hier muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Ich denke, es war vielleicht bisher auf beiden Enden des Feldes die stabilste Leistung über 40 Minuten hinweg gesehen. In der ersten Halbzeit gab es eigentlich nur ein Manko und das waren die Freiwürfe, hier ließen wir acht liegen. Normalerweise stellt der Freiwurf eine unserer Stärken dar, aber heute waren wir in dieser Kategorie nicht so stark wie gewohnt. Im Endeffekt hatten wir im ganzen Spiel zwei Phasen, in denen wir schwächer waren. Das war dann, als Oldenburg aggressiver geworden ist und wir den Ball einfach wegwarfen. So kamen wir letztendlich auch auf die 18 Turnover, was eigentlich eher untypisch für uns ist, aber etwas der Tatsache geschuldet ist, dass Oldenburg hier sehr aggressiv und stark verteidigt hatte und wir im Gegensatz dazu etwas zu schüchtern agierten. Nichtsdestotrotz konnten wir auch diese zwei Schwächephasen überstehen und letztendlich verdient die Partie gewinnen. Für uns war es die letzte Chance in der Hinrunde ein großes Team zu schlagen und ich bin froh, dass es uns gelungen ist.”

medi bayreuth vs. EWE Baskets Oldenburg 86:75 (23:19 - 24:19 - 15:18 - 24:19)

medi bayreuth: Robinson 5, WOODARD 16, DORETH 6 (6 Assists), SEIFERTH 7, MEISNER 9, Alford 7, Travis 14 (10 Rebounds), Bruinsma 14, LINHART 8, Grüttner Bacoul.

EWE Baskets Oldenburg: Moore 13, HOBBS 8, Sears 2, TADDA 3, McClain, Keßen, Amaize 17, PAULDING 2, MAHALBASIC 17 (10 Rebounds / 5 Assists), SCHWETHELM 7, Larson 6.

Der Ausblick:

Schon am Dienstag steigen die HEROES OF TOMORROW ins Flugzeug, was sie nach Lissabon, Portugal, bringt. Dort hat die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner im FIBA Europe Cup einen Matchball für den Gruppensieg in Gruppe I. Bei einem Sieg über SL Benfica Lissabon, ist ihnen der erste Platz und der Einzug ins Viertelfinale nicht mehr zu nehmen. Jump in Lissabon ist am Mittwochabend um 22:00 Uhr deutscher Zeit.