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Foto: FIBA

International

medi startet in die 2. Runde im FIBA Europe Cup: Heimspiel gegen Leiden ohne Zuschauer

Dieses Wort ... eigentlich möchte es keiner in den Mund nehmen müssen. Leider wird man aber nicht drum herum kommen, denn seit Mitte letzter Woche ist es nun einmal Fakt. Das Heimspiel von medi bayreuth zum Start der zweiten Gruppenphase im FIBA Europe Cup gegen die Niederländer von ZZ Leiden wird ohne Zuschauer stattfinden müssen und ist somit, aufgrund der im Freistaat von der bayerischen Staatsregierung erlassenen Verordnung, das erste Geisterspiel dieser Saison in der Bayreuther Oberfrankenhalle. 

Ohne die Unterstützung der heimischen Anhänger auskommen zu müssen, ist für das Team von Head Coach Raoul Korner ein harter Schlag. Wie wertvoll die Fans für die Mannschaft um Kapitän Bastian Doreth sind, wurde nicht zuletzt beim fulminanten Heimsieg gegen die London Lions deutlich, welcher den HEROES OF TOMORROW noch zu Platz eins und somit zum Gruppensieg in der ersten Gruppenphase verholfen hatte. 

Doch sei’s drum. Zum Start der 2. Runde im FIBA Europe Cup muss es also nun erneut ohne Fans gehen. Am besten natürlich so, wie zuletzt beim Gastspiel in Bamberg, bei dem man im siebten Pflichtspiel den sechsten Sieg erspielen konnte. Sprungball zur ersten Partie der zweiten Gruppenphase im FIBA Europe Cup zwischen medi bayreuth und dem amtierenden niederländischen Meister, ZZ Leiden, ist am Mittwochabend um 20:00 Uhr. 

Die FACTS zum Spiel gegen ZZ Leiden:

Form: 

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen zogen die Niederländer in die zweite Gruppenphase des Wettbewerbs ein. Am letzten Spieltag bedurfte es jedoch der Schützenhilfe von Iraklis, denn hätten die Griechen im letzten Gruppenspiel nicht mit 83:82 gegen die Montenegriner von Mornar Bar doch noch ihren ersten Sieg errungen, wär ZZ Leiden aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs mit Mornar Bar ausgeschieden. So aber kamen die Holländer trotz ihrer eigenen deutlichen Pleite im Gastspiel in Istanbul bei Bahcesehir College (61:84) auf Platz zwei und damit eine Runde weiter.

Aktuelles: 

In der niederländischen Liga rangieren die Leidener aktuell mit acht Siegen und zwei Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem noch ungeschlagenen Team der Heroes Den Bosch. (Den Bosch wäre übrigens ebenfalls medi-Gegner in dieser FEC-Gruppe gewesen, hätten die Niederländer nicht ihr letzte Spiel gegen Parma-Parimatch verloren. So kamen am Ende die Russen weiter). Zuletzt musste die Mannschaft von Head Coach Geert Hammink jedoch die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Ohne Forward und Punktelieferant Arunas Mikalauskas, der in der Liga durchschnittlich 14,5 Zähler beiträgt, verlor ZZ Leiden am vergangenen Wochenende mit 73:80 gegen den Ligakonkurrenten, die Landstede Hammers aus Zwolle.

Coach: 

Head Coach Geert Hammink kennt die deutsche Bundesliga bestens aus seiner aktiven Zeit als Center bei ALBA BERLIN (1997-2000), wo er dreimal die Meisterschaft und 1999 den Pokalsieg feiern konnte. Außerdem lief er zum Ende seiner aktiven Karriere für den damaligen Erstligisten RheinEnergie Köln auf. In der Saison 2018/2019 wechselte der gebürtige Niederländer auf die Trainerbank und betreute zunächst die Dutch Windmills in Dordrecht. Nachdem der Verein durch finanzielle Probleme den Rückzug aus der niederländischen Basketballliga bekannt gab, wechselte Hammink Mitte 2020 zu Zorg en Zekerheid Leiden, wo er seitdem als Head Coach tätig ist.

Team: 

Head Coach Raoul Korner wird seine Burschen besonders auf Asbjoern Midtgaard (24 Jahre / 2,09 m / Position: Center / Nationalität: DEN) aufmerksam gemacht haben, denn mit über 30 Minuten Spielzeit, 15,8 Punkten sowie 8,0 Rebounds im Schnitt, gilt er als der unangefochtene Go-to-guy der Leidener. Unterstützung erhält er von Jhonathan Dunn (23 / 1,93 m / G / USA), der mit durchschnittlich 14 Punkten ebenfalls in der Offensive brandgefährlich ist. Die Vorlagen erhalten die beiden Topscorer in den meisten Fällen von Worthy De Jong (33 / 1,94 m / G / NED), der 5,5 Assists pro Partie verteilt. Zusammen mit Maarten Bouwknecht (26 / 1,85 m / PG / NED), Jamayro DeWindt (20 / 1,82 m / G / NED), Marijn Ververs (23 / 1,94 m / G / NED), Einaras Tubutis (23 / 2,07 m / C / LTU), Quinca Tjon Affo (21 / 2,03 m / F / NED), Kevin Jonathan (19 / 2,01 m / F / NED), Luuk Van Bree (25 / 2,06 m / PF / NED), Mees Van ‘T Hoff (20 / 2,09 m / C / NED) und dem zuletzt fehlenden Arunas Mikalauskas (24 / 2,02 m / SF / LTU) bilden sie das Team von ZZ Leiden.

Statistikvergleich:

Die Niederländer aus Leiden gehören mit 74,2 Punkten im Durchschnitt ganz offensichtlich nicht zu den offensiv stärksten Mannschaften des FIBA Europe Cups, sondern belegen lediglich Platz 23 unter allen 32 Teams. Die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner rangiert hier übrigens mit 85 Punkten im Schnitt auf dem dritten Rang. Auch bei den verteilten Assists sind die Leidener mit 18,5 eher im Mittelfeld (10.) angesiedelt, wohingegen die HEROES OF TOMORROW mit 21,4 Korbvorlagen (vor allem dank des starken Cameron Wells, mit 7,5 Assists Spitzenreiter des kompletten FIBA Europe Cups) den zweiten Platz einnehmen. Brandgefährlich allerdings sind die Holländer unter den Körben. Während medi hier mit 35,5 Rebounds lediglich den 19. Platz einnimmt, sind die Leidener mit 41,8 abgefangenen Abprallern das Top-Team im Wettbewerb.

Live dabei in der Oberfrankenhalle:

Leider muss die Partie gegen die Niederländer ohne die lautstarken medi-Fans stattfinden. Dennoch kann jeder Anhänger der HEROES OF TOMORROW, dank DUNK.FM, live dabei sein. Das gemeinsame Fanportal des Nordbayerischen Kuriers und Radio Mainwelle überträgt in voller Länge aus der Oberfrankenhalle. Außerdem wird auf der YouTube-Seite der FIBA wieder einen Live-Stream angeboten.