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Foto: FIBA

International

EUROPE, HERE WE COME: medi bayreuth qualifiziert sich für den FIBA Europe Cup

Der erste Teilerfolg der Saison ist unter Dach und Fach! Mit einem Sieg im Finale des Qualifikations-Turniers im russischen Krasnojarsk haben sich die HEROES OF TOMORROW für die reguläre Saison im FIBA Europe Cup qualifiziert. Im Endspiel besiegte die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner am Freitagabend in der Arena Sever den israelischen Vertreter Hapoel Haifa mit 80:75 (43:35) und sicherte sich damit den Startplatz in Gruppe A des Wettbewerbs. 

Nach einem recht ausgeglichenen Anfangsviertel übernahm medi bayreuth Ende des ersten Abschnitts die Führung, welche man bis Mitte des dritten Viertels gar auf 20 Zähler ausbauen konnte. Die Israelis kamen daraufhin zwar nochmals stark zurück, Bastian Doreth & Co. präsentierten sich jedoch hoch konzentriert und spielten den Vorsprung souverän über die Zeit. Letztlich war der strapaziöse Trip ins 5.300 Kilometer entfernte Krasnojarsk ein voller Erfolg für die HEROES OF TOMORROW, die am 13. Oktober mit dem Gastspiel bei den Kapfenberg Bulls in die Gruppenphase starten werden.

Das sagt Janari Jõesaar (medi bayreuth):

“Es fühlt sich großartig an, denn das ist genau das, warum wir hier nach Krasnojarsk gekommen sind. Wir wollten dieses Qualifikationsturnier gewinnen und das haben wir auch geschafft. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber nichts kommt einfach. Wir haben heute gut als Mannschaft gespielt, 100 Prozent gegeben und uns wieder ein Stück gesteigert.”

Der Spielverlauf

Head Coach Raoul Korner begann auch das Finale um den Einzug in den FIBA Europe Cup mit seiner bewährten Starting Five. Vor allem über Kapitän Bastian Doreth, der im Duell gegen Gregory Vargas starke Impulse setzte, und dem kampfstarken Janari Jõessar, kam medi gut in die Partie und übernahm bald die Führung. Bis auf sechs Punkte (15:9, 6. Minute) konnte man sich absetzen, doch nicht nur der Siegeswille der HEROES OF TOMORROW war unbändig. Auch die Isralelis wollten ihren starken Auftritt aus dem Halbfinale wiederholen und übernahmen beim 18:17 (9.) erneut die Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels gelang es Bastian Doreth & Co. jedoch, den Vorsprung wieder auf die Bayreuther Seite zu holen und so ging man mit einer knappen 21:18 Führung in die erste kurze Pause. 

Im zweiten Spielabschnitt gaben die HEROES OF TOMORROW zunächst weiter den Ton an. Nach gut 15 Minuten war es Janari Jõessar durch ein Dreipunktspiel vorbehalten, die Bayreuther Führung erstmals zweistellig anwachsen zu lassen (34:24). Allerdings versuchte Hapoel, vor allem durch Zonenverteidigung, zu kontern. Diese Maßnahme ermöglichte ihnen zwar, den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zu drücken, es reichte aber nicht, die HEROES OF TOMORROW entscheidend in größere Schwierigkeiten zu bringen, vor allem auch, da die Trefferquote aus dem Zweipunktbereich bei überragenden 73% lag, während die der Israelis gerade einmal 43% betrug. Beim Stand von 43:35 wurden die Seiten gewechselt.

Direkt nach der Pause folgte nun die stärkste Phase der HEROES OF TOMORROW. In Folge guter Verteidigungsarbeit und erfolgreicher Abschlüsse in der Offensive, startete man mit einem 9:0 Lauf ins dritte Viertel. medi blieb auch weiterhin die tonangebende Mannschaft und ging Mitte des Spielabschnitts durch zwei Freiwürfe von Martynas Sajus sogar mit 20 Punkten (57:37/25.), in Führung. Eine Vorentscheidung sollte dieser Vorsprung allerdings noch nicht bedeuten, denn Hapoel wehrte sich nach Kräften und konnte bis zum Ende des Viertels den Rückstand wieder auf 11 Punkte reduzieren. Trotzdem gewann das Team von Head Coach Raoul Korner den dritten Spielabschnitt mit 19:16 und ging dementsprechend mit einem 62:51 Vorsprung ins letzte Viertel.

Auch im letzten Viertel gelang es medi bayreuth, trotz hoher Foulbelastung, die Israelis zunächst auf Distanz zu halten. Wie schon im Halbfinale war es erneut Marcus Thornton, der mit diesmal zwei Dreiern den Vorsprung auf komfortable 18 Punkte (72:54) ausbaute. In der Schlussphase gaben die Israelis nochmals richtig Gas und sie konnten den Rückstand bis zur Schlusssirene noch auf fünf Zähler reduzieren, was ihre Chancen somit deutlich erhöhte, über einen der zwei Lucky Loser Plätze vielleicht doch noch den Einzug in den internationalen Wettbewerb zu schaffen. 

Das sagt Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth):

“Glückwunsch an meine Mannschaft. Als ich die Gruppenauslosung für dieses Turnier gesehen hatte, habe ich mir bereits gedacht, dass es eine harte Aufgabe werden wird und genau das war es letztlich auch. Die vier Teams im Halbfinale sind allesamt sehr starke Mannschaften und hätten meiner Meinung nach alle einen Platz im FIBA Europe Cup verdient gehabt. Dass wir hier jetzt als Sieger hervorgegangen sind, ist eine starke und reife Leistung zumal wir uns auch vom ersten zum heutigen Spiel nochmals deutlich gesteigert haben. Die Qualifikation für den FIBA Europe Cup war eines unserer Saisonziele und wir können uns jetzt, gemeinsam mit unseren Fans, auf einen europäischen Bewerb mit tollen Spielen in der Oberfrankenhölle freuen.”

medi bayreuth vs. Hapoel Haifa 80:75 (21:18 - 22:17 - 19:16 - 18:24)

medi bayreuth: Anim 0, THORNTON 11, Wohlrath, Jalalpoor 3, Bruhnke 2, DORETH 11 (9 Assists), SEIFERTH 10 (6 Rebounds), Sanders, ALLEN 14, Sajus 9 (6 Rebounds), JÕESAAR 14, Wells 6.

Hapoel Haifa: ALLEN 12, THOMPSON IV. 13 (12 Rebounds), SIMHON 10, Weisz 9, Avital 2, VARGAS 15 (6 Assists), Nesterenko 6, Shmul, Harosh, JAMES 8, Lavi. 

Vom FIBA Europe Cup zum MagentaSport BBL Pokal 

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den HEROES OF TOMORROW nach der langen und anstrengenden Russlandreise nicht. Zwar haben die Burschen von Head Coach Raoul Korner am Wochenende erst einmal spielfrei, dennoch liegt der volle Fokus bereits auf der nächsten Partie, die es definitiv in sich hat. Nicht nur, dass es die Partie im Magenta Sport BBL Pokal am Dienstag um 19:00 Uhr gegen die Hamburg Towers ein “Do-or-Die Spiel” ist, die aktuellen Auflagen machen es zudem möglich, dass die Oberfrankenhölle beim ersten Pflichtspiel auf eigenem Parkett bis auf den letzten Platz gefüllt werden kann! Tickets für das Spiel gegen Hamburg gibt es hier!