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medi bayreuth verliert das Frankenderby mit 79:88 gegen s.Oliver Würzburg

Lucky Jones scheidet gegen Ende der ersten Halbzeit mit einer Knieverletzung aus

Auch nach dem dritten Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bleibt medi bayreuth weiter sieglos. Im Frankenderby gegen s.Oliver Würzburg unterlag das Team von Head Coach Raoul Korner am Sonntagabend vor 3.104 Zuschauern in der Bayreuther Oberfrankenhalle mit 79:88 (38:47).

Besonders bitter für die HEROES OF TOMORROW war zudem die Situation in der 17. Spielminute, als Lucky Jones nach einer Verteidigungsaktion unter dem eigenen Korb plötzlich liegen blieb und das Spiel mit einer Knieverletzung verlassen musste.

Das sagt Andreas Seiferth (medi bayreuth):

“Meiner Meinung nach haben wir heute phasenweise wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Dennoch haben wir aber noch Baustellen, an denen wir weiterhin arbeiten müssen. Es ist natürlich kein glücklicher Saisonstart, aber wir hatten auch erst drei Spiele. Ich sehe noch immer das Potential, dass wir es hinbekommen und bald wieder mit weniger Last auf den Schultern spielen können, damit wir wieder etwas mehr Spaß am Basketball bekommen und viele Dinge nicht mehr so unglücklich aussehen, wie sie es im Moment tun.”

Warum es so lief, wie es lief:

Die HEROES OF TOMORROW starteten zwar mit einem Dreier von Bryce Alford in das Frankenderby, doch wie schon in den Partien zuvor gehörte auch diesmal die Anfangsphase dem Gegner, der beim 7:17 (5.) bereits zweistellig führte.

Nicht nur zu Beginn der Partie erlaubten sich die HEROES OF TOMORROW in der Verteidigung zu häufig zu leichte Fehler, die es den Würzburgern so im Abschluss einfach machten, zu einfachen Abschlüssen zu kommen. Vor allem in direkter Korbnähe konnten die Unterfranken hochprozentig ihre Würfe verwandeln und Punkte erzielen. Am Ende der Partie stand bei den Gästen eine Trefferquote im Zweipunkt-Bereich von 69 Prozent (medi bayreuth: 35 Prozent).

Insgesamt lief gegen einen starken Gegner viel falsch bei medi, aber das Team von Raoul Korner kämpfte. Immer wieder arbeitete man sich an die Unterfranken heran. Aus dem höchsten Rückstand von 45:65 (28.) machte man bis zur 32. Spielminute ein 60:70 und hat sogar die Möglichkeit, durch einen Dreier von James Robinson noch näher heran zu kommen. Doch wie so viele Male im Spiel, ging auch hier der Bayreuther Wurf daneben, während die Gäste auf der anderen Seite des Feldes punkteten.

Mit Cameron Wells (22 Punkte, 7 Rebounds, 6 Assists, Effektivität 30) und Luke Fischer (16 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists, 5 Blocks, Effektivität 33) hatten die Würzburg die beiden überragenden Spieler des Abends in ihren Reihen.

Die Trainerstimmen:

Denis Wucherer (Head Coach s. Oliver Würzburg): „Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier in Bayreuth gewonnen haben. Ich glaube, dass es über weite Strecken eine sehr abgeklärte Leistung unserer Mannschaft war. Die Veränderung in der Verteidigung hat uns am Ende des dritten Viertels etwas aus dem Rhythmus gebracht. Ich bin sehr froh, dass wir hier den ein oder anderen wichtigen Dreier aus der Ecke getroffen haben, um das Spiel dann eben auch nach Hause zu fahren. Ich wünsche Raoul im Europe Cup alles Gute und viel Spaß.”

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): “Zunächst Glückwunsch zum Sieg. Ich teile die Meinung meines Kollegen, dass es sehr abgezockt und letztendlich auch souverän von Würzburg runtergespielt wurde. Es gab eine Phase in diesem Spiel, bei der ich mir nicht sicher war, ob meine Mannschaft es vom Emotionalen her überstehen würde. Man sah zu diesem Zeitpunkt, dass sich Frust aufgestaut hatte, da wir doch einige Fehler gemacht hatten. Aber anstatt, dass es negativ gekippt ist, konnten wir es zum Positiven wenden und es gab uns einen Weckruf. Haben wir alles richtig gemacht? Nein! Haben wir gut gespielt? Nein! Haben wir teilweise naive Fehler begangen? Definitiv! Aber wenn man eines der Mannschaft nicht vorwerfen kann, ist es, dass wir nicht kämpfen! Ich kann jedem hier versichern, dass die Trainingswoche ausgezeichnet war, dass die Burschen extrem fokussiert arbeiten und wirklich alles daransetzen, den Bock umzustoßen, um das Ganze in eine positive Richtung zu führen. Im Moment reicht es nicht! Natürlich könnte man das jetzt beklagen und auf die Mannschaft einprügeln, aber das hilft der Situation absolut nicht. Wir sind uns dem Ernst der Lage bewusst. Ein riesengroßes Dankeschön geht an unsere Fans, die uns bis zum Schluss lautstark unterstützt haben, denn das ist genau das, was wir brauchen.”

medi bayreuth vs. s.Oliver Würzburg 79:88 (17:28 - 21:19 - 14:20 - 27:21)

medi bayreuth: ROBINSON 8 (5 Assists), Jones 1, WOODARD 8, Doreth 8, Meisner 11 (9 Rebounds), ALFORD 13 (3 Steals), TRAVIS 7, Raffington 6, BRUINSMA 12, Grüttner Bacoul 5.

s.Oliver Würzburg: Hulls 7, Obiesie 2, Rudd 0, HAßFURTHER 0, Richter 11, Pipiras 5, BOWLIN 18, KOCH 3, WELLS 22 (6 Assists), Hoffmann 4, FISCHER 16 (10 Rebounds, 6 Assists, 5 Blocks).

Der Ausblick:

Viel Zeit bleibt den HEROES OF TOMORROW nicht, sich auf die nächste Partie vorzubereiten, denn bereits am Donnerstag macht sich die Mannschaft auf den Weg in den Norden, wo man am kommenden Freitag, 18. Oktober, im 550 Kilometer entfernten Vechta das nächste Auswärtsspiel vor der Brust hat. Sprungball im RASTA Dome beim Überraschungsteam der letzten Saison ist um 20:30 Uhr.