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Foto: Lukas Adler ©️

easyCredit BBL

50 Minuten toller Kampf: Am Ende gibt es nach Double-OT aber kein Happy End für medi

Auch nach dem 15. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga muss medi bayreuth weiter auf seinen ersten Auswärtssieg der Saison warten. So nahe wie beim Gastspiel am Sonntagnachmittag bei den MLP Academics Heidelberg waren die Bayreuther in dieser Saison zwar noch nie dran, doch am Ende musste man sich im SNP dome vor 3.783 Zuschauern nach zweifacher Verlängerung mit 101:107 (56:67 - 83:83 - 93:93) abermals geschlagen geben.  

Das Spiel:

1. Viertel 

Es gab kein vorsichtiges Abtasten zu Beginn der Partie sondern beide Mannschaften gingen gleich in medias res und so folgte auf die Erföffnungspunkte der Gastgeber postwendend die Antwort von Osaro Rich, der durch einen erfolgreichen Nahdistanzwurf den Ausgleich erzielte. Danach sah es kurze Zeit so aus, als könnten die Bayreuther das Zepter übernehmen und als Brandon Childress den Vorsprung nach fünf Minuten auf 10:6 stellte, waren alle Fans noch guter Dinge. Allerdings passierte dann ein regelrechter Bruch im Spiel von medi und es ging erst einmal nicht mehr viel, da man das Glück nun beinahe ausschließlich von der Dreipunktelinie suchte und hier wenig Erfolg verbuchen konnte. Auch die Heidelberger trafen nicht hochprozentig von außen, allerdings zogen sie mehr in die Zone und konnten dementsprechend nach dem ersten Viertel mit 20:11 die Führung übernehmen. 

2. Viertel 

Gleich nach Wiederbeginn übernahm der wiedergenesene Kapitän Bastian Doreth die Initiative und versenkte einen Dreipunktewurf. Da nun auch das Teamplay besser stimmte, gelang es medi den Rückstand in der 13. Spielminute bis auf drei Punkte (23:26) zu reduzieren. Davon ließen sich die Gastgeber von Head Coach Joonas Iisalo jedoch überhaupt nicht beeindrucken und innerhalb von nur zwei Minuten war der medi-Rückstand sogar erstmals zweistellig (23:33). Genau dieser Differenz lief man nun auch stets hinterher und da am Ende des zweiten Viertels noch schlechte Würfe genommen wurden, lag man nach 20 Minuten gar mit 36:48 hinten. 

3. Viertel

Wie schon in den ersten beiden Vierteln kam medi gut in den neuen Spielabschnitt und zwang mit einem 7:0 Run binnen zwei Minuten Spielzeit Heidelbergs Coach Iisalo zu einer Auszeit. Doch es schien, als habe der Finne in der Kurzbesprechung die richtigen Worte gefunden, und so folgte wie schon in den beiden ersten Vierteln erneut ein Lauf der Heidelberger, die den Bayreuther  Rückstand schnell wieder zweistellig (46:56/25.) gestalteten. Zudem hatte medi bereits im dritten Abschnitt Foulprobleme (Grant & Young je 4 Fouls) und auch ein unsportliches Foul gegen Osaro Rich stoppte eine gute Bayreuther-Phase, so dass die Heidelberg auch nach 30 Minuten einen 67:56 Vorsprung inne hatten. 

4. Viertel

Und wieder kam unsere Mannschaft gut in den eigentlich finalen Spielabschnitt, aber anders als in den bisherigen drei Vierteln, ließen die medi-Akteure nun im Laufe des Viertels nicht nach und da Brandon Childress nun als Scorer übernahm, gelang es, nicht nur in der 34. Spielminute die Führung zu übernehmen, sondern gar bis auf 80:73 (37.) davonzuziehen. Die Heidelberger gaben sich jedoch auch in dieser Situation nicht auf und erzielten 8,2 Sekunden vor Ende der Partie, durch einen Dreipunktewurf von Eric Washington, den 83:83 Ausgleich, der auch bis zum Ende der regulären Partie Bestand hatte. 

