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Fotos: Michael Schwartz

easyCredit BBL

Mit Nervenstärke und Teamgeist zum Sieg: medi gewinnt in Hamburg nach Verlängerung

Hamburg bleibt für medi bayreuth ein gutes Pflaster. Nach dem Sieg in einem wahren Kampfspiel in der letzten Saison, haben die HEROES OF TOMORROW auch in diesem Jahr die Punkte aus der Hansestadt mitnehmen können. 

Und wieder war es eine extrem nervenaufreibende Partie. Diesmal dominierte jedoch weniger der Kampf als vielmehr die Dramatik. 45 Minuten waren vonnöten, ehe medi bayreuth das Duell bei den Hamburg Towers mit 95:92 (46:41, 86:86) nach Verlängerung für sich entscheiden konnte. 

Insgesamt war die Partie des 16. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga ein Spiel zweier nahezu ebenbürtiger Mannschaften, welches in der Schlussphase auch beide Teams hätten gewinnen können. Die in solchen Spielen jedoch auch immer nötige Portion Glück hatten an diesem Abend in der edel-optics.de Arena allerdings die HEROES OF TOMORROW, die so im 300. Bundesligaspiel ihres Mannschaftskapitäns als Sieger vom Parkett gehen konnten. 

Das sagt Frank Bartley (medi bayreuth):

“Unsere Verteidigung war heute der Schlüssel zum Sieg, wir haben über 45 Minuten eine hervorragende Teamdefense abgeliefert. Wir mussten als Mannschaft auftreten und genau das haben wir getan. Wir wussten, dass Hamburg vor allem in der Verteidigung ein sehr aggressives Team ist und unser einziger Weg zu Punkten darin bestehen würde, wenn wir dagegen halten würden. Genau das ist uns gelungen. Unsere Defense ist mittlerweile sehr effektiv und endlich schaffen wir es, dass wir das Parkett als Sieger verlassen können. Wir haben nun zwei Spiele in Folge gewonnen, jetzt müssen wir so weitermachen!!” 

Das Spiel:

Die HEROES OF TOMORROW starteten bärenstark in die Begegnung. Mit aggressiver Verteidigung zwangen sie die Gastgeber oftmals zu Fehlern, während man sich selbst mit gutem Teamplay bereits bis auf 13 Punkte (19:6), Mitte des ersten Viertels, absetzen konnte. Zwar kam das Team von Head Coach Pedro Calles danach etwas besser ins Spiel, aber dennoch ging medi mit einer verdienten 25:17 Führung in die erste Viertelpause. 

Im zweiten Spielabschnitt hatte die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner zunächst stets die passende Antwort auf die Angriffe, der nun zu ihrem Rhythmus findenden Hamburger. Zum Ende der ersten Halbzeit aber zeigten die Hanseaten, warum sie zur Zeit zurecht auf einem Playoff Platz stehen. Bis auf drei Punkte (41:44) konnten sie den Rückstand erneut verkürzen. Die HEROES OF TOMORROW aber hielten zu jeder Zeit stark dagegen und behaupteten so auch bei Halbzeit ihre Führung (46:41).

Nach der Pause konnte sich medi bayreuth zunächst wieder (dank eines And-Ones von Matt Tiby) bis auf 10 Punkte absetzen (58:48). Jetzt folgte jedoch die stärkste Phase der Gastgeber und die Towers zeigten ihre ganze Klasse. Angeführt von Jordan Swing (3 Dreier) und einem 15:0 Lauf drehten die Hanseaten die Partie zu ihren Gunsten. Mit einer leiwanden Auszeit verstand es medi Head Coach Raoul Korner, sein Team wieder auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. Seine Mannschaft fand daraufhin zurück zu ihrer Stärken und blieb bis Ende des dritten Viertels mit 67:68 knapp an den Gastgebern dran. 

Im eigentlichen Schlussabschnitt wogte die Partie nun hin und her. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen. Für die HEROES OF TOMORROW übernahm nun Frank Bartley, der bis dato kaum in Erscheinung getreten war, das Zepter. Starke 15 von insgesamt 19 Punkten erzielte der US-Amerikaner für seine Mannschaft im vierten Viertel. Fast wäre ihm auch mit der Schlusssekunde der Buzzer Beater von der Mittellinie gelungen. Nur ganz knapp verfehlte sein Wurf das Ziel, so dass es mit einem 86:86 Gleichstand in die Verlängerung ging.

In den fünf Extraminuten legten die HEROES OF TOMORROW in der Verteidigung noch einmal einen Gang zu. Erst 1:32 Minute vor Ende, gestattete man den Hamburgern, durch zwei Freiwürfe von TJ Shorts, die ersten Punkte in der Verlängerung. Man selbst hatte bis dahin durch die heute sehr stark auftretenden Lazeric Jones und Matthew Tiby eine Vier-Punkte-Führung vorgelegt. Dererk Pardon mit einem krachenden Dunking sowie Frank Bartley von der Freiwurflinie hielten medi stets knapp in Führung. In der Schussphase war es dann Dererk Pardon, der zwei Dreipunktewürfe zum möglichen Ausgleich spektakulär blockte, sodass die HEROES OF TOMORROW am Ende, dank einer erneut sehr starken Teamleistung, das schwere Auswärtsspiel bei den Hamburg Towers mit 95:92 gewinnen konnten.

medi Points:

PARDON 13 (7 Rebounds), Wenzl,  Jalalpoor 0, DORETH 3, Seiferth 9, Jones 12, TIBY 17 (7 Rebounds), Krug, WALKER 8 (6 Assists), Bartley 19, OLISEVICIUS 14. 

Das sagt Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth):

"Es waren heute Kleinigkeiten. Zunächst einmal muss man sagen, dass wir mit extrem guter Energie ins Spiel gestartet sind, so wie wir uns das auch gewünscht hatten. Gerade in Hamburg ist es wichtig, physisch wachsam zu sein. Hamburg ist eine Mannschaft, die den Ball sehr gut bewegt und exzellent als Team zusammenspielt und dazu noch gut gecoacht wird. Von daher war es für uns wichtig, hier heute einen guten Start hinzulegen. Uns war natürlich aber klar, dass sich die Towers zurückkämpfen würden. Letztendlich denke ich, dass wir die Partie nicht unverdient gewonnen haben und, dass wir unseren Aufwärtstrend mit dem Sieg heute bestätigen konnten. Wenn man mich nach dem entscheidenden Unterschied fragt, würde ich sagen, dass wir die wichtigen Würfe getroffen und in der Verteidigung wichtige Plays gestoppt haben. Dass wir hier heute ein Playoff-Team geschlagen haben, ist schon sehr wichtig für uns.”

Jetzt gegen Göttingen nachlegen

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den HEROES OF TOMORROW nicht, denn schon am kommenden Mittwoch, 10.02.2021, kommt die BG Göttingen zum Abschluss der Hinrunde zum Duell nach Bayreuth. Jump in der Oberfrankenhalle ist um 20:30 Uhr. Nur zwei Tage später sind Bastian Doreth dann zu Gast in Berlin, ehe man zwei weitere Tage später dann Gastgeber für die EWE Baskets Oldenburg sein wird.