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Foto: Sportfoto Zink

easyCredit BBL

medi holt ProA Youngster des Jahres: Moritz Sanders kommt von den Nürnberg Falcons

Große Freude und auch Stolz bei medi bayreuth, denn es ist gelungen, eines der größten deutschen Center-Talente nach Bayreuth zu holen. Groß trifft bei dieser Verpflichtung gleich in doppelter Hinsicht zu, denn Moritz Sanders, Youngster des Jahres in der ProA 2020, besitzt nicht nur großes Talent, sondern wird in der kommenden Saison auch der größte Spieler im Team der HEROES OF TOMORROW sein. Der 23-Jährige ist Raoul Korners fünfter Neuzugang und übertrifft mit einer Körpergröße von 2,10 Metern seinen künftigen Center-Kollegen und bisher größten medi-Akteur Andreas Seiferth damit um einen Zentimeter. Die letzten fünf Jahre stand der aktuelle A2-Nationalspieler im Kader der Nürnberg Falcons und will sich nun bei medi bayreuth auf Bundesliga-Niveau beweisen. “Ich freue mich sehr, einer der HEROES OF TOMORROW zu sein”, sagt der Zwei-Meter-Mann, der sich ganz bewusst für die sich ihm am Basketball Standort Bayreuth bietenden Möglichkeiten entschieden hat. Moritz Sanders hat einen Zweijahresvertrag bei medi bayreuth unterzeichnet.

Das sagt Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth):

„Wir haben uns dazu entschlossen, diese Saison einen fünften Großen zu verpflichten. Einerseits, um die Qualität im Training zu erhöhen, andererseits um über noch mehr Tiefe Inside zu verfügen. Mo hat den Ehrgeiz und das Talent, sich in der BBL durchzusetzen. Er verfügt über eine gute Größe, kann den Ball werfen und versteht das Spiel. Ich freue mich, ihn in unserem Programm zu haben.“

Das sagt Moritz Sanders (medi bayreuth):

“Ich freue mich riesig auf die neue Challenge. Basti kenne ich ja schon ganz gut und ich habe viel Gutes gehört. Auch das Gespräch mit Coach Korner war super. Es sind schon einige Male gewesen, die ich in Bayreuth in der Halle war und die Stimmung war immer super! Es ist toll jetzt ein Teil der medi-Familie und einer der HEROES OF TOMORROW zu sein. Ich denke, dass wir eine sehr starke Mannschaft beisammen haben, mit der wir angreifen wollen und dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Ich hoffe, dass wir mit den Zuschauern im Rücken eine erfolgreiche Saison spielen und unsere Fans begeistern!”

Das Frankenland scheint ihm zu gefallen 

Moritz Sanders wurde im niederbayerischen Rotthalmünster geboren. Das Basketball spielen erlernte er jedoch in der Metropolregion Rhein-Ruhr, genauer gesagt in nordrhein-westfälischen Dorsten, wo er bei der BG seine ersten Dribbelversuche unternahm. Bereits mit 13 Jahren spielte er in der Jugend Basketball Bundesliga für die Metropol Baskets Ruhr. In der Saison 2012/13 wechselte er zu Phoenix Hagen, im Sommer 2013 dann weiter nach Oberfranken, wo er mit dem JBBL-Team des TSV Breitengüßbach gleich in seinem ersten Jahr die deutsche Vizemeisterschaft erringen konnte. Altersbedingt stieg er ins NBBL-Team der Bamberger Vorstädter auf und spielte zudem parallele in der Regionalliga-Mannschaft des TSV. Auch in der Folgesaison konnte Moritz Sanders viel Spielpraxis sammeln. In dieser Serie stand er gleich für drei Teams, die Regnitztal Baskets (2. Regionalliga), den TSV Breitengüßbach (NBBL) sowie die Baunach Young Pikes (ProA) auf dem Parkett. 

Seit 2016 im Team der Falcons

Vor der Saison 2016/17 wechselte Moritz dann nach Nürnberg, wo er für die Falcons auf Korbjagd ging. Schnell entwickelt sich Moritz nach seinem Wechsel aus Bamberg zum Leistungsträger bei den Mittelfranken, mit denen er in der Saison 2018/19, mit der Vizemeisterschaft und dem damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga, den größten Erfolg feiern durfte. Mit dem BBL Aufstieg wurde es letztlich zwar nichts für die Falcons, Moritz legte im Jahr darauf jedoch nochmals zu und brachte es in 27 Spielen bei einer Einsatzzeit von fast 26 Minuten mit 9,6 Punkten und 3,7 Rebounds auf seine statistisch beste Saison im Trikot des Nürnberg Falcons BC, was ihm die Auszeichnung des “Youngsters des Jahres” in der ProA einbrachte. Insgesamt bestritt Moritz Sanders insgesamt 123 Liga-Spiele für die Falcons, in denen er in durchschnittlich 22:45 Minuten Einsatzzeit auf 8,3 Punkte und 3,4 Rebounds pro Partie kam. 

In Schwarz-Rot-Gold sehr erfolgreich

Auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft ist Moritz schon lange unterwegs. 2014 zählte er zur U16-Auswahl des DBB, die bei der Europameisterschaft in Lettland Platz sieben belegte. Mit der U18 gewann er im April 2016 zunächst nach einem 70:65-Finalsieg gegen Serbien das renommierte Albert-Schweitzer-Turnier. Im Dezember schrammte er dann mit dem DBB-Team bei der U18-EM in der Türkei nur hauchdünn an der Bronzemedaille vorbei (68:74 im kleinen Finale gegen Italien).  

2017 standen die Weltmeisterschaften in Ägypten an und wieder schaffte es Moritz Sanders mit der DBB-Auswahl in die Weltspitze. Platz fünf war es am Ende für die deutsche U19, für die der Neu-Bayreuther in vier Spielen im Schnitt 7,3 Zählern pro Partie beisteuern konnte.  

2018 folgte die Berufung in die U20-Nationalmannschaft, mit der er bei der Heim-EM in Chemnitz für den größten Erfolg einer männlichen Nachwuchs-Nationalmannschaft seit 35 Jahren sorgte. Nachdem die Deutschen im Halbfinale mit 61:69 unglücklich an Kroatien gescheitert waren, holte sich das Team von Trainer Alan Ibrahimagic im Spiel um Platz drei mit einem 80:71-Sieg über Frankreich die Bronzemedaille. 

2019 wurde Moritz erstmals in die A2-Nationalmannschaft berufen, mit der er bei der Universiade in Neapel an den Start ging. Nach einer knappen 74:76-Niederlage im Viertelfinale gegen die USA, konnte sich das DBB-Team in den Platzierungsspielen gegen Lettland und Kanada durchsetzen und das Turnier auf Rang fünf abschließen. 

Steckbrief:

Name:                   Moritz Sanders

Position:                Center

Geburtstag:          9. Mai 1998

Geburtsort:           Rotthalmünster  

Größe:                   210 cm

Gewicht:               110 kg

Letzter Verein:     Nürnberg Falcons BC (ProA) 

Nationalität:         GER

Das Team von medi bayreuth für die Saison 2021/22:

Philip Jalalpoor, Kay Bruhnke, Bastian Doreth, Andreas Seiferth, Janari Jõesaar, Kevin Wohlrath, Cameron Wells, Martynas Sajus, Marcus Thornton, Moritz Sanders.