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easyCredit BBL

„Triple Double“: easyCredit BBL stellt die Weichen für die kommenden zehn Jahre

Die 18 Clubs der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) haben auf ihrer Strategietagung am 14. und 15.11.2022 die neue Ligastrategie bis 2032 mit breiter Mehrheit verabschiedet. Damit wurden die Weichen gestellt, um das substantielle Wachstum auch in den kommenden zehn Jahren fortzusetzen. 

Konkret setzt sich die easyCredit BBL das Ziel, relevante Kennziffern entlang von drei Wachstumstreibern bis 2032 zu verdoppeln. So sollen:

  1. die Clubbudgets innerhalb von zehn Jahren verdoppelt werden. Zielwert für 2032 sollen Clubbudgets von zusammengenommen rund 200 Mio. Euro sein. 
  2. die Reichweiten in den Bereichen TV, Digital Classic (Websites und Apps) sowie Social Media verdoppelt werden. 
  3. die sportlichen Erfolge der Mannschaften insbesondere in internationalen Clubwettbewerben verdoppelt werden und der Stellenwert der BBL im internationalen Vergleich anhand einer Scorecard gesteigert werden.

Diese Zielsetzung wird unter das Motto „Triple Double“ gestellt – analog zur sportlichen Höchstleistung im Basketball, bei dem ein Spieler in einem Spiel in drei wesentlichen Statistiken (Punkte, Rebounds, Assists) jeweils zweistellig performt.

Daran anschließend haben die Clubs erste Maßnahmen beschlossen, die die genannten Zielsetzungen und Kennziffern gezielt ansteuern:

Mindestetat:

Der Mindestetat wird von aktuell 3 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro in 2032 zur Saison 2032/33 verdoppelt. Der Weg dorthin erfolgt in Schritten von 500.000 Euro in der Regel alle zwei Jahre, wobei der Mindestetat in der Spielzeit 2023/24 zunächst noch bei 3 Mio. Euro verbleibt, und dann zu 2024/25 in einem ersten Schritt auf 3,5 Mio. Euro angehoben wird.

Hallenmindestkapazität:

Ab der Spielzeit 2032/33 soll sich die Hallenmindestkapazität von aktuell 3.000 Plätzen ein Stück weit an der Größe der jeweiligen Stadt bemessen. Dabei soll ab der Spielzeit 2032/33 eine Mindestkapazität von 4.500 nicht unterschritten werden. Erforderlich ist dann eine Mindestkapazität von 1% bezogen auf die jeweils nächsten 100.000 Einwohner. So muss ein Club in einer Stadt mit 650.000 Einwohnern also eine Halle mit mindestens 7.000 Plätzen vorweisen. Diese wird bei einer Gesamtkapazität von 7.000 gedeckelt. Die genannten Mindestkapazitäten können dabei rechnerisch auch durch eine entsprechende Anzahl von „Eventspielen“ in einer größeren Halle erreicht werden.

Modus:

Zur Steigerung der sportlichen Attraktivität und Zuspitzung werden ab der Saison 2023/24 Play-In-Spiele für die Playoffs eingeführt: Es werden dann nurmehr die Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 6 garantiert für die Playoffs qualifiziert sein: Die Plätze 7 bis 10 spielen die weiteren zwei Playoff-Plätze aus, und zwar in drei Entscheidungsspielen.
Daneben wird die easyCredit BBL der 2. Liga (ProA) ein Angebot für die Ausweitung des BBL-Pokals um eine Qualifikationsrunde unter Beteiligung der ersten sechs Teams der ProA unterbreiten. Diese Modifikation soll ebenfalls zur Spielzeit 2023/24 eingeführt werden.

Kommunikation:

Zum Beginn der Partnerschaft mit dem neuen Medienpartner DYN Media zur kommenden Spielzeit 2023/24 soll die digitale Kommunikation von Clubs und Liga quantitativ ausgebaut und qualitativ geöffnet werden, um vermehrt weitere sportaffine Zielgruppen mit für sie relevanten Inhalten zu erreichen. Zu diesem Zweck wird für die Clubs ab diesem Zeitpunkt mindestens eine Festanstellung in Vollzeit im Digital Content Management verpflichtend sein.

Mehr Breite:

Die bereits heute gute Ausgangslage an den BBL-Standorten insbesondere in den Grundschulen wird weiter ausgebaut. Erklärtes Fernziel ist es, in den nächsten zehn Jahren an allen 15.000 Grundschulen deutschlandweit Basketball anzubieten. Im Rahmen der verabschiedeten BBL-Nachhaltigkeitsstrategie werden Programme etabliert, die insbesondere die Integration von Kindern aus benachteiligten Familien in den Sport zum Ziel haben. Ferner wird künftig eine gezielte Regionalentwicklung an den BBL-Standorten in der Lizenzierung vorgeschrieben.

Ausbildungssystem:

Die Ausbildung von Bundesligaspielern durch die eigene Nachwuchsarbeit soll künftig stärker finanziell belohnt werden. Hierfür werden die bisherigen Regelungen angepasst und durch Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel unterstützt.

In den nächsten Monaten und Jahren werden weitere Maßnahmen definiert werden, die auf diese Ziele bzw. Kennziffern einzahlen. 

„Ich bedanke mich bei allen unseren Clubs für die intensive Arbeit, die immer konstruktiven Diskussionen und vor allem die zweifellos ambitionierten und auch ein Stück weit mutigen Beschlüsse. Schon die ‚Vision 2020’ hat entscheidend zur hervorragenden Entwicklung der easyCredit BBL in den zurückliegenden zehn Jahren beigetragen. So wird auch die ‚Strategie 2032: Triple Double’ den Leitkurs vorgeben, hinter dem sich die Clubs versammeln und auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Diese Strategie wird jedem Club helfen, sich an seinem Standort unter seinen spezifischen Bedingungen weiterzuentwickeln“, so Alexander Reil, Präsident der Arbeitsgemeinschaft BBL e.V..

„Die ‚Strategie 2032: Triple Double’ ist die lang erwartete Perspektive, die wir uns für den nächsten Zehn-Jahres-Zyklus geben. Die Erreichung der hiermit verbundenen Zielsetzungen wird die Position der easyCredit BBL in der deutschen Profisportlandschaft im Kampf um die Aufmerksamkeit und Zeit der sportaffinen Menschen im Wettbewerb mit anderen nationalen wie internationalen Sport- und Entertainmentangeboten stärken und ausbauen. Indem wir auf uns schauen und entlang der zentralen Dimensionen weiter wachsen, werden sich andere vergleichende Entwicklungen quasi von alleine ergeben. Clubs und Liga werden – gerade auch im Verbund mit unserem neuen Medienpartner DYN Media und dessen Mehrheitsgesellschafter Axel Springer - hart daran arbeiten, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen“, ergänzt Dr. Stefan Holz, Geschäftsführer der easyCredit BBL.

Quelle: easyCredit BBL