1. Overtime

Der Kampf begann nun bei Null und es gestalteten sich fünf Minuten, in denen es weder weit in die eine, noch in die andere Richtung ging. Mal lag Heidelberg vorne, mal konnte sich medi etwas absetzen, es war letztendlich wieder ein One Possession Game wenige Sekunden vor Ende der ersten Overtime, bei dem medi mit zwei Punkten, fünf Sekunden vor Ende, in Führung lag. Allerdings war es, wie schon im regulären Spiel, Eric Washington, der in dieser Situation die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg zerstörte und mit einem erfolgreichen Korbleger auch nach 45 Minuten mit dem 93:93 Ausgleich alles erneut wieder auf Null stellte. 

2. Overtime

Nochmal wurden also die Akteure für fünf Spielminuten auf das Parkett des SNP Domes gebeten und diesmal sollte es auch der letzte Spielabschnitt des heutigen Abends sein, denn die Kräfte von medi schwanden, während die Heidelberger auf einmal besser aus der Distanz trafen. Als Lasisi wenige Sekunden vor Ende der Partie mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf das 105:101 erzielte, war das Spiel entschieden. 

MLP Academics Heidelberg vs. medi bayreuth 107:101 (20:11 - 28:25 - 19:20 - 16:27 - 10:10 - 14:8)

MLP Academics Heidelberg: Herzog, COLEMAN 14, Ely 2, Lasisi 18 (4 Assists), Griffin 9, UGRAI 6, KESTELOOT 22 (11 Rebounds), VARGAS 8, Edwardsson, WASHINGTON 23 (4 Assists), Hundt 5.

medi bayreuth: CHILDRESS 37, Hill 6, RICH 9, Bruhnke 3, Doreth 3, Nikic 2, YOUNG 1, ROWE 14 (10 Rebounds), SARGIUNAS 24 (6 Assists), Grant 2. 

Den kompletten Boxscore gibt es hier!

Die Trainerstimmen: 

Lars Masell (Head Coach medi bayreuth):

“Glückwunsch an Joonas und die Heidelberger Mannschaft. Es war ein harter Fight, 12 Runden, würde man im Boxen sagen. Wir hatten es in der regulären Spielzeit in der Hand. Wollten foulen, aber haben leider nicht gefoult und dann traf Washington den Dreier. Am Ende waren wir einfach auch zu wenige, das ging Heidelberg bestimmt nicht anders. Die Kraft lässt nach und sie haben wichtige Shots getroffen. Auf zum nächsten Spiel.” 

Joonas Iisalo (Head Coach MLP Academics Heidelberg): 

“Als Erstes möchte ich Danke sagen an alle Fans heute. Es war eine unglaubliche Atmosphäre heute im SNP dome. Jeder, der heute hier war, hat viel geboten bekommen für das Geld. Diese Saison ist die BBL so gemischt. Wenn man auf die Tabelle schaut, gibt es drei Teams, die ganz oben stehen, aber bei den anderen Teams ist es unglaublich ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen. Lars hat einen sehr guten Job mit Bayreuth gemacht, wie sie zurückgekommen sind, sie haben niemals den Kopf hängen lassen, dafür meinen großen Respekt. Ich freue mich als Coach über den Sieg, ich weiß allerdings auch, wie es ist, auf der anderen Seite zu stehen. Ich bin sehr froh über den Sieg und bin sehr stolz auf meine Mannschaft.”

Der Ausblick:

Und weiter geht's! Am kommenden Freitag, 20. Januar, ist der Aufsteiger aus dem hohen Norden zu Gast in der Oberfrankenhalle. Jump am 16. Spieltag gegen die Rostock Seawolves ist um 20:30 Uhr. Tickets für die Partie gibt es HIER!