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Foto: Andreas Bez ©️

easyCredit BBL

Nichts zu holen im Wolfsbau: medi bayreuth muss sich SYNTAINICS MBC geschlagen geben

Der Schwung aus den ersten Spielen ist nun erst einmal komplett dahin. Nach der unglücklichen Heimniederlage am letzten BBL-Spieltag gegen Braunschweig musste sich medi bayreuth nun auch am 8. Spieltag in der easyCredit BBL beim SYNTAINICS MBC geschlagen geben. Vor 1.800 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels unterlag medi den Wölfen mit 83:96 (40:53) und musste damit die vierte Niederlage in Serie hinnehmen. Die Sachsen-Anhalter schlossen somit in der Tabelle nach Siegen zu medi bayreuth auf und zogen zudem an ihnen vorbei.

Das sagt Brandon Childress:

“Es lag heute nicht an der Offensive, denn wenn man auf die Anzeigetafel schaut, stehen heute 83 Punkte auf unserer Seite. Unser Problem war heute ganz klar die Verteidigung, daran müssen wir dringend wieder arbeiten!

Das Spiel:

1. Viertel 

​​Von Beginn an drückten die Gastgeber mächtig aufs Gas und schienen medi damit zu überraschen. Während die Wölfe schnell und agil zum Korb zogen, wirkte es zunächst auf Bayreuther Seite ein wenig unstrukturiert, sodass Head Coach Lars Masell bereits nach knapp drei Minuten Spielzeit sein Team zur Auszeit bat. Trotzdem gelang dem MBC weiterhin das, was medi nicht hin bekam, nämlich den Ball schnell nach vorne zu bringen und anschließend wieder schnell in der Transition auf Defense zu switchen. Da auch die medi-Physis unter den Körben etwas zu wünschen übrig ließ, griffen sich die Wölfe mehr Rebounds ab (10:7) ab, sodass unsere Mannschaft mit einem 18:23 Rückstand in die erste Viertelpause gehen musste. 

2. Viertel

Auch in der zweiten Spieleinheit waren die Wölfe das engagiertere, schnellere und effizientere Team (Effektivität zur Pause: 71:32 für den MBC). Während die Mannschaft von Igor Jovovic mit Selbstvertrauen den Ball nach vorne trug, gute Würfe kreierte und mannschaftsdienlich auftrat, fehlte bei medi vor allem in der Offensive die Struktur, die dazu beitrug, dass kaum Plays zu Ende gespielt werden konnten und es oftmals bei Einzelaktionen blieb. Mit einem Halbzeitstand von 40:53 gingen die Bayreuther in die Kabine zur Ansprache.

3. Viertel

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die medi-Akteure auf ihre Tugenden besonnen zu haben und traten dementsprechend agiler unter dem Korb auf, sodass mehr Rebounds abgegriffen werden konnten und der Rückstand kurz vor Ende des dritten Viertels bis auf sechs Punkte (67:73) geschmolzen war. Sinnbildlich war nun die nächste Aktion in der Partie. medi im Ballbesitz, doch anstatt bis auf vier oder sogar drei Zähler zu verkürzen, schmiss Ahmed Hill das Leder in die Hände des Gegners. Der MBC bestrafte dies mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf und ging mit einem 76:67 Vorsprung in den finalen Abschnitt. 

4. Viertel

Auch hier hatte medi nochmals die Chance, der Partie eine Wendung zu geben, doch auch hier stand man sich immer wieder selbst im Weg. Zudem nutzen die Wölfe extrem abgezockt jeden Fehler. Da auch leichte Würfe bei medi das Ziel nicht fanden, verlor man letztlich das A9 Derby mit 83:96 und bescherte dem MBC seinen ersten und verdienten Heimsieg der Saison. 

SYNTAINICS MBC vs. medi bayreuth 96:83 (23:18 - 30:22 - 23:27 - 20:16)

SYNTAINICS MBC: CLYBURN 17, Kovacevic 0, Kerusch, Breunig 17, Mushidi 14, CAISIN 0, Jelks 2, DARDEN 22, CALLISON 7 (12 Assists), Ballock 5, BRYANT 12 (9 Rebounds), Hounnou. 

medi bayreuth: CHILDRESS 17, HILL 8, Rich 5 (3 Assists), Diallo 1, Bruhnke 8, Doreth 3, West 13, YOUNG 12, ROWE 5 (7 Rebounds), SARGIUNAS 11, Grant, Kämpf.

Den kompletten Boxscore gibt es hier!

Die Trainerstimmen: 

Igor Jovovic (Head Coach SYNTAINICS MBC):

„Das war heute ein wichtiger Sieg für uns und unsere Fans. Wir sind mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen und haben es von Anfang bis Ende kontrolliert. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, das belegen 26 Assists. Allerdings muss unser Foulmanagement besser werden. Die Bayreuther hatten heute mehr als doppelt so viele Freiwürfe wie wir. Aber dennoch haben wir es geschafft, deutlich zu gewinnen. Wir widmen den Sieg dem gestern verstorbenen Weißenfelser Basketball-Urgestein Jürgen Lucas.“  

Lars Masell (Head Coach medi bayreuth):

„Der SYNTAINICS MBC hat uns heute deutlich beherrscht. Wir müssen anfangen, unsere individuellen Fehler abzustellen, offensiv wie defensiv. Heute lag es vor allem an der Defensive. Wir haben 83 Punkte selbst gemacht, aber 96 Punkte zugelassenen, das war heute defensiv gar nichts. Alles, was wir unter der Woche trainiert und was wir uns für heute vorgenommen haben, haben wir vermissen lassen. Das reicht einfach nicht.“

Der Ausblick:

Auch in der nächsten Partie sind unsere Jungs wieder auswärts gefragt. Die Aufgabe am kommenden Wochenende wird dabei keinesfalls leichter, ganz im Gegenteil: Im Viertelfinale des Magenta Sport BBL Pokals treffen wir am Sonntag um 18:00 Uhr im Audi Dome auf den EuroLeague Teilnehmer, den FC Bayern München Basketball